Daimler schickt drei B-Klasse F-CELL auf Weltreise

Wasserstoffautos

Daimler schickt drei B-Klasse F-CELL auf Weltreise (Bildmaterial: Daimler) Im Rahmen des Festakts zum 125-jährigen Jahrestag der Erfindung des Automobils am 29. Januar in Stuttgart gaben Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, den symbolischen Startschuss für den Mercedes-Benz F-CELL World Drive.

Von Stuttgart aus starteten die drei Mercedes-Benz B-Klassen mit Brennstoffzelle am 30. Januar ihre 125-tägige Fahrt um die Welt. Über vier Kontinente und durch 14 Länder fahren die drei B-Klasse F-CELL einmal rund um den Globus, bis zum Ausgangspunkt Stuttgart. Mercedes-Benz will mit dem F-CELL World Drive die technische Reife der Brennstoffzellentechnologie sowie die Alltagstauglichkeit der Fahrzeuge unter Beweis stellen. Gleichzeitig will das Unternehmen damit der politischen Forderung auf den notwendigen Aufbau einer flächendeckenden Tankstellen-Infrastruktur für Brennstoffzellenfahrzeuge Nachdruck verleihen

„125 Jahre nach Erfindung des Automobils steht die B-Klasse F-CELL bei uns stellvertretend für dessen Neuerfindung“, so Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG. „Diese bislang einzigartige Weltumrundung mit kundentauglichen Brennstoffzellenfahrzeugen zeigt einmal mehr, dass wir ausreichend Pioniergeist für mindestens weitere 125 Jahre Innovationen haben.“

Von Stuttgart aus startet die Tour am 30. Januar zunächst Richtung Süden, über Paris, Barcelona und Madrid, bis in die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Dort verlassen die Automobile europäischen Boden und setzen per Flugzeug ihre Reise in den Osten der USA fort.

Von Fort Lauderdale, Florida, aus führt die Route quer durch den nordamerikanischen Kontinent, am Golf von Mexiko entlang, westwärts bis nach Los Angeles, Kalifornien. Entlang der westlichen Küste der USA führt der F-CELL World Drive nach Norden und erreicht schließlich Vancouver, Kanada. Nach etwa einmonatiger Fahrt und mehr als 7.500 zurückgelegten Kilometern verlassen die Fahrzeuge Nordamerika, um im Osten Australiens ihre Tour fortzusetzen.

Ausgehend von Sydney, fahren die B-Klasse F-CELL entlang der Südküste des fünften Kontinents mit Zwischenstopps in Melbourne und Adelaide mehr als 5.000 Kilometer bis nach Perth. Der letzte Transfer zwischen Kontinenten auf der Weltreise führt den F-CELL World Drive schließlich auf den asiatischen Kontinent, nach Shanghai in China.

Über die chinesische Hauptstadt Peking, durch die kasachischen Städte Almaty und Astana, bis nach Moskau durchqueren die Brennstoffzellenfahrzeuge den eurasischen Kontinent über eine Distanz von mehr als 10.000 Kilometern.

Auf den letzten Etappen führt die Route durch den Norden Europas. Von St. Petersburg in Russland geht es über Finnland schließlich in die schwedische Hauptstadt Stockholm. Auch das norwegische Oslo ist Teil der Route, bevor es für den F-CELL World Drive über Dänemark wieder nach Deutschland geht, wo die Fahrt unter anderem in Hamburg Halt macht.

Nach 70 Fahrtagen und 30.000 Kilometern auf der 125-tägigen Reise endet die Fahrt schließlich Anfang Juni wieder in Stuttgart.

Daimler schickt drei B-Klasse F-CELL auf Weltreise (Bildmaterial: Daimler) Exklusiver Partner auf dem F-CELL World Drive ist die Linde Group, die mit ihrem Wasserstoff-Know-how und ihrer weltweiten Präsenz die Versorgung während der gesamten Weltumrundung gewährleistet soll. Eine gemeinsam entwickelte mobile Betankungseinheit auf Basis eines Mercedes-Benz Sprinters begleitet die Tour und ermöglicht so die Kraftstoffversorgung auch auf abgelegenen Streckenabschnitten. Neben einem Betankungsdruck von 700 bar waren kompakte Abmessungen für den Flugzeugtransport die wichtigste Anforderung an das speziell zu diesem Zweck konstruierte Betankungsfahrzeug.

Die Wasserstoff-B-Klasse verfügt über den selben Elektromotor mit 100 kW (136 PS) und einem Drehmoment von 290 Nm, wie er auch in der A-Klasse E-CELL zum Einsatz kommt. Der Wasserstoff für den Betrieb der Brennstoffzelle wird mit 700 bar Druck in den drei Fahrzeugtanks gespeichert. Sie können knapp 4 Kilogramm des gasförmigen Kraftstoffs aufnehmen, der für eine Reichweite von etwa 400 Kilometer sorgt. Als Stromspeicher kommt eine Lithium-Ionen-Batterie zum Einsatz. Sie verfügt über einen Energieinhalt von 1,4 kWh und wird über den Kreislauf der Klimaanlage gekühlt. Bei jedem Bremsvorgang gewinnt der Elektromotor Bewegungsenergie zurück, die als elektrische Energie in der Batterie gespeichert wird. Beim Rangieren oder kurzen Fahrstrecken arbeitet der elektrische Antriebsmotor mit Batteriestrom. Ist die Kapazität des Energiespeichers erschöpft, schaltet sich die Brennstoffzelle automatisch zu.

(mk/wattgehtab.com)

 


Kommentare 

 
0 #1 2011-01-31 21:36
Komisch: als E-Cell könnte man heute schon was mit dem Wagen anfangen. Für den F-Cell brauchen wir erst noch H-Tankstellen und eine genügend große Biowasserstoff-Produktion.

Warum lässt Daimler heute die PR-Maschine an für ein Auto, das erst in 20 Jahren sinnvoll wird, und warum stecken sie dafür den sofort verkaufbaren E-Cell wieder in die Schublade?
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