Brennstoffzellenauto Nissan FCV soll bis 2015 in Serie gehen

Wasserstoffautos

Nissan_FCV_X-Trail Der Traum von der Brennstoffzelle geht beim japanischen Hersteller Nissan in die nächste Runde. Spätestens bis 2015 will Nissan mit einem Brennstoffzellen-Fahrzeug in die Serienproduktion gehen. 

Der Autobauer will bis 2050 die Hälfte aller seiner neuen Fahrzeuge elektrisch antreiben und schickt dazu sein Brennstoffzellenauto Nissan FCV (Fuel Cell Vehicle) auf Europa-Tournee.

 

Die Fahrleistungen passen zu den Erwartungen an die Fahrzeugklasse eines X-Trail. Der 4,49 Meter lange und 1860 Kilogramm schwere Prototyp beschleunigt in rund 14 Sekunden von null auf 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 150 km/h. Als Reichweite gibt Nissan 500 Kilometer an. Dabei dürfte es sich allerdings um einen eher theoretisch ermittelten Wert handeln. Bis 2015 sollen Leistungs,- Beschleunigungs- und Reichweitendaten noch einmal verbessert werden. Von zwölf Sekunden und von rund 175 km/h ist heute die Rede.

Der Elektromotor bezieht seinen Strom aus zwei Quellen: einer Lithiumionen-Batterie für den „Kaltstart“ der Brennstoffzelle und das Nissan_FCV_Wasserstofftank Beschleunigen sowie einer Brennstoffzellen-Einheit. Nissan hat seit 1996 eine eigene Brennstoffzelle entwickelt, die bei niedrigen Temperaturen betrieben werden kann und bei kleinem Volumen große Leistung bringt. Der Wasserstoff lagert in einem großen, crashgeschützt eingebauten Tank unter den Rücksitzen. Den zu betanken, dauert - je nach Druck, den die Tankstelle aufbauen kann - mindestens fünf Minuten.

Die Frage ist allerdings, wie der Wasserstoff in die Tankstelle kommt. Dafür hat noch niemand eine Lösung parat, die geeignet wäre, große Mengen von Elektrofahrzeugen mit Wasserstoff zu versorgen. Selbst, wenn dieses Infrastrukturproblem gelöst wäre, bleibt die noch entscheidendere Frage, wie man Wasserstoff so herstellen kann, dass er zum klimaneutralen und effektiven Energieträger wird und sein Einsatz hilft, Kohlendioxid zu vermeiden und Energie einzusparen. 

Wasserstoff ist keine Primärenergie, sondern stellt bloss einen universell einsetzbaren Energieträger dar. Erst wenn der Wasserstoff erzeugt ist, ist dieser Energieträger umweltfreundlich, da bei der Verbrennung nur Wasserdampf entsteht. Bislang wird aber der Energieträger der Zukunft weitgehend aus nicht erneuerbaren Rohstoffen hergestellt, hauptsächlich Erdöl. 


(Quelle und Bildmaterial: ar/Nissan; contexo)

 


Kommentare 

 
0 #2 2008-07-16 09:59
Wasserstoff ist nicht zwangsweise teurer, sind die Anlagen (egal ob aus Erdgas oder elektrischer Energie) mal ausgelastet, kann man den Wasserstoff problemlos für 1€ - 1,5€ erhalten. Soviel zahlen übrigens jetzt schon Großabnehmer.
Und jetzt zum Thema Elektroauto, das Brennstoffzelle nfahrzeug ist ein Elektroauto nur eben mit einem etwas kleinerem Akku. Die Brennstoffzelle dient ja nur als "Range-Extender".
Ich gebe dir recht, alle sollten sich wirklich auf das Elektroauto stürzen, ob dann ein Verbrennungsmot or die Reichweite verlängert oder eine Brennstoffzelle sei jetzt dahingestellt.
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0 #1 2008-07-15 17:56
Wer soll denn den Wasserstoff wieder bezahlen, der ist doch noch teurer als Benzin. Die Zukunft ist der Elektromotor, wir haben nur einen kurzen Abstecher über das Benzin, Diesel gemacht. Wir hatten mit Elektrofahrzeug en um 1900 schon den Anfang gemacht, da sollten wir weitermachen. Der Weg mit das Erdöl ist ja ne Einbahnstraße mit anschließender Sackgasse, genau so wie die strahlende, gesundheitsgefä hrliche Kernenergie, denn Uran ist auch nicht unendlich lange da. Man schätzt auch da noch 50 Jahre, dann ist der Ofen aus. Aber bis dahin haben die Jungs von RWE die Taschen voller Geld und leben auf einer unverstrahlten schönen Insel.
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