Erste öffentliche Wasserstoff-Tankstelle

Wasserstoff-Infrastruktur

total_tankstelle(Quelle: Total) München - Erste öffentliche Wasserstoff-Tankstelle und eine der größten aufgeständerten Photovoltaik-Anlagen Münchens. TOTAL Deutschland GmbH setzt durch Neueröffnung Zeichen für den Umweltschutz. Mit der Einweihung der Wasserstoff-Tankstelle in der Münchner Detmoldstraße sorgt TOTAL für einen weiteren Beitrag zum Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, das von der Bundesregierung im letzten Jahr ins Leben gerufen wurde.

Einen besonderen Schwerpunkt legt TOTAL auf seine Kooperation mit BMW in diesen Bereich sowie auf die Entwicklung eines wasserstoff-getriebenen öffentlichen Nahverkehrs und auf den praktischen Einsatz sinnvoller Infrastrukturelemente für eine zukünftige Energieversorgung. Seit April 2005 ist TOTAL außerdem Teil der internationalen Initiative Clean Energy Partnership (CEP). Anm. WGA: Über Sinn und Unsinn darf gern diskutiert werden.


In Kooperation mit der BMW AG eröffnet die TOTAL Deutschland GmbH am 26. März 2007 die erste öffentliche Tankstelle für Wasserstoff in der Stadt München. Beliefert wird die Tankstelle mit flüssigem Wasserstoff von der Linde AG, die auch die Tanktechnik entwickelt hat. Erstmalig wird der flüssige Wasserstoff in einem unterirdischen Tank gelagert. Der Wasserstoff kann an den Zapfsäulen flüssig getankt werden. Die Tankstelle ist sowohl für die Betankung von Pkw´s als auch für die Betankung von Bussen mit flüssigem Wasserstoff ausgelegt. Eine Nachrüstung mit gasförmigem Wasserstoff ist möglich.

TOTAL und BMW kooperieren seit Anfang 2006 im Bereich Wasserstoff, in diesem Rahmen wird TOTAL drei Wasserstofftankstellen bauen und betreiben für einen Teil der Hydrogen 7 Flotte von BMW. Die Münchener Tankstelle ist die zweite Tankstelle nach Berlin, die dritte wird in einer anderen europäischen Hauptstadt bis Ende dieses Jahres errichtet.

Durch die Vorreiterrolle im Bereich Wasserstoff setzt TOTAL auf die Kraft und die vielen Vorteile alternativer Energiequellen und engagiert sich somit für saubere und zuverlässige Verkehrssysteme. Als einer der führenden Mineralölkonzerne der Welt ist die GmbH auch in zahlreichen Bereichen aktiv, um Alternativen für die Zukunft zu suchen. Neben den Fortschritten in der Wasserstofftechnologie gehören der Einsatz und die Entwicklung neuer Biokraftstoffe ebenso dazu wie die Nutzung der Wind- oder Solarenergie. Einen weiteren wichtigen Schritt markiert dabei eine der größten aufgeständerten Photovoltaik-Anlagen Münchens, die sich am Standort der TOTAL Wasserstoff-Tankstelle befindet und am selbigen Tag mit eingeweiht wird. Diese Solarzellenanlage wurde im Rahmen des gesamten Projektes von der Firma GVG realisiert.

In der Vergangenheit hat der Freistaat Bayern wie kein anderes Bundesland seine Stellung im Bereich zukünftiger Energieträger unter Beweis gestellt und wichtige Voraussetzungen geschaffen, die die Entwicklung von Wasserstoff positiv beeinflusst haben. Ein Vorzeigeprojekt war dabei „ARGEMUC", welches am Münchner Flughafen weltweit die erste innovative Infrastruktur für den Betrieb von Bussen und PKW darstellte.

Neben München steht besonders Berlin im Zentrum der Wasserstoffaktivitäten von TOTAL. Noch in diesem Jahr soll hier die größte H2-Busflotte betrieben und weitere Aktionen geplant werden, die insbesondere von dem Programm HyFLEET:CUTE der Europäischen Union gefördert wird. Weitere Aktivitäten der TOTAL Gruppe umfassen aber auch Kooperationen mit Autoherstellern und Zulieferbetrieben. Zudem hat TOTAL an einer Tankstelle im belgischen Le Roeulx eine auf Basis von Flüssiggas betriebenen stationären Brennstoffzelle zur Strom- und Wärmeerzeugung erprobt. Die Chemiesparte der TOTAL Gruppe arbeitet darüber hinaus auf verschiedenen Ebenen an der Entwicklung von Materialien zur Brennstoffzellenherstellung.


Fotoquelle: total.de
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Kommentare 

 
0 #1 2007-03-27 21:22
Das zitierte "ARGEMUC" Programm kostete 18 Millionen Euro für etwas über 500.000 Fahrzeugkilomet er! Also ca. 36 Euro /km! oder 3.600€ / 100 km!

Ich werde aber vorbeifahren und versuchen ein wenig Wasserstoff zu bekommen!
Woraus machen die den Wasserstoff? Linde hat die Fabrik wohl in Ingolstadt? Elektolysieren werden die wohl nicht, er wird aus Erdgas gemacht.
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