Teilnehmer des X-Prize teilen Siegprämie untereinander auf

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Teilnehmer des X-Prize teilen Gewinn untereinander auf (Bildmaterial: tw4xp.com) Das Siegerteam Li-ion Motors wird die Siegprämie von 2,5 Millionen US-Dollar mit drei Wettbewerbern teilen.

Standen die Gewinner des „Progressive Insurance Automotive X-Prize“ in der „Mainstream“- und „Alternative-Tandem“-Klasse nach der Final-Runde theoretisch schon fest, wurde es hingegen in der Side-by-Side-Klasse nochmal richtig spannend, da nach der Final-Runde noch ganze fünf Fahrzeuge übrig geblieben waren: LIION Motors Wave, Aptera e2, Zap Alias, RaceAbout ERA und Project TW4XP – allesamt Elektrofahrzeuge. In dieser Klasse musste in einem letzten Rennen, welches am 27. August 2010 stattfand, gezeigt werden, wer das schnellste Fahrzeug hat. Die Wettbewerber fuhren Runde um Runde bei glühender Hitze und einer erlaubten Geschwindigkeit von 110 km/h und fuhren ganze 160 km weit gegeneinander ein Rennen auf Geschwindigkeit. Drei der fünf Wettbewerber schafften es über die Ziellinie, Aptera blieb mit technischen Problemen liegen, ZAP musste in Runde 48,5 von 50 mangels Energiereserve aufgeben.

Martin Möscheid, Teamleiter des drittplatzierten Teams TW4XP, verriet jetzt gegenüber Wattgehtab, dass die Teams jedoch kurz vor dem Rennen eine Abmachung getroffen hatten: „Fünf Minuten vor dem Start haben alle Teams auf einem Notizzettel vereinbart, dass sie den Gewinn im Falle eines Sieges mit den anderen Teilnehmern teilen werden. Nur das finnische Team hat nicht unterschrieben, da sie sich wohl über ihren Sieg sicher waren.“ Besonders ärgerlich: weniger als zwei Zehntel einer Sekunde trennten das zweitplatzierte Race About-Team aus Finnland von dem Sieger-Team Li-ion Motors.

Die getroffene Vereinbarung sieht vor, dass Li-ion Motors 1,7 Mio. Dollar, das deutsche TW4XP-Team 400.000 Dollar und Zap und Aptera jeweils 200.000 Dollar des Preisgeldes erhalten.

Ziel des mit insgesamt 10 Mio. Dollar dotierten „Progressive Insurance Automotive X-Prize“ war es, eine Generation von hocheffizienten Serienfahrzeugen zu inspirieren. Die Wahl des Antriebes stand den Entwicklern frei, die teilnehmenden Fahrzeuge mussten jedoch mit dem Energieinhalt einer Gallone Sprit ganze 100 Meilen zurücklegen können. Das entspricht einem Verbrauch von ca. 2,35 Litern auf 100 Kilometer. Darüber hinaus galten strenge Anforderungen an Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge.

(mk/wattgehtab.com)


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