Die Michelin Challenge Bibendum 2011 in Berlin kürt ihre Effizienzmeister

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Michelin Challenge Bibendum 2011 in Berlin kürt seine Effizienzmeister Nachdem die Michelin Challenge Bibendum 2007 in Shanghai und zum zehnten Geburtstag der Veranstaltung 2010 in Rio de Janeiro gastierte, findet die weltweite Plattform für nachhaltige Mobilität im Straßenverkehr zum ersten Mal in Berlin statt. Automobil- und Nutzfahrzeughersteller, Universitäten, Zulieferer, Energieversorger, Forschungsinstitute, politische Entscheidungsträger und Nichtregierungsorganisationen stellen sich den Fragen des Straßenverkehrs der Zukunft.

Die seit 1998 stattfindende Veranstaltung gastiert dieses Jahr vom 18. bis 22. Mai in Berlin auf dem geschichtsträchtigen Gelände des stillgelegten Flughafens Tempelhof. In den vergangenen Tagen wurden in unterschiedlichen Wettbewerben die innovativsten und Umweltfreundlichsten Fahrzeuge ermittelt. Neben der Verleihung des Design-Preises, mussten die Bibendum-Teilnehmer in unterschiedlichen Rallyes ihr können und die Leistungsfähigkeit ihrer Fahrzeuge unter Beweis stellen, bevor sie zur gestrigen Parade am Brandenburger Tor fuhren. Über 150 unterschiedliche Fahrzeugkonzepte vom Elektrofahrrad über kompakte Stadtautos mit Batteriebetrieb bis hin zum Überlandbus mit Elektro-Dieselhybrid rollten dabei gestern von der Siegessäule zum Brandenburger Tor.

Michelin Challenge Bibendum 2011 in Berlin kürt seine Effizienzmeister Die Experten-Worshops
Fester Bestandteil der Michelin Challenge Bibendum sind die Experten-Workshops. Fachleute aus aller Welt trafen sich, um Themen wie saubere Energien, Sicherheit im Straßenverkehr und vernetzte Mobilität zu diskutieren. Im Rahmen einer Schlussrunde stellten die Fachkreise bereits am ersten Abend wichtige Thesen und Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Das Leaders Forum markierte am Freitag den Höhepunkt der drei Fachtage der Michelin Challenge Bibendum 2011. 40 Entscheider aus Politik und Wirtschaft diskutierten gemeinsam mit Wissenschaftlern die Ergebnisse der Workshops und Konferenzen zu den Schlüsselthemen „sauber, sicher und vernetzt“.

Das Podium teilten sich Vorstände aus der Automobil- und Zulieferer-Industrie, öffentliche Amtsträger sowie weitere Vertreter der Industrie. Dabei profitierten die Gespräche auch von ungewohnten Zusammensetzungen: So traf beispielsweise ADAC-Präsident Peter Meyer auf die Schauspielerin Michelle Yeoh, bekannt als Bond-Girl und mittlerweile weltweite FIA-Botschafterin für Verkehrssicherheit.

Überraschend war der Auftritt des aus der „Sesamstraße“ bekannten „Grobi“. Das liebenswerte, etwas konfuse blaue Monster erschien nach der Rede von Melvin Ming, dem Leitenden Geschäftsführer der „Sesamstraße“. Das weltweit bekannte Fernsehformat erreicht täglich 100 Millionen Kinder in vielen Sprachen und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Verkehrserziehung rund um den Globus. „Weltweit sterben statistisch pro Tag 365 Menschen bei Verkehrsunfällen“, führte Kiran Kapila, Chairman der International Road Federation, eindringlich aus. Dies sei mit dem täglichen Absturz eines großen Verkehrsflugzeugs vergleichbar, so der Verkehrsexperte. Eines der zentralen Anliegen der Michelin Challenge Bibendum ist es, die Sicherheit im Straßenverkehr nachhaltig zu erhöhen. Deshalb ist das Thema seit Beginn des globalen Events 1998 jedes Jahr Programmpunkt zahlreicher Workshops und Gastbeiträge. Die Bedeutung der Verkehrssicherheit unterstrich auch deutlich das erste Live-Voting des Leaders Forum: Die Fachbesucher nannten Verkehrssicherheit direkt hinter Energieeffizienz als wichtigstes Thema, in dem am schnellsten Erfolge erzielt werden müssten.

Pat Kox, Leiter des Podiums und ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments, schloss die Veranstaltung mit den Worten: „Hoffnung ist ein Zustand des Geistes, nicht der Welt.“

Michelin Challenge Bibendum 2011 in Berlin kürt seine Effizienzmeister Gewinner des Design-Awards
Der erste Abend der Michelin Challenge Bibendum endete mit der Verleihung der Design-Awards: Sieben Fachleute aus der Automobil- und Designbranche verliehen zehn Design-Awards in unterschiedlichen Kategorien. Philosophie und wichtigstes Jury- Kriterium: „Technologische Innovationen sollen auch ansprechend verpackt sein“, betonte Jury-Präsident Thomas Burkhardt. „Wir haben gesehen, dass es neue kreative Wege gibt, mithilfe des Designs Nachhaltigkeit zu realisieren, um unser Leben und die Welt ein kleines Stück zu verbessern“, erklärte der Vizepräsident Technik des ADAC weiter.

Zu den Siegern zählte der Nissan Leaf, der als „erstes elektrisch angetriebenes Auto in Massenproduktion“ gekürt wurde, so Burkhardt. Als Pendant mit Verbrennungsmotor wurde der Volvo V60 Plug-in Hybrid von der Jury ausgezeichnet, während in der Klasse der zwei- und dreirädrigen Stadtfahrzeuge das eRockit die internationalen Auto- und Designexperten überzeugte. Unter den Herstellerprototypen stand der besonders dynamisch gezeichnete Venturi Volage ganz oben in der Gunst der Jury. In der Klasse der praktisch orientierten Stadtfahrzeuge errang die Mia den ersten Platz. Zu den weiteren Siegern gehörten der Schmitz Cargobull Eurocargo, der Mercedes Vito E- Cell, der MAN Lion’s City Hybrid und der von finnischen Studenten entwickelte X-Prize-Teilnehmer Electric RaceAbout. In zwei Spezialkategorien ging die Auszeichnung an Audi sowie den besonders sportlichen Citroën Survolt. Erstmals verlieh die Jury auch einen zusätzlichen Preis für Energietankstellen, der an Schneider Electric ging. Das Modell steht für eine neue E-Mobilität Produktkultur, die sich an private Haushalte richtet.

Bei dem Design-Wettbewerb, der bereits seit den Anfängen der Michelin Challenge Bibendum im Jahr 1998 vergeben wird, können alle Fahrzeuge, die bei den Challenge Bibendum-Tests angemeldet sind und mindestens einen anerkannten Umweltpreis gewonnen haben, teilnehmen.

Zur diesjährigen Jury zählten Roberto Piatti, CEO and Managing Director von Torino Design, Yves Maroselli, Herausgeber der französischen Monde Automobile, Yasuhiko Kawamura, renom- mierter Motorjournalist aus Japan, Birgit Priemer, stellvertretende Chefredakteurin von auto motor und sport, Jason Vogel, Auto- mobiljournalist der brasilianischen „Globo“, Sven Xu, Chefredakteur der chinesischen Car & Driver, Ronald Ihrig, Gründer von Ihrig Design, und als technischer Berater Jean-Pierre Lamour, Michelin.

Michelin Challenge Bibendum 2011 in Berlin kürt seine Effizienzmeister Die Gewinner der Rallyes
Drei Rallyes mit 80 Fahrzeugen, Prototypen wie Serienfahrzeuge, bestehend aus E-Mobilen, Modellen mit Hybrid- und Brennstoffzellentechnologie und Fahrzeugen mit modernen Verbrennungsmotoren starteten am Dienstag im Rahmen der Michelin Challenge Bibendum. Die Sieger in zehn Kategorien zeichnen sich durch niedrigen Energiebedarf, niedriges Geräuschniveau sowie geringe Well-to-Wheel- und lokale CO2-Emissionen aus.

In der 300 Kilometer langen Intercity-Rallye Berlin–Linthe–Berlin stellten sich 36 Fahrzeuge in vier Klassen dem Parcours inklusive Zeitprüfungen, Handling-, Brems- und Beschleunigungswertung. In der Kategorie Prototypen setzte sich der Audi A3 TCNG mit Erdgasantrieb an die Spitze, während bei den Serienfahrzeugen der Porsche Panamera S Hybrid die Punkteränge anführte. Unter den Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb siegte in der Intercity-Wertung der Toyota FCHV. Bei den Serienfahrzeugen mit reinem Elektroantrieb sicherte sich der Renault Fluence Z.E. den ersten Platz. Die Stufenhecklimousine, die in wenigen Monaten auf den Markt kommt, erhielt zudem den Preis für die höchste Energieeffizienz.

Michelin Challenge Bibendum 2011 in Berlin kürt seine Effizienzmeister In dem EV-Rennen Linthe–Berlin über 120 Kilometer gingen ausschließlich batteriebetriebene Fahrzeuge in zwei Fahrzeugklassen an den Start. In der Kategorie Concept Cars teilte sich der sportliche E-RA von RaceAbout den ersten Platz mit dem Lupo EL. Der kompakte Volkswagen diente Studenten der Universität Eindhoven als Basis für ihr Batteriefahrzeug mit Elektromotor. In der zweiten Wettbewerbsklasse fuhren gleich drei Fahrzeuge auf den ersten Podiumsplatz: Der Audi A3 e-tron, der Mercedes A Class E-CELL und der Volvo C30 Electric platzierten sich in den Punkterängen gleichauf.

Bei den batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen flossen ebenfalls zahlreiche Sonderwertungen wie Handlingeigenschaften oder Brems- und Beschleunigungsperformance in das Gesamtergebnis ein.

In der innerstädtischen Rallye auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof rollten die unterschiedlichsten Fahrzeuge vom wendigen Elektrozweirad bis zum vollwertigen Fünfsitzer mit großzügigem Kofferraum an die Startlinie. Auf dem 30 Kilometer langen Parcours mussten die Teilnehmer 30 Stop-and-Gos durchführen. Darüber hinaus wurden der Bremsweg, die Beschleunigung und die Geräuschentwicklung bewertet.

Bei den elektrischen Zweirädern setzte sich das ELMOTO des EnBW-Teams an die Spitze. In der Klasse für leichte Vierradfahrzeuge bis 4 kW mit einem Eigengewicht unter 350 Kilogramm ohne Batterie sicherte sich der New M.Go von Microcar den ersten Platz. Unter den Vierradfahrzeugen in der schwereren Ausführung traten Wettbewerber bis 400 Kilogramm (für den Gütertransport bis 550 Kilogramm) gegeneinander an und zeigten ihre Qualitäten als vollwertige Teilnehmer im Stadtverkehr. Den ersten Rang sicherte sich der Mega Multitruck. Als vollwertiger Kompaktwagen siegte bei den Stadtfahrzeugen der Nissan Leaf.

Zu den Ergebnislisten

Michelin Challenge Bibendum 2011 in Berlin kürt seine Effizienzmeister Die Parade am Brandenburger Tor
Über 150 unterschiedliche Fahrzeugkonzepte vom Elektrofahrrad über kompakte Stadtautos mit Batteriebetrieb bis hin zum Überlandbus mit Elektro-Dieselhybrid rollten gestern von der Siegessäule zum Brandenburger Tor. Zum Auftakt der Parade fuhren unterschiedlichste Fahrradmodelle vor, deren Bandbreite von Liegerädern und Tandems bis zu Konstruktionen mit Regenschutz und Beifahrersitz reichte. Reine E-Bikes waren ebenso vertreten wie Pedelecs. Es folgten Prototypen und Concept-Cars, die mit alternativen Antriebstechniken bestückt waren. Auch zahlreiche klassische Serienmodelle vom VW Golf bis zur Mercedes-Benz S-Klasse fuhren auf die Bühne und wechselten sich ab mit bereits erhältlichen Elektroautos wie dem Nissan Leaf oder Citroen i-On. Den Abschluss bildeten die leichten und schweren Nutzfahrzeuge, die ebenfalls mit unterschiedlichsten Antrieben ausgestattet waren.

Studenten- und Publikumstage
Nach Abschluss der Fachtage feiert die Challenge Bibendum in diesem Jahr eine Premiere: Am 21. und 22. Mai öffnet die Veranstaltung ihre Türen erstmals für die Öffentlichkeit, wobei sie sich am 21. Mai gleichzeitig gezielt an Studenten richtet. An beiden Tagen können die Besucher die automobilen Highlights der Zukunft hautnah erleben – zum Beispiel bei kurzen Probefahrten. Ein Höhepunkt der Publikumstage ist die „Eco Driving Challenge“ am 22. Mai. Die bereits ausgelosten Teilnehmer können ihre umweltschonende Fahrweise auf einem 300 Kilometer langen Rundkurs mit einem Audi A8 oder einem Citroën DS3 unter Beweis stellen. Speziell an den akademischen Nachwuchs richtet sich das Angebot, mit Entwicklungsingenieuren, Forschern und weiteren Vordenkern der teilnehmenden Aussteller ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt kostet an beiden Tagen 5 Euro, für Jugendliche unter 18 Jahren und angemeldete Studenten ist der Eintritt frei. Das Familienticket kostet 10 Euro. ADAC-Mitglieder zahlen bei Vorlage ihrer Mitgliedskarte 3 Euro.

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(mk/wattgehtab.com)


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