Mehr als 400 Teilnehmer beim „Dritten Deutschen Elektro-Mobil Kongress“ in Bonn

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Keynote-Vortrag Barry Shrier, Liberty Electric Cars (Bildmaterial: nova-Institut GmbH) Der „Deutsche Elektro-Mobil Kongress“ im World Conference Center Bonn hat sich in den letzten beiden Jahren als führender Fachkongress Deutschlands zum Thema Elektromobilität etablieren können. Am 8. und 9. Juni 2011 fand nun der Dritte Deutsche Elektro-Mobil Kongress statt und konnte über 400 Besucher zählen.

Der Programmschwerpunkt lag in diesem Jahr auf Produktionen, die heute schon laufen oder kurz vor der Serienreife stehen: Fahrzeuge, Energiespeicher, Antriebe, Klimatisierung. Neben Fahrzeugherstellern wie Mitsubishi, Ford und Renault, die ihre aktuellen Serienproduktionen vorstellten, präsentierte Ulrich Kranz das project i von BMW als ganzheitliches Konzept zu nachhaltiger und individueller Mobilität. Barry Shrier, CEO von Liberty Electric Cars, stellte die Antriebsstrangtechnologie und Zellenarchitektur des E-Range Rover vor.

Batterietechnik, Rohstoffe, Smart Grid und Erneuerbare Energie zählten weiterhin zu den Kernpunkten der Diskussion um die Innovation durch Elektromobilität. Der Dritte Deutsche Elektro-Mobil Kongress hat sie in der Parallelsession zur Energieversorgung von Elektrofahrzeugen zusammengefasst. Auch hier lag der Fokus auf bereits für Elektrofahrzeuge produzierende Firmen wie BASF, SGL Carbon SE, Leclanché SA, Johnson Controls und European Batteries.

Abgesehen von der Batterietechnik sind weitere Komponenten für ein erfolgreiches Elektrofahrzeug eine Herausforderung für die Zuliefererindustrie in nahezu allen Bereichen. Hier boten Erfahrungswerte von Firmen wie Continental, Schaeffler, IAV, Siemens und Brusa Orientierung, um den Anforderungen zukünftiger Marktumstellungen zu begegnen. Mit etablierten Pionieren wie dem finnischen Autobauer Valmet kamen Firmen mit langjährigen Produktionserfahrungen von Elektroautos und Komponenten nach Bonn.

Auch das für die Elektro-Mobilität besonders strukturierte Umfeld: Distribution, Netz- und Ladekonzepte, Sicherheitsfragen wurde ausführlich von maßgeblichen Akteuren diskutiert. Die Firma SAP vereint in ihrer „Future Fleet“ die Erprobung einer der ersten Elektrowagenflotten mit der Entwicklung moderner Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) unter Berücksichtigung einer nachhaltigen Energieversorgung. Als Weltpremiere präsentierte die FH Aachen Ec2Go – und spricht dabei von dem weltweit ersten, ausschließlich für Car-Sharing konzipierten Elektro-Fahrzeug mit ganzheitlichem Infrastrukturkonzept.

Luc Perraudin, ElektroFahrzeug-Institut und Wolfgang Tiefensee, MdB und Mitglied des Programmbeirats Dritter Deutscher Elektro-Mobil Kongress (Bildmaterial: nova-Institut GmbH) Die den Kongress begleitende Ausstellung fand erneut direkt vor dem Plenarsaal im Word Conference Center statt. Das Fahrevent bot den Kongressteilnehmern auch in diesem Jahr Gelegenheit, Fahrzeuge unterschiedlichster Unternehmen zu erproben. Aktuelle Fahrzeuge und neue Prototypen konnten dieses Jahr auch auf offener Straße gefahren werden. Unter anderem war das ElektroFahrzeug-Institut mit seinem Tesla Roadster vertreten und sorgte bei den meisten Probefahrten für erstaunte Gesichter.

(mk/wattgehtab.com)


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