Leichtbau: Gewichtsreduzierung um bis zu 50 Prozent durch Hochleistungskunststoffe
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Sonntag, den 14. Dezember 2008 um 13:55 Uhr
Geschrieben von: Markus Pflegerl
Die Forschungsvereinigung Automobiltechnik (FAT) will zur Entwicklung leichterer Fahrzeuge ihren Beitrag leisten, um die CO2-Emissionen weiter zu senken. Mit konsequentem Leichtbau lassen sich im Automobilbau Gewichtseinsparungen gegenüber herkömmlichen Bauweisen von über 50 Prozent erreichen, etwa durch den Einsatz von faserverstärkten Hochleistungskunststoffen.
Generell gilt: Wird das Fahrzeuggewicht um 100 kg verringert, sinkt der Kraftstoffverbrauch um 0,3l/100 km. Die Automobilindustrie verstärkt daher die Produktion ausgewählter Leichtbauwerkstoffe.
Beim FAT-Forum am 9. Dezember 2008 in Frankfurt diskutierten hochrangige Vertreter von Forschungseinrichtungen und der Automobilindustrie ihre Zukunftsvisionen mit mehr als 100 Fachleuten aus Industrie, Wissenschaft und Politik. Ein technischer Schwerpunkt im Fahrzeugleichtbau ist der Einsatz höchstfester Stähle mit verbesserten Gussformeigenschaften. Zusätzlich werden Forschungsstrategien für verbesserte Verarbeitungstechnologien und neue Strukturbauweisen dargestellt.
Wissenschaft und Automobilindustrie untersuchen faserverstärkte Hochleistungskunststoffe und Hybridbauweise. Einzelne Ergebnisse haben bereits gezeigt, dass mit Hochleistungskunststoffverbund je nach Belastungsfall eine Gewichtsreduzierung um bis zu 50 Prozent gegenüber konventionellen Stahlbauweisen erreicht werden kann.
Die Ergebnisse neuester Forschung erlauben den Einsatz von robusten mechanischen Fügetechnologien, z. B. Klebetechnik und deren Kombinationen. Ingenieure in Industrie und Forschung sehen dabei erhebliches Zukunftspotenzial zur weiteren Optimierung im Automobilbau. Im Fahrwerk eignen sich Leichtmetalle wie Aluminium und Magnesium für viele Bauteilgruppen. Neue mechanische Eigenschaften werden unter dem Begriff "Multi-Material-Design" entwickelt. Die Evolution der Bauweisen lässt heute z. B. für Aluminiumstrukturen 30 bis 40 Prozent Gewichtsreduzierung gegenüber Stahl erwarten. Die intelligenten Leichtbau-Konzepte sollen in neuen Generationen von 3-Liter-Autos eingesetzt werden, an denen die deutsche Automobilindustrie arbeitet.
(Quelle: VDA)
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