Kesselbergrennen 2011: Defekt am E-Mini lässt Tesla-Cup auf Öl ins Aus rutschen

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Kesselbergrennen 2011: Defekt am E-Mini lässt den Tesla-Cup auf Öl ins Aus rutschen Bei strahlendem Sonnenschein fand am 07. Mai 2011 das Kesselbergrennen, das 1. Europäische Bergrennen für Rennräder, Elektro-Autos und E-Prototypen statt. Dabei ging es bei den Elektro-Fahrzeugen nicht um die schnellste Zeit, sondern um ein Gleichmäßigkeits-Ergebnis von zwei Läufen.

Der Sieger-Ehrgeiz unseres Teams beim Tesla-Cup, Patrick Zankl, ElektroFahrzeug-Institut und Marita Wittner, Redakteurin bei wattgehtab.com, wurde jäh von Prinz Leopold von Bayern ausgebremst. Justament vor dem zweiten Tesla-Cup-Lauf wollte der Prinz in einem dritten Lauf den Streckenrekord von Hans-Joachim Stuck brechen - dabei platzte das Differential seines E-Mini-Prototypen. Statt bittere Tränen der Verzweiflung ergoss sich Öl auf die Straße und die Feuerwehr machte aus Sicherheitsgründen einen Schlussstrich unter das Rennen.

Die anwesende Tesla-Gemeinde war „really not amused“. Die Stimmen aus dem so unnötig ausgebremsten Fahrerlager schwankten zwischen beißendem Spott und echtem Ärger. Eine  vergessene oder „undichte Windel“ am Prototypen wurde erwähnt, gar eine Absicht unterstellt. Doch dann einigte man sich darauf den Vorschlag zu machen, beim nächsten Rennen die Tollkühnheit und die noch auszureifende Technik einzelner Prototypen am Schluss des Rennens starten zu lassen, um andere nicht zu gefährden und deren Spaß am Rennen zu erhalten.

Doch der Reihe nach. Am Vormittag fanden die Rennrad-Wettbewerbe statt. Am Nachmittag starteten die E-Serien-Fahrzeuge und die E-Prototypen. Insgesamt waren fünf E-Prototypen, 26 Elektro-Serienfahrzeuge und im Twike-Cup 19 Twikes am Start. Für den Tesla-Cup waren über 20 Tesla Roadster aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Kesselberg gekommen. Davon gingen 16 an den Start.

Die Besucher standen erstaunt an der Strecke und trauten ihren Ohren nicht. Ein Flitzer nach dem Anderen zog in atemberaubender Geschwindigkeit vorbei und hinterließ weder Ohrenschmerzen noch üblen Geruch. Beim Durchlaufen durch die Menge bewundernde Kommentare rundum. Ein Geräusch nahm allerdings zu: die Hupe. Auf dem Weg zum Fahrerlager wurde sie sehr oft betätigt. Die Besucher blieben mangels gewohntem Motoren-Geräusch sinnierend, diskutierend, essend oder einfach staunend stehen und erst die Hupe ließ sie nach hinten blicken und zur Seite gehen. Eine neue Erfahrung, die auch für Gesprächsstoff sorgte.

Das Warten bis zum Start konnte man wunderbar auf dem Ausstellungsgelände vertrödeln. Vieles im Zweirad-Bereich, was mit Elektroantrieb versehen ist, war ziemlich übersichtlich ausgestellt und zum Probefahren bereit. Bei Gesprächen mit den Ausstellern war herauszuhören, dass sich die Nachfrage teilweise noch in Grenzen hält, jedoch stetig zunimmt.

Nach einiger Verspätung dann der erste Lauf für den Tesla-Cup. Es galt zwei Läufe mit einer gleichen, oder wenigstens ähnlich gleich guten Zeit zu absolvieren. Da hieß es konzentriert die Kurven-Zwischenzeiten stoppen. Naja, einmal falsch gedrückt und die Zwischenzeit war weg. Aber mit Sportsgeist und einem neuen Plan schaffen wir das schon. In der Warteschlange vor dem Start für den zweiten Lauf kam dann die Hiobsbotschaft aus dem Lautsprecher: Rennabbruch. Okay, unser ElektroFahrzeug-Institut-Wattgehtab-Team belegte mit seiner Einzelzeit den 15. Platz. Wir hätten bestimmt gewonnen, wenn, ja, wenn.

Im Großen und Ganzen war die Veranstaltung gelungen. Ein Manko war die fehlende Information von der Strecke. Wer nicht direkt am Start stand, sondern im Fahrerlager war oder auf dem Ausstellungsgelände, bekam nichts mit. Auch die Besucherzahlen, die sich bei rund 1.000 bewegten, lassen Raum nach oben.

Die Stimmung ist trotzdem positiv und das Rennen wird nach Aussage des Veranstalters voraussichtlich in zwei Jahren wieder stattfinden. Weil der Kesselberg nur einmal im Jahr gesperrt wird, sind nächstes Jahr die Oldtimer dran, die dann den Berg bezwingen wollen.

Ergebnislisten und weitere Fotos unter www.kesselberg-rennen.com

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(mw/wattgehtab.com)


Kommentare 

 
0 #3 2011-05-17 13:53
Des Prinzen Ölspur:



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0 #2 2011-05-17 13:48



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0 #1 2011-05-17 11:07
Mehr Fotos zum Kesselbergrenne n (einschließlich Ölspur) gibt es bei mir im Blog wp.ujf.biz/?p=3888 und hier: bildpresse.ujf.biz/.
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