Filmtipp: Im Solartaxi um die Welt

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Filmtipp: Im Solartaxi um die Welt Filmtipp: Im Solartaxi um die Welt, zu sehen am 1. Weihnachtsfeiertag im deutschen Fernsehen. Louis Palmer hatte als Jugendlicher einen Traum: Ein Solartaxi zu bauen und damit um die Welt zu fahren.

Wattgehtab möchte seine Leser zum Jahresausklang auf einen Filmbeitrag am kommenden 25. Dezember um 13.02 Uhr im ZDF-Infokanal aufmerksam machen. Ein Film, der mit Louis´ Er-Fahrung unser Werte- und Lebensgefühl trifft und (weltum-)spannend beschreibt und passend zum Jahresende unsere Anstrengungen des vergangenen Jahres symbolisiert und uns einstimmt auf ein spannendes Jahr der Elektromobilität 2011.

Hier können Sie sich die Reportage auch in der Mediathek des ZDF anschauen: Link zur Mediathek

 

Von L.Perraudin, Beirat ElektroFahrzeug-Institut:

2007 war es an der Zeit, den Traum von motorisierter aber schadstofffreier Fortbewegung wahr zu machen.

Ohne jede Ahnung, wie ein Solarmobil zu bauen sei, glückte es Louis Palmer, Partner und Mitstreiter zu gewinnen und das solarbetriebene Elektroauto Wirklichkeit werden zu lassen. In Thomas Gottschalk fand er zudem einen kompetenten Begleiter, der das Solartaxi auf der über 53.000 km weite Reise zuverlässig warten und wieder sicher ans Ziel begleiten konnte.

Die fast einstündige Film-Dokumentation zeigt den Weg dieses schier aussichtslos erscheinenden Vorhabens sehr differenziert in vielen Facetten. Zentrale Botschaft ist: Wenn man sich für Etwas begeistern kann, sich voll und ganz dafür einsetzen will, können selbst die größten Hindernisse überwunden werden. Egal ob Weltumrundung im Solareigenbau oder Lösung der weltweiten Mobilitätsprobleme. Palmers Botschaft richtet sich nicht nur an sein privates oder berufliches Umfeld – sie soll schlicht und ergreifend die gesamte Welt erreichen.

Und bereits kurz nach seinem Start ging die Strategie auf und Palmers Team wurde überraschend auf die Insel Bali zur UNO-Weltklimakonferenz eingeladen. Dort wollte man ihn als Solartaxifahrer für die über 200 teilnehmenden Delegierten der Länder dieser Welt engagieren. Es blieben vier Monate, um die Routenplanung anzupassen und von Polen nach Indonesien zu fahren – ausschließlich mit der Kraft der Sonne wohlgemerkt.

Trotz schwieriger Bedingungen und zweier Verkehrsunfälle in Syrien und Indien erreichte Palmer die Insel Bali rechtzeitig zum Klimagipfel und es folgten zwei Wochen geprägt von unendlichen Interviews, Wogen der Begeisterung und der Präsenz in der medialen Weltöffentlichkeit.

Ganz anders auf der nächsten Etappe in Australien, wo die Solarenergie von offizieller Seite offenbar zweitrangig behandelt wird angesichts der weltweit ergiebigsten Kohleförderstätten und auf Jahrhunderte gesichert erscheinende fossile Energieversorgung.

Überwältigendes Interesse hingegen in China: das Solartaxi schaffte es in über 650 Presseberichte landesweit. Unerwarterweise traf Palmer auf ein öffentliches Bewusstsein, bei dem die Solarenergie einen großen Stellenwert eingenommen hat.

Die Erfahrungen aus Australien befürchtete Palmer auch in den USA machen zu müssen. Doch auch hier die Überraschung, dass sich in 10 Jahren sehr viel getan habe. In Hollywood erregte das Solartaxi auch Aufmerksamkeit bei der Prominenz.

Der Höhepunkt und größter Traum Palmers sollte ihm gewiss sein: In New York erwartete ihn Ban Ki-moon, UNO-Generalsekretär, den er auf Bali nicht hat antreffen können.

Palmer hatte die Ehre, ihn von seinem Domizil zum UNO-Hauptquartier zu chauffieren.

Der Überraschungen nicht genug: Wieder in Europa wurde Palmer in Polen auf einer Klimaschutznachfolgekonferenz im Dezember 2008 erwartet. Ohne das Solartaxi technisch darauf ausgelegt zu haben, kämpfte er sich durch die winterliche Kälte zum Ziel durch.

Nach über eineinhalb Jahren solarelektrischer Weltreise erwartete Palmer wieder ein begeisterter und emotionaler  Empfang zu Hause in Luzern.

Die atmosphärische Dichte dieser Filmdokumentation wird erzeugt von der visionären Kraft, dem unbändigen Willen für eine gute Sache zu kämpfen, ohne dass hierbei ein moralischer Zeigefinger erhoben wird.

Was sich die meisten nicht annähernd vorstellen können, wird hier wie selbstverständlich vorgestellt, gelegentlich etwas grenzwertig, aber dennoch so begeistert und begeisternd dokumentiert, dass jedem Zuschauer klar werden dürfte, dass es in naher Zukunft kaum eine Alternative zur regenerativ betriebenen Elektromobilität geben wird.

 

Weitere Informationen zum Film auch unter http://www.solartaxi-themovie.com/

(mk/wattgehtab.com)


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