eCarTec Paris 2011: Frankreich auf elektrischem Erfolgskurs

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eCarTec Paris 2011: Frankreich auf elektrischem ErfolgskursDie eCarTec Paris 2011 findet vom 30. – 31. März 2011 in Paris (Pullman Paris Rive Gauche) statt. Über 30 internationale Aussteller präsentieren sich auf 1.500m² Ausstellungsfläche. 300 Kongressteilnehmer und 2.000 Messebesucher werden erwartet.

Am 30. Und 31. März 2011 treffen sich internationale Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu einem interdisziplinären Technologieaustausch rund um die Elektromobilität in Paris. Sowohl Kongressvorträge, wie auch die dazugehörige Ausstellung bieten eine ideale Möglichkeit, Synergien und Kooperationspotenziale zu identifizieren und somit die Elektromobilität von morgen maßgeblich voranzutreiben.

25 Referenten von Unternehmen wie BMW, EDF, Stedin, Toyota, Dow Kokam, ESA, E.ON, AVERE France oder Groupe Deret schlagen dabei in sechs Fachsessions eine Brücke von Speicherung über Energie & Infrastruktur bis hin zu neuen Business-Modellen - neueste Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung werden ebenso vorgestellt wie aktuelle Markterwartungen und Industrieanforderungen. Über 30 Aussteller, wie Siemens, Bal Seal, European Batteries, ESG, HaWi oder Epyon machen mit ihren Exponaten die Ergebnisse aus den Fachvorträgen greifbar und bieten den Teilnehmern auf 1.500 qm exzellente Anknüpfungspunkte für Fachgespräche mit den Experten.

Politisch flankiert wird die eCarTec Paris durch Gérard Voisin, Mitglied der Assemblée Nationale: „Die französische Regierung schätzt das europäische Wirtschaftsvolumen der Elektromobilität auf ca. 90 Milliarden Euro – mittlerweile ist ein enormer Markt mit vielen Umsatzchancen entstanden, den es jetzt zu nutzen gilt. Auch wird die Elektromobilität unser Fahrverhalten und unsere Beziehung zu Autos grundlegend und nachhaltig verändern.“ Gérard Voisin wird die Conference am 30. März 2011 eröffnen.

Frankreich auf elektrischem Erfolgskurs

Die französische Regierung hat am 9. Februar 2009 den „Pacte Automobile“ veröffentlicht, in welchem sie ihre Absichten und Ziele in der Entwicklung der Elektromobilität konkretisiert. Neben der Gründung einer Arbeitsgruppe zum Ausbau der Infrastruktur enthält das Papier konkrete Zahlen zu den geplanten Fördergeldern. Es sollen insgesamt 250 Mio. € an Krediten für die Entwicklung „grüner Produkte“ bereitgestellt werden. Außerdem wurden sofort 50 Mio. € in den „fonds démonstratuer“ gezahlt, welcher bis 2012 insgesamt 400 Mio. € für die Entwicklung von Prototypen von Elektroautos bereitstellen soll. Zusätzlich unterstützt die französische Regierung den Kauf von Elektroautos mit einem Bonus von 5000 € beim Erwerb eines Autos mit weniger als 60 g/km CO2-Ausstoß (Wattgehtab berichtete).

Als Ziel bis 2012 wurde die Zahl von 100.000 Elektroautos auf französischen Straßen gesetzt.

Am 1. Oktober 2009 präsentierte das Ministerium für nachhaltige Entwicklung einen nationalen Plan zur Entwicklung "sauberer" Autos. Dieser beinhaltet ein Budget von 1,5 Mrd. €, welches von staatlicher Seite bis 2020 in 14 Projekte investiert werden soll. Zusammen mit der Beteiligung von Automobilherstellern und -zulieferern werden Investitionen in Höhe von 4,75 Mrd. € bis 2020 erwartet. Neben den bereits zuvor angekündigten Plänen, wie z.B. der staatlichen Beteiligung beim Bau einer Batteriefabrik nahe Paris durch Renault, wurden neue Ziele gesetzt und bestehende konkretisiert.

Ein Schwerpunkt liegt bei der Entwicklung einer Norm für Ladesysteme und dem Ausbau der Ladeinfrastruktur, wobei lediglich 10 % der Lademöglichkeiten an öffentlichen Orten zu finden sein sollen, die restlichen 90 % sollen sich zu Hause und am Arbeitsplatz befinden. Außerdem wurde die Anschaffung von 100.000 Elektrofahrzeugen durch staatliche und private Unternehmen bis 2015 beschlossen. Als Ziel des Plans sieht die französische Regierung die Zahl von 2 Mio. Elektroautos auf französischen Straßen im Jahr 2020.

Ganz aktuell: Anfang vergangener Woche erhielt die Bolloré-Gruppe eine Förderung in Höhe von 250 Mio € für eine neue Fabrik, die Lithium-Metall-Polymer-Akkus für Elektrofahrzeuge herstellt. Dadurch werden über 300 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Produktion von geplanten 20.000 Batterien pro Jahr soll im Sommer 2012 beginnen.

(mk/wattgehtab.com)


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