e-monday: E-Bikes mit hohen Qualitätsunterschieden

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e-monday: E-Bikes mit hohen Qualitätsunterschieden (Bildmaterial: formfreu.de)Über 200.000 E-Bikes sind 2010 in Deutschland verkauft worden (Wattgehtab berichtete). Wie Werner Gruber, Geschäftsführer von Clean Mobile beim e-Monday am 28. März in München ausführte, interessierten sich in der EU insgesamt etwa eine Million Zweirad-Fans für solche elektrisch angetriebenen Zweiräder. Kein Vergleich zu China, wo im vergangenen Jahr rund 22 Millionen E-Bikes Käufer fanden.

Die Qualität der Gefährte sei allerdings sehr unterschiedlich. Da ein Liter Benzin etwa gleich viel Energie wie 35 oder 40 Kilogramm Lithium-Ionen-Akkus enthält, sind extrem effiziente Batterien, Antriebe und Motorsteuerungen gefragt, um gute Fahrleistungen und Reichweiten zu erzielen. Meist bringen E-Bikes jedoch von der wertvollen Energie nur etwa ein Drittel tatsächlich auf die Straße – 80 Prozent scheinen jedoch möglich. „Man braucht dringend ein Schaltgetriebe, um den Elektromotor stets nahe an seiner optimalen Drehzahl mit höchster Effizienz zu betreiben“, forderte Gruber. Drei Gänge dürften dabei ausreichen.

Ein Hersteller aus Deutschland, der 530 Elektro-Bikes für den „Elektronauten“-Großversuch der EnBW lieferte, ist Elmoto. Geringes Gewicht erreichen die Stuttgarter durch die Verwendung von Fahrrad-Komponenten, wie Elmoto-Vertriebs-Chef Gunnar Balkow ausführte. Bis auf weiteres bleibe es bei einem fest installierten Akku.

Zu den weiteren jungen Unternehmen, die sich bei dem Münchner Treffen der Elektromobilitätsexperten vorstellten, gehörte Frosys Systems. Die Regensburger arbeiten an einem Frontend als Ergänzung für Ladesäulen, berichtete Gesellschafter Andreas Fröschl. Es kommuniziert mit einer „Leitstelle“ als zentralem Managementsystem für Ladesäulen. Ein System, bei dem über RFID, SMS sowie Kreditkarte abgerechnet werden kann, kam bereits im Projekt „Stromplätze für Deutschland“ zum Einsatz (www.stropa.de).

Die Präsentationen der Vortragenden können auf der Homepage des e-monday heruntergeladen werden.

Ab sofort kooperieren die e-Monday-Initiatoren Stefan Kasserra und Dr. Claus Hornig mit dem Fachmagazin Mobility 2.0, wie bei der Veranstaltung Anfang der Woche bekannt gegeben wurde. Die Zusammenarbeit soll die Weiterentwicklung der Networking-Veranstaltung fördern.

Der e-Monday versteht sich als Deutschlands führende interdisziplinäre Netzwerk- und Informationsveranstaltung rund um Elektromobilität für Entscheider aus Wirtschaft, Technik, Wissenschaft und Politik. Sie bringt nationale und internationale Referenten mit einem Fachpublikum aus dem Münchner Raum und dem ganzen Bundesgebiet zusammen. Nach einer aktuellen Befragung sind die meist rund 100 Teilnehmer gleichermaßen an Technik, Praxis, Kunden und Märkten interessiert. Der e-Monday findet jeweils am letzten Montag eines Monats in München statt. Nächster Termin fällt aufgrund der Osterpause auf den 4. Mai 2011.

(mk/wattgehtab.com)(Bildmaterial: formfreu.de)


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