Die Rache des Elektroautos wird kommen – auch in unsere Kinos?

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Die Rache des Elektroautos wird kommen – auch in unsere Kinos? (Bildmaterial: http://www.facebook.com/revengeoftheelectriccar)

Die Macher der 2006 erschienenen Dokumentation Who Killed the Electric Car bringen 2011 ihren neuesten Film Revenge of the Electric Car in die US-Kinos.

Erst nachdem sich 10.000 Fans auf der Facebook-Seite von „Revenge of the Electric Car“ registriert hatten, wurde vergangene Woche der neue Trailer veröffentlicht. Der Film wird im Frühjahr in ausgewählten Kinos in USA anlaufen.

„Wir hoffen, dass wir den Film kurz nach Start auch in Deutschland zeigen können. Wir haben den Trailer bereits in Deutsch untertiteln lassen. Da wir den Vertrieb des Filmes selbst übernehmen, brauchen wir eine Vielzahl von Anfragen, bevor ihn nach Deutschland bringen werden!“, sagt Michelle Kafko, die für den Vertrieb verantwortlich ist, im Wattgehtab-Interview.

Auch Wattgehtab möchte hiermit alle Interessierten dazu auffordern, sich unter folgendem Link zu registrieren und den Film damit in die deutschsprachigen Kinos zu holen:

http://www.revengeoftheelectriccar.com/see-the-film.html

Der neueste Film von Chris Paine soll kein zweiter Teil der erfolgreichen ersten Dokumentation Who killed the Electric Car sein, sondern ein eigenständiger Film, indem vier Gruppen durch vier Persönlichkeiten porträtiert werden, die alle das selbe Ziel haben: dem Elektroauto zum Erfolg zu verhelfen.

Elon Musk von Tesla Motors steht dabei stellvertretend für die neue Generation von Elektroautoherstellern, die ihre Ursprünge nicht in der ehemaligen Automobilhochburg Detroit haben. GM und die verbliebenen Größen der US-Automobilbranche werden durch Bob Lutz repräsentiert. Carlos Ghosn von Renault-Nissan nimmt im Film die Position der internationalen Hersteller ein. Der letzte Akteur im Trailer vertritt den zur Zeit größten Hersteller von Elektrofahrzeugen: die Gruppe der Tüftler und Bastler, die sich ihre Fahrzeuge selbst auf Elektroantrieb umrüsten.

Die Hauptfigur des Films Who killed the Electric Car von 2006 war das Elektroauto EV1. Das EV1 war ein in Serie gebautes Elektroauto von General Motors. Es wurde als Reaktion auf ein 1990 in Kalifornien erlassenes Gesetz zur Emissionssenkung geplant und 1996 auf den Markt gebracht. Es wurden insgesamt 1117 EV1 hergestellt, davon wurden 800 an Kunden mit dem Recht der sofortigen Rückgabe an GM verleast.

Trotz des großen Erfolges stoppte GM die Fertigung und forderte alle Fahrzeuge zur Verschrottung zurück. Lediglich 3 Fahrzeuge, welche späteren Ausstellungszwecken dienen sollen, wurden von der GM-Verschrottungsaktion verschont. .

Vielen Besitzern war das EV1 regelrecht ans Herz gewachsen, sodass die Rückholaktion von GM nicht ohne Protest von statten ging. Nur widerwillig trennen von dem zweisitzigen Elektro-Coupè wollten sich auch einige prominente Hollywood-Schauspieler wie Tom Hanks und Mel Gibson. Kein Wunder also, dass die Gegner der Rückholaktion die Gelegenheit nutzten, eine Inszenierung nach „Hollywood-Manier“ zu organisieren. Regisseur Chris Paine gibt darin vor allem der Mineralöllobby und den Herstellern die Schuld, dass kaum mehr als 1.000 Stück des EV1 den Weg zum Kunden fanden.

(mk/wattgehtab.com)


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