Bewegende Konzepte auf dem Green Venture Summit in Berlin

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Bewegende Konzepte auf dem Green Venture Summit in Berlin Insgesamt 45 Sprecher, davon 15 Vertreter von Start-Up-Unternehmen, hatten am Montag die Gelegenheit den etwa 250 Besuchern ihre Visionen und Projekte vorzustellen. Gründer, Investoren und Unternehmer der Cleantech-Branche nutzten die Möglichkeit für Diskussionen und zur Erweiterung ihrer Netzwerke.

Die Väter des Green Venture Summit, Sarik Weber und Jan Michael Hess, haben es in nur drei Monaten geschafft, eine sehr vielfältige Veranstaltung zu organisieren, die mit einem interessanten Sprecherportfolio viele Bereiche der Cleantech-Branche abdecken konnte.

Das Themengebiet der erneuerbaren Energien wurde vertreten von Projekten wie Desertecs Solarfeldern in den Wüsten Afrikas oder die 600 Meter hohe Windkraftanlagen, wie Philipp Wagner, der Gründer von WindCUBE sie gerne bauen würde. Ein besonders plakativer Vortrag war der von Holger Behrens, der sehr deutlich machte, wie kostbar Süßwasser wirklich ist und wie der Bodenhilfsstoff Geohumus beim Sparen helfen kann, indem er das 40-fache seines Eigengewichtes an Wasser speichert.

Better Place tauchte auf der Agenda gleich zweimal auf, jedoch handelt es sich bei bei der betterplace-Stiftung von Till Behnke nicht um den Betreiber von Batteriewechselstationen, sondern vielmehr um eine Plattform, auf der Menschen, die Unterstützung suchen und Menschen, die helfen wollen, zusammengebracht werden.

Rolf Schumann, Leiter für Business Development von Shai Agassis Better Place, hingegen widmete sich ganz dem Thema E-Mobility und sprach zwar von Batteriewechselstationen, machte aber deutlich, dass dies nur ein kleiner Baustein der Better Place-Strategie sei und nicht mehr als ein „zero emission range-extender“. Better Place möchte die Batterie vom Fahrzeug getrennt behandeln und über ein Subventionsmodell als Verkäufer von Mobilität auftreten. So würde man in Zukunft ein Elektrofahrzeug ohne die Batterie kaufen können, und ähnlich wie bei einem Mobilfunkvertrag über einen Zeitraum von vier Jahren ein Kilometerguthaben erhalten. Dieses Guthaben kann dann entweder für das Aufladen daheim, auf der Arbeit, für den Batterietausch an Batteriewechselstationen oder alternativ z. B. für eine Zugfahrt benutzt werden.

Eine Ladesäule der besonderen Art stellte Hans Harjung von der Firma e-moove vor. Ausgestattet mit einer Windturbine, kann die e-station einen Teil der benötigten Energie selbst erzeugen.

Der Elektroroller-Hersteller Govecs bot den Kongress-Teilnehmer die Möglichkeit Elektromobilität einmal selbst zu erfahren und hatte gleich zwei Roller zur Probefahrt mitgebracht. Die Besonderheit der ausschließlich in Europa gefertigten Roller ist, dass man die Batterien aus dem Fahrzeug nehmen kann, um sie zu Hause oder in Büro zu aufzuladen.

Craig Davis, der Sales and Marketing Director von Tesla Motors, zeigte in seinem Vortrag, dass man auch ohne klassische Werbung und nur durch Online-Marketing und Berichterstattungen der Fachpresse schon 1100 der Elektro-Roadster verkaufen konnte. Einer davon, genauer ein grüner Roadster Sport in der Signature Edition, stand vor der Tür für Mitfahrten bereit. Viele der Kongress-Besucher ließen es sich nicht entgehen den Elektroflitzer am eigenen Leibe zu erleben.

Der StreetScooter der RWTH Aachen ist zwar noch ein weites Stück von der Serienfertigung entfernt, dennoch handelt es sich beim dem Fahrzeug, nicht zuletzt durch den anvisierten Verkaufspreis von nur 5.000 Euro (exkl. Batterie), um ein erfolgversprechendes Konzept (wattgehtab berichtete). Zur Zeit werden Investoren gesucht, um wie geplant 2014 mit der Serienfertigung beginnen zu können.

Der Green Venture Summit am vergangenen Montag war die Auftaktveranstaltung einer Kongressreihe, die in regelmäßigen Abständen stattfinden wird. Die nächste Veranstaltung soll bereits in einem halben Jahr stattfinden und dürfte auch dann wieder ein voller Erfolg werden.

(mk/wattgehtab.com)


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