Weg vom Öl: IEA sieht Versorgungskrise kommen
Unternehmen und Markt
Samstag, den 12. April 2008 um 00:04 Uhr
Geschrieben von: Markus Pflegerl
Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat mit deutlichen Worten vor einer weltweiten Krise bei der Ölversorgung gewarnt.
"Wir sind der Ansicht, dass die Ölproduzenten ihre Fördermenge bedeutend erhöhen müssten, wir sind uns aber nicht sicher, dass sie es tun werden oder können", sagte IEA-Chefökonom Fatih Birol der Zeitschrift "Internationale Politik".
Nach Prüfung aller weltweiten neuen Ölförderprojekte kam die OECD-Behörde zu folgendem Entschluss: "Selbst wenn alle diese bereits finanzierten Projekte in den nächsten Jahren realisiert werden, ist die Gesamtkapazität, die sie an neuer Ölförderung bringen können, zu gering."
Das fehlende Öl wird von Birol auf 12,5 Millionen Barrel pro Tag beziffert, dies entspricht rund 15 Prozent des Weltölbedarfs. "Diese Lücke bedeutet, dass wir in den nächsten Jahren eine Lieferklemme und sehr hohe Preise erleben können", so Birol.
(Quelle: Internationale Politik, n-tv.de; Bildmaterial: IEA)
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