VDE: Hochschulen nicht ausreichend auf das Thema Elektromobilität vorbereitet

Unternehmen und Markt

VDE: Hochschulen nicht ausreichend auf das Thema Elektromobilität vorbereitetDer VDE präsentiert am 08. November auf dem VDE-Kongress "E-Mobility" in Leipzig die Ergebnisse seiner neuesten E-Mobility-Studie.

In der Studie "E-Mobility: Technologien - Infrastruktur - Märkte" geben VDE- Mitgliedsunternehmen und Hochschulen ihre Einschätzungen zu der aktuellen Technologieposition Deutschlands sowie zu Chancen und Herausforderungen der Elektromobilität für den Standort ab. Darüber hinaus wurden 1.000 Verbraucher repräsentativ zur Akzeptanz der E-Mobility befragt. Außerdem sind in die Studie aktuelle Forschungsergebnisse zur Zukunft des Elektrofahrzeugs eingeflossen.

"Neun von zehn Unternehmen in der Elektro- und IT-Industrie sind der Meinung, dass der Trend zu E-Mobility den Bedarf an Elektroingenieuren weiter erhöhen wird. Aber acht von zehn befürchten, ihn nicht decken zu können und greifen dementsprechend bereits jetzt auf Absolventen/innen verwandter Fächer zurück", erklärt Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE). Für 2020 prognostiziert der VDE eine Bedarfslücke. Diese wird sich durch geringe Absolventenzahlen, niedrige Frauenquoten, vermehrtes Ausscheiden älterer Ingenieure und weniger Schulabgänger weiter verschärfen. "Unsere Unternehmen können gerade mal auf einen Pool von 9.000 Absolventen pro Jahr zurückgreifen, das sind entschieden zu wenige", so Zimmer.

Noch ist Deutschland führend in der Elektro- und Automobiltechnik, weil es über eine sehr gute Technologieposition, etwa in der Antriebstechnik und Leistungselektronik, verfügt. Allerdings haben neue Marktteilnehmer wie China in sehr kurzen Zeiträumen bereits beachtliche Erfolge erzielt, beispielsweise in der Batterietechnologie. 67 Prozent der VDE-Mitgliedsunternehmen sind der Meinung, dass die hiesigen Hochschulen nicht ausreichend auf das Thema Elektromobilität vorbereitet sind, 56 Prozent stimmen dieser Aussage vor allem im Hinblick auf die Forschung zu. "Entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Standorts sind die Bereiche Bildung und Ingenieurnachwuchs. Wir müssen dringend mehr in die Forschung und Entwicklung von Schwerpunkttechnologien für Elektroauto und Smart Grid investieren, ansonsten sehen wir nur die Rücklichter unserer Konkurrenz aus dem Ausland", warnt Zimmer.

(mk/wattgehtab.com)


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