VDA lehnt EU-Pläne zur CO2-Reduzierung nach wie vor ab

Unternehmen und Markt

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) lehnt die Pläne der EU-Kommission zur CO2-Reduzierung nach wie vor ab. Verbandspräsident Matthias Wissmann hob gestern (29.Januar 2008) beim World Mobility Forum in Stuttgart noch einmal das Ungleichgewicht zwischen Volumen- und Premiumherstellern hervor, die die deutsche Pkw-Branche besonders hart treffen würde.

Laut Wissmann müsse zum Beispiel Daimler den durchschnittlichen CO2-Wert seiner Fahrzeugflotte um 26 Prozent und damit mehr als doppelt so stark senken wie zum Beispiel der französische PSA-Konzern. Daimler-Fahrzeuge hätten im Schnitt aber nur eine um ein knappes Drittel höhere CO2-Emission als Peugeot und Citroën. Rund ein Drittel der französischen Produkte würde schon heute den Zielwert für das Jahr 2012 erfüllen, betonte Wissmann.


„Auf diesem bequemen Polster könnten sich unsere Wettbewerber jenseits des Rheins ausruhen, während für die deutschen Hersteller die Latte immer höher gelegt wird. Die EU-Kommission hat sich offensichtlich weniger in den Dienst der Klimapolitik, sondern eher in den der frankophonen Industriepolitik gestellt“, sagte der VDA-Präsident. Wenn die 50 Fahrzeuge mit den höchsten CO2-Werten den Kraftstoffverbrauch um 20 Prozent senken, würde das den gesamten CO2-Ausstoß um 0,4 Prozent reduzieren. Wenn hingegen die 50 meistverkauften Modelle den Verbrauch um 20 Prozent senken, entspreche das einer CO2-Minderung von 14 Prozent, rechnete Wissmann vor.

Das EU-Parlament hat sich inzwischen gegen die Pläne ausgesprochen und will die neuen Abgasnormen erst für 2015 festzulegen. Außerdem befürwortet das Europa-Parlament eine Staffelung nach Fahrzeuggewicht. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, ab 2012 den CO2-Ausstoß im Flottendurchschnitt der Hersteller auf einen Grenzwert von 120 g/km festzulegen. Für jedes Gramm darüber sollten die Autokonzerne Strafgelder zahlen.


(Quelle: ar/VDA)



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