Einem Bericht in der gestrigen (21.11.09) Financial Times ist zu entnehmen, dass der Mutterkonzern VW sich über die träge Entwickung des Hybridantriebs bei der Nobelmarke Audi beschwert hat. Die Wolfsburger sind der Ansicht, dass die Ingolstädter Gefahr laufen, wichtige Entwicklungen beim Auto von morgen zu verpassen.
Audi-Chef Rupert Stadler begründetete dies damit, dass der Hybridantrieb nur eine Brückentechnologie darstelle. Frühestens ab 2011 sollen Audi-Kunden den neuen A8 als Hybrid kaufen können. Die Mitbewerber BMW und Daimler statteten ihre Topmodelle dagegen schon jetzt mit einem Hybridantrieb aus. Ganz zu schweigen vom uneinholsamen Vorsprung des Hybrid-Pioniers Toyota, der seine Edelmarke Lexus schon seit 2005 mit Hybridantrieben ausliefert.
Ein Audi-Sprecher sagte, dass die genannten Vorwürfe nicht zutreffen. Die Strategie von Audi sei, die technisch beste Lösung für die Kunden zu bieten, und nicht, der erste zu sein.
"Die neuen Antriebe sind eher eine Frage für die Zukunft, denn heute, morgen und übermorgen wird eine Vielzahl von Kunden noch mit Benzinern und Dieselmotoren fahren", sagte Stadler der "Süddeutschen Zeitung". Auch bei diesen Antrieben gebe es noch zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten. "Hybridmotoren werden eine Brückentechnologie sein, und auf den Elektroantrieb werden wir noch mehr als fünf Jahre warten müssen, bis dort wirklich die ersten großen Volumina sichtbar sind".
(mp/wattgehtab.com)