Toyota schärft Nachhaltigkeitsstrategie und regionale Ausrichtung

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Toyota schärft Nachhaltigkeitsstrategie und regionale Ausrichtung Nachdem Toyota 2010 mit Rückrufaktionen und Schlagzeilen über Sicherheitsmängel zu kämpfen hatte, geht der weltweit größte Autohersteller nun in die Offensive und hat mit seiner Global Vision seine neuen strategischen Ziele vorgestellt. Das Programm sieht vor allem eine deutliche Ausweitung des Angebots an alternativ angetriebenen Fahrzeugen vor. Daneben sind umfangreiche Veränderungen im Management der Toyota Motor Corporation (TMC) geplant, die bereits ab April umgesetzt werden sollen.

Zehn neue Hybridmodelle des Konzerns sollen laut Toyota bis 2015 auf den Markt kommen. Doch bei herkömmlichem Hybridantrieb soll es nicht bleiben: Über den Prius mit Plug-in-Hybrid-Technik hinaus, der laut Toyota 2012 auf den Markt kommt und weniger als 60 g CO2 emittiert, plant Toyota eine Reihe von weiteren Plug-in-Hybrid-Modellen. Außerdem sollen brennstoffzellen- sowie batteriegetriebene Elektrofahrzeuge auf den Markt gebracht werden. Neben der Fokussierung auf Hybrid- und Elektrofahrzeuge will Toyota aber auch den klassischen Verbrennungsmotor weiter in Richtung Wirtschaftlichkeit entwickeln.

Im Rahmen des Genfer Automobilsalons wurde zudem bekannt gegeben, dass Toyota bis Anfang 2020 in allen zentralen Baureihen ein Hybridmodell anbieten will. Der Kleinwagen Yaris HSD Hybrid soll etwa in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 auf den Markt kommen, darüber hinaus wurde ein Elektro-Prototyp auf Basis des Toyota iQ vorgestellt, der ab 2012 in Europa, Japan und China auf den Markt kommen soll, wie Auto-Motor-und-Sport berichtete. Bereits vor mehreren Jahren hatte Toyota für 2010 eine Jahresproduktion von mehr als einer Million Hybridfahrzeugen angestrebt. Diese wurde nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr erreicht.

Über die Produktpolitik hinaus strebt Toyota Änderungen in Management, Produktion und Vertrieb an. So soll bis 2015 die Hälfte des Absatzes auf den aufstrebenden Märkten der Schwellenländer getätigt werden; dieser Anteil lag 2010 noch bei 40%. Außerdem visiert das Unternehmen eine Produktion „vor Ort“ an, wobei auch Fahrzeuge der Subkompakt-Kategorie entwickelt werden sollen.

Um Kundenfeedback schneller verarbeiten zu können und besser auf regionale und gesellschaftliche Anforderungen zu reagieren, soll es Änderungen bei der Struktur von Organisation und Vorstand geben. Dieser wird von 27 auf 11 Mitglieder verkleinert und die derzeitige Drei-Ebenen-Struktur schrumpft zu einer Struktur aus zwei Ebenen, indem die Ebene der Officers für Konzernangelegenheiten gestrichen wird. Im Gegenzug sollen die Regional Chief Officers, die für die jeweiligen Regionen zuständig sind, außerhalb Japans stationiert werden; ihre Anzahl steigt von 13 auf 15. Außerdem plant Toyota die Einrichtung von regionalen Beratungsgremien in Nordamerika, Europa und Asien.

(sv/wattgehtab.com)

 

 


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