Tesla zieht in das Silicon Valley um und will Elektroauto für unter 30.000 USD bauen

Unternehmen und Markt

tesla-logo Der Tesla Roadster, der aufgrund seines Kaufpreises von mehr als 100.000 Dollar zu den exklusiveren Fahrzeugen auf unseren Straßen zählt, ist zugleich auch das bisher einzige Modell des US-amerikanischen Herstellers Tesla.

Mit den jetzt bekannt gemachten Plänen des Autobauers für die nächsten sechs Jahre könnte Tesla jedoch bald zu den ganz großen gehören. Dabei will Tesla die Niedriegzins-Kredite in Höhe von 465 Millionen Dollar, die vom U.S. Department of Energy kommen, in die Produktion von erschwinglichen Familienlimousinen investieren. Genau wie beim Roadster wird es sich dabei um Elektrofahrzeuge handeln.

Ein Großteil des Geldes wird in die Umsiedlung an den neuen Standort in Palo Alto im Silicon Valley fließen. An dem neuen Standort soll die Antriebstechnik für die Elektrofahrzeuge von Tesla und aber auch anderen Herstellern entwickelt und hergestellt werden und somit die Verfügbarkeit von Serien-Elektrofahrzeugen vorantreiben. Bis Ende des Jahres wird auch die Firmenzentrale von San Carlos in das ehemalige Gebäude von Hewlett-Packard und Agilent Technologies umgezogen sein. Das 32.500 m² große Gebäude soll zunächst etwa 350 und später bis zu 650 Beschäftigten Platz bieten. Ein weitere Produktionsstätte soll in Kalifornien entstehen, wo der nächste Tesla-Sprössling, der Model S gebaut werden soll.

Geplant ist, 2011 mit der Produktion des Model S zu beginnen, in der bis zu fünf Personen Platz finden können. Die Beschleunigung soll bei unter 6 Sekunden von 0-100 km/h liegen und die Reichweite wird etwa 480 Kilometer betragen. Der Basispreis für diese Elektro-Limousine liegt bei 57.500 Dollar und Tesla nimmt bereits Vorbestellungen entgegen. In den USA fällt dieser Preis durch den aktuellen Steuerbonus für Elektrofahrzeuge um 7.500 Dollar geringer aus, wodurch der Einstiegspreis nur noch 49.900 Dollar beträgt. 

Bis 2016 soll es ein weiteres Modell geben, welches für unter 30.000 Dollar zu haben sein wird und somit Tesla auf die gleiche Stufe mit anderen wichtigen Autobauern stellen würde.

Die etwa 1.000 Fahrzeuge vom Typ Roadster, die Tesla bauen will, werden vom Model S mit anvisierten 20.000 Einheiten und später vom 2016er-Modell mit mehr als 100.000 Stück deutlich übertroffen, so hofft Tesla.

Der Hauptkonkurrent Fisker hat ebenfalls ehrgeizige Pläne und will seine geplante Karma Luxus-Limousine mit Plug-In-Hybridtechnik auch als alltagstaugliche Familienversion auf den Markt bringen. Eine preiswerte, für die Massen erschwingliche Version ist ebenfalls angekündigt. Anders als bei Tesla mit seinen rein elektrischen Antrieben, setzt Fisker aber auf die Plug-In-Hybrid-Technik.

(mk/wattgehtab.com)

 


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