Spitzenmanager warnen vor Elektroauto-Euphorie
Unternehmen und Markt
Montag, den 18. Mai 2009 um 22:13 Uhr
Geschrieben von: Markus Pflegerl
Bis zu einer breiten Elektrifizierung des Automobils werde „noch viel Zeit vergehen“, erklärte jetzt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Franz Fehrenbach, anlässlich einer Veranstaltung der Bosch-Gruppe.
Fehrenbach hält es deswegen für verantwortungslos, anderes zu behaupten, „aus welchen Gründen auch immer“. Das versunsichere Märkte und Verbraucher und gefährde dadurch Arbeitsplätze.
VW-Chef Martin Winterkorn unterstützt den Bosch-Chef in einem Interview mit dem Branchen-Informationsdienst „PS-Automobilreport“: „Da hat Herr Fehrenbach vollkommen recht, weil die Batterien, die es heute gibt, noch nicht die Leistungsdichte haben, die wir benötigen. Niemand wisse, wie lange es dauern werde, bis man kostengünstigere, bessere und natürlich sichere Batterien habe. „Warten wir das nächste Jahrzehnt ab.“
Offenbar haben viele Autofahrer in Deutschland von der anhaltenden Berichterstattung der Medien zum Thema Elektroantrieb tatsächlich abgeleitet, dass diese Antriebsalternative greifbar nahe sei. Ein gutes Drittel der Autofahrer im Lande rechne schon „in drei bis fünf Jahren mit massentauglichen Elektrofahrzeugen“, fast zehn Prozent gar schon in den nächsten zwei Jahren. 8,8 Prozent der Anfang 2009 Befragten – originellerweise insgesamt 999 Autofahrer – waren gar der Überzeugung, dass es marktreife Elektroautos bereits heute gebe. So eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS/Infratest im Auftrag von Continental.
(Quelle: ar/WR)
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