Spitzenmanager warnen vor Elektroauto-Euphorie

Unternehmen und Markt

bosch-franz-fehrenbach Bis zu einer breiten Elektrifizierung des Automobils werde „noch viel Zeit vergehen“, erklärte jetzt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Franz Fehrenbach, anlässlich einer Veranstaltung der Bosch-Gruppe.

Fehrenbach hält es deswegen für verantwortungslos, anderes zu behaupten, „aus welchen Gründen auch immer“. Das versunsichere Märkte und Verbraucher und gefährde dadurch Arbeitsplätze.

VW-Chef Martin Winterkorn unterstützt den Bosch-Chef in einem Interview mit dem Branchen-Informationsdienst „PS-Automobilreport“: „Da hat Herr Fehrenbach vollkommen recht, weil die Batterien, die es heute gibt, noch nicht die Leistungsdichte haben, die wir benötigen. Niemand wisse, wie lange es dauern werde, bis man kostengünstigere, bessere und natürlich sichere Batterien habe. „Warten wir das nächste Jahrzehnt ab.“

Offenbar haben viele Autofahrer in Deutschland von der anhaltenden Berichterstattung der Medien zum Thema Elektroantrieb tatsächlich abgeleitet, dass diese Antriebsalternative greifbar nahe sei. Ein gutes Drittel der Autofahrer im Lande rechne schon „in drei bis fünf Jahren mit massentauglichen Elektrofahrzeugen“, fast zehn Prozent gar schon in den nächsten zwei Jahren. 8,8 Prozent der Anfang 2009 Befragten – originellerweise insgesamt 999 Autofahrer – waren gar der Überzeugung, dass es marktreife Elektroautos bereits heute gebe. So eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS/Infratest im Auftrag von Continental.

(Quelle: ar/WR)

 


Kommentare 

 
0 #22 Wilfried Michalski 2009-06-15 15:53
Ach ja, die werten „Spitzenmanger“ mit ihren gezielten „Warnungen“. Da brauchte es nicht einmal zehn Tage, bis der „verantwortungs lose Marktverunsiche rer und Arbeitsplatzgef ährder“ lesen durfte, dass Herr Winterkorn selbst nicht gedenkt „das nächste Jahrzehnt abzuwarten“: „Volkswagen und der chinesische Autohersteller BYD (Build Your Dreams) prüfen die Zusammenarbeit bei der Elektromobilitä t. Eine entsprechende Absichtserkläru ng unterzeichneten BYD-Vorstandsvorsit zender Wang Chuanfu und VW-Chef Prof. Dr. Martin Winterkorn.“

Von daher denke ich, dass man hinter den Vorhängen der offiziellen Verlautbarungen schon ganz woanders ist...und bestenfalls diverse Symposienmultip likatoren und Veranstaltungsb erichterstatter mit den pässlichen Nachrichten versorgt

Trotzdem oder gerade deswegen
unentwegt sonnig
Wilfried

www.dachscheich.com
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0 #21 2009-06-15 13:50
Herzlichen Glückwunsch Herr Fehrenbach und Herr Winterkorn.

Ich denke Sie sind jetzt am Zug die schon "verpennte" Zeit reinzuholen.
Ich werde mir auf jeden Fall keinen Neuwagen mit Verbrennungmoto r mehr kaufen, wäre aber auf der Stelle bereit für einen reinen Elektro Zweitwagen eine deutlich höheren Preis zu zahlen.
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0 #20 2009-06-06 17:34
Salü schrieb:
"Wer sich für ein brauchbares EV entscheidet muß seine Einstellung zum Fahren eh ändern."

Und ganau das ist, so lange Bezin irgendwie zu bezahlen ist, ein KO-kriterium wenn es wie oben gesagt um Fahrzeuge für die *Masse* handelt. Das sieht man ja schon daran, wie viele Autofahrer heutzutage eine spritsparrende Fahrweise haben.
Und bis es den Golf als reines E-Fahrzeug mit einer Reichweite von >600 km, dem Aufladen in 10 Minuten an jeder Tangstelle und das zu einem Basispreis von etwa 18.000 ¬ gibt vergehen sicherlich mehr als 5 Jahre. Alleine für das Tankstellennetz müssen Umfangreiche Invetitionen in das Versorgungsnetz getätig werden und dort wird mit Lebenserwartung en von > 30 Jahren gearbeitet.
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0 #19 2009-05-24 11:32
Hallo Zusammen,
Ich habe mir mal das Twike angesehen hm.. was soll ich sagen ..
es scheint wohl mindestens 10.000 Euro überteuert zu sein und von
der Sicherheit mal garnicht reden.... So ein Fahrzeug kauft sich
niemand "der ganz normal Fahren will".... oder ?? mal Hand auf´s Herz.

um nochmal auf den Artikel zu kommen....
Ich denke die das EV wird zum Teil falsch gesehen, denn es wird fast
immer vorausgesetzt: " Das EV ist ein Stadtauto "
Aus meiner Sicht stimmt das nicht, denn eigentlich ist das EV ein "Pendlerauto".
Der Verkehr in/aus der Stadt ist wichtig nicht der Verkehr "der Stadteinwohner".
In der Regel ist es auch so, das dann die ggf. nötige Ladeinfrastrukt ur weitaus
einfacher aufgebaut werden kann oder ggf. garnicht benötigt wird. Ich kann auch
zur Not mit einem Verlängerungska bel aus dem Keller laden.
"Es muß erst eine Ladeinfrastrukt ur aufgebaut werden " ist auch so ein Verhinderungssp ruch.
Ein EV mit Kaufanreiz sollte mindestens dem I-Miev oder dem Think OX entsprechen frei nach dem Motto: "Einsteigen losfahren....". Außerdem denke ich, daß die "Reichweite mit Kaufanreiz" wohl bei mindestens 200 km liegt... und wenn nur wegen der Sicherheit ist.
Wer sich für ein brauchbares EV entscheidet muß seine Einstellung zum Fahren eh ändern.
Eine "Akkuswechselsta tion" wie Beterplace vorgestellt hat habe ich vor etwa 2 Jahren meiner Firma vorgeschlagen...Ergebins ist habe den Vorschlag zurückbekommen mit der Bemerkung..."wir wollen keinen Entwicklungsbau m blockieren..." soviel zum Thema Innovation in Deutschland.
Gruß Salü
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0 #18 2009-05-24 03:08
Von den Zahlen her passt es...ungefähr.
Beim Smart ForFour 6 Liter Diesel anzunehmen kommt mir etwas übertrieben vor. Ich bin den Wagen noch nicht gefahren, bin aber mit mehreren Dieseln >100PS mit 5 Litern oder weniger in der Praxis ausgekommen. Der Smart Forfour war glaube ich mit 4,6-4,8 Litern angegeben, je nach Schaltung.
Einfach mal anzunehmen, dass man für 250€ im Jahr das Auto wäscht und den Wert beim Twinke zu halbieren finde ich unangebracht - ich hab letztes Jahr für 60€ gewaschen. Und 200€ für Parken, Landkarten ... äh, neee. Landkarten = 0, Parken war bei mir letztes Jahr unter 20€.
Also da ist etwas schöngerechnet worden. Aber gut - ist nicht dramatisch, sind keine großen Beträge.
Mir fällt aber auf, dass das Twike enorm hohe Kosten durch Wertverlust hat. Die Betriebskosten hätte ich auch deutlich niedriger vermutet.
Die verglichenen Benziner machen das natürlich durch ihren Spritkonsum wieder mehr als wett.
Der Diresel hat mit dem Wertverlust durch seinen hohen Einstiegspreis zu kämpfen. In der Realität bezahlt man bloß halt nicht den Listenpreis. Und wie schon vermutet, beim gebrauchten Diesel sieht die Rechnung da völlig anders aus.
Wer für 7000 kauft kann halt keine 14000 Wertverlust in 6 Jahren mehr haben.

800km am Stück ... ja, kann ich heute. Auch mehr, mit etwas vorsichtigem Gasfuß.
Ein Volt/Ampera/Prius Plug-in-Hybrid könnte das aber auch!
Brauche ich >100km? ... ja! Ich habe sehr oft Strecken die 100km haben und wo es am Ziel keine Lademöglichkeit gibt. Ich habe auch 700km Strecken für die es keine gescheite Bahnverbindung gibt. Und wenn man doch die Bahn nimmt handelt man sich neben einem riesigen Zeitverlust massive Kosten ein die deutlich über denen des Autos liegen, und zwar wenn man alleine fährt (mit diesem 29€-Ticket scheint es wie mit dem Monster von Loch Ness zu sein ... man munkelt es solle da was geben...aber wenn man es denn braucht ist doch nur das 196€ Angebot der 2. Klasse da. Schönen Dank auch!).
Selbst wenn ich das alles in Kauf nehmen würde hab ich am Ziel ein Problem wenn ich da viele kleine Strecken in ein oder zwei Wochen zu fahren habe die man sogar elektrisch bewältigen könnte - aber was nützt mir das wenn ich mein Auto ganz woanders stehen habe?
Die Zauberformel heißt Rangeextender und auf einmal verliert das E-Auto seinen größten Nachteil, auch wenn es nur noch 95% seiner Strecken lokal emissionsfrei fährt. Gegenüber 0% heute ist das aber doch schon ein Fortschritt, oder?

Ich kenne keinen Twikefahrer und weiß nicht wie deren Leben aussieht. In meinem gibt es aber immer wieder spontane Strecken die mit so einem Fahrzeug nicht möglich sind.
Vielleicht sieht das in einigen Jahrzehnten als Rentner anders aus, aber bis dahin ists bei mir nichts mit einem Farzeug wie dem Twike.
Elektrisch fahren würde ich aber trotzdem gerne und technisch möglich sollte das eigentlich auch sein.
Nur eben nicht mit Fahrzeugen die man heute kaufen kann.
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0 #17 2009-05-24 00:39
Komisch die Webseite fügt ein Platzhaler hein wenn der Link gemeldet wird..
Einfach nach '....carforum.com/ den Leerschlag entfernen. Dann passts...

"...ecocarforum.com/eco-car-forums.html? tx_m..."
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0 #16 2009-05-24 00:35
Der Link müsste gehen
http://www.ecocarforum.com/eco-car-forums.html? tx_mmforum_pi1[action] =list_post&tx_mmforum_pi1[tid]=262
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0 #15 2009-05-24 00:32
Hallo,
Das Twike für 30k € ist eine Luxusvariante. Es geht auch für etwas weniger. Dann allerdings verkürzt sichdie Reichweite. Natürlich kann ein Twike es auch nicht mit dem Komfort eines Kleinwages aufnehmen. Die Betriebskosten sind allerdings so tief und die Abschreibung so gering dass es preislich durchaus mithalten kann - mit Komfortabstrich en natürlich.
Leider hat uns die Autoindustrie eingebrockt 800km am Stück fahren zu können. Und jetzt meinen alle, wenn das mit dem E-Auto nicht geht, dann lieber nicht. 100km reichen völlig aus, der Rest kann man mit der Bahn oder mit Car-Sharing erledigen. Ein E-Panda oder Clio z.B. hat alles was ein Kleinwagen braucht und kommt über die Jahre nicht teurer als sein Verbrennungsmot or-Kollege. Plus: Wieviel Wert ist die Umwelt und der Wille umzudenken? Da wird es schwierig jeden Penny zu zählen. Wo es hinführt wenn dasGeld regiert, haben wir alle kürzlich schmerzlich erfahren dürfen...
Hier ein Kostenvergleich TWIKE - Kleinwagen:
http://www.ecocarforum.com/eco-car-forums.html?tx_mmforum_pi1[action]=list_post&tx_mmforum_pi1[tid]=262

Grüsse
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0 #14 2009-05-24 00:10
@Stefan
Ist mir irgendetwas entgangen oder von welchen Fahrzeugen sprichst Du?
Das Twike stattet man sich mal eben auf deutlich über 30.000€ aus. Welcher Kleinwagen soll denn da den Vergleich bilden? Ein Mini Cooper S Cabrio mit Vollausstattung ?
Das sind Preisregionen die für die meisten Menschen nicht erschwinglich sind und dann erfüllen die Fahrzeuge gerade mal mit viel gutem Willen die Anforderungen von Zweitfahrzeugen .
Ein junges Paar ohne großes Mobilitätsbedür fnis mag im Alltag mit dem Twike vielleicht hinkommen - kommt ein Kind dazu ists schon vorbei. Zu Weihnachten die 300km entfernten Eltern besuchen ist auch ohne Kind nicht drin.
Mehr als ein Zweitfahrzeug kann die Kiste nicht sein - und das bei einem Preis der fast an den Mercedes SLK ranreicht.
Es ist auch ein Unterschied, ob man 30.000€ für ein AUTO das man für den Alltag braucht zusammenkratzen kann oder ob mann das Geld so über hat, dass es einem nichts ausmacht, dass das Fahrzeug eben diverse Situationen nicht abdecken kann.

Bei einem Opel Ampera sähe das schon anders aus. Teuer wird er bestimmt, aber er wird erstwagentaugli ch sein. Und das ändert alles. Vielleicht kommt Toyota auch vorher mit dem Plug-In-Prius, und dann wird es langsam interessant. Wenn dann noch Daimler bzw. Tesla die E-Klasse auf den Markt schmeißt, idealerweise noch mit dem CDI des Smart Fortwo als RangeExtender, dann kann man schon dast von Auswahl sprechen.
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0 #13 2009-05-23 23:30
Warten ist keine Lösung. Der Ankaufspreis heuter e-Mobile ist höher als der von Modellen mit Verbrennungsmot or. Keine Frage. Die Betriebskosten bzw. im Kostenvergleich schneiden beide etwa gleich ab. Ein Twike kostet nicht mehr als ein sportlicher Kleinwagen. Natürlich gilt dieser Vergleich nur wenn neu mit neu verglichen wird. Ein alter Kleinwagen ist wohl die kostengünstigst e Variante, da kann auch kein E-Mobil mithalten. Aber mal ehrlich, die wenigsten entscheiden sich für diese Variante... Wenn also ein Neukauf ansteht, gibt es keine Entschuldigunge n. Es gibt si die E-Autos, auch wenn nicht in grosser Auswahl. Dafür ist man sowas wie ein Pioneer und das Ganze macht Spass!
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