Renault-Nissan Allianz startet Serienproduktion von Elektroautos ab 2011

Unternehmen und Markt

renault-nissan-logoAb Mitte 2011 sollen in Israel serienmäßig produzierte Renault Modelle mit reinem Elektroantrieb erhältlich sein. Die Elektrofahrzeuge werden auf künftigen Modellen des Herstellers basieren und mit modernen Lithium-Ionen-Batterien ausgestattet sein, welche zusammen mit dem Allianz-Partner Nissan und dem japanischen Batteriehersteller NEC Group entwickelt werden.

Dies sieht eine Vereinbarung zwischen der Renault-Nissan Allianz und dem US-amerikanischen Unternehmen Project Better Place vor. Die Risikokapitalgesellschaft organisiert den Aufbau und den Betrieb der erforderlichen Infrastruktur in Israel mit speziellen Lade- und Batteriewechselstationen. Renault liefert die Elektrofahrzeuge. Die israelische Regierung unterstützt das Pilotprojekt und stellt den umwelt-bewussten Käufern Steuervergünstigungen bis zum Jahr 2019 in Aussicht.


Bei den Elektroautos handelt es sich um Null-Emissionen-Fahrzeuge. Sie sollen die gleichen Fahrleistungen erreichen wie vergleichbare Autos mit herkömmlichem 1,6-Liter-Benzinmotor.

Ladeinfrastruktur
Project Better Place will in Israel ein flächendeckendes Netzwerk von 500.000 Ladestationen errichten, an denen die Fahrzeugbatterien aufgeladen oder ausgewechselt werden können. Das in die Fahrzeuge integrierte Computersystem zeigt nicht nur den Ladezustand der Batterie an, sondern weist per GPS-Navigation auch den Weg zur nächstgelegenen Ladestation. Weiterer Clou: Das vollautomatische Wechseln einer leeren gegen eine voll geladene Batterie soll nur so lange dauern wie ein herkömmlicher Tankvorgang, so dass die bislang üblichen langen Lade- und damit auch Wartezeiten entfallen.

Idealer Testmarkt
Für die Einführung des Elektroautos in den Serieneinsatz bietet das flächenmäßig kleine Land Israel die idealen Voraussetzungen: Rund 90 Prozent der Fahrzeughalter legen täglich weniger als 70 Kilometer zurück. Die größeren Zentren liegen kaum 150 Kilometer voneinander entfernt, 55 Prozent der Pkw sind in der Hauptstadt Tel Aviv zugelassen. Mit batteriebetriebenen Fahrzeugen ließe sich der Transportbedarf dieses Landes daher optimal abdecken.

Auf Grund der langen Sonnenscheindauer lassen sich mit Solarzellen pro Jahr durchschnittlich 2.000 Kilowattstunden Energie je Quadratmeter Panelfläche erzeugen. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 25 Kilowattstunden je 100 Kilometer und einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern würden 15 Quadratmeter Panelfläche ausreichen, um den jährlichen Energiebedarf eines Elektroautos umweltfreundlich zu erzeugen.

Ziel des im Oktober 2007 gegründeten, privat finanzierten Unternehmens Project Better Place ist der Aufbau einer umfassenden Infrastruktur für den Betrieb von Elektrofahrzeugen. Vorstandsvorsitzender von Project Better Placer ist der gebürtige Israeli Shai Agassi, früher im Vorstand des deutschen Software-Giganten SAP tätig.


(Quelle und Bildmaterial: Renault Deutschland AG)



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