Primärenergiebedarf von Antriebsalternativen
Unternehmen und Markt
Montag, den 18. Juni 2007 um 23:16 Uhr
Geschrieben von: Markus Pflegerl
(Quelle: Contexo) Auf dem ContexoWiki-Portal gibt es einen interessanten Vergleich des Primärenergiebedarfs verschiedener Antriebsvarianten für Personenfahrzeuge. Am Rad verbrauchen alle Fahrzeuge gleich viel Energie. Die Wirkungsgradkette ist maßgebend für den Verbrauch von Primärenergie. Das Elektrofahrzeug, betrieben mit erneuerbarer Energie, ist das mit Abstand effizienteste motorisierte Fortbewegungsmittel.
Der Primärenergiebedarf umfasst zusätzlich zum eigentlichen Energiebedarf an einem Energieträger die Energiemenge, die durch vorgelagerte Prozessketten bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung des Energieträgers benötigt werden. In der Vergangenheit basierte 85% der Primärenergie auf Kohlen-Wasserstoff-Trägern (Erdöl, Erdgas, Kohle). Erneuerbare Energiequellen liefern im Gegensatz dazu hauptsächlich Wärme und Strom. Deshalb müssen zukünftige Verbraucher, welche nicht niederwertige Wärmeenergie verwerten können, auf eine Stromquelle ausgerichtet sein.
Die Grafik zeigt weiters:
Das Wasserstofffahrzeug benötigt zu viele und ineffiziente Energieumwandlungsschritte. Dies zeigt, dass es wenig Sinn macht, zuerst Wasserstoff aus Strom zu erzeugen und später aus Strom wieder Wasserstoff zu erzeugen. Jeder Schritt hat große Verluste. Allein durch das Speichern von Wasserstoff (Druckspeicher oder Verflüssigung) geht rund ein Drittel verloren.
Wird ein Elektrofahrzeug mit Strom aus fossilen Kraftwerken betrieben, ist der Primärenergiebedarf in etwas gleich groß wie bei einem Dieselfahrzeug. Allerdings wenn später mehr und mehr erneuerbare Elektrizität zur Verfügung steht, werden die Elektrofahrzeuge übergangslos umweltfreundlicher.
Alle Methoden mit Verbrennungsmotor sind ab Sekundärenergie etwa gleich schlecht. Sie unterscheiden sich aber beträchtlich in der Umwandlung der Primär- zur Sekundärenergie. Dies ist besonders fatal, da der Konsument nicht unmittelbar davon betroffen ist.
Hybridfahrzeuge stellen einen Kompromiss dar. Diese werden allerdings mit fortschreitender Batterietechnologie immer grössere Elektromotoren bekommen und immer kleinere Verbrennungsmotoren. Bis dann der Verbrennungsmotor nur noch für Langstrecken oder gar nicht mehr eingesetzt wird. Auf diese Weise kommen wir übergangslos vom Hybrid- über das Plug-in-Hybrid- zum Elektrofahrzeug.
Alle Werte sind umgerechnet auf Liter Benzin pro 100 km.
Eckdaten: Fahrzeug 1500 kg; Energiebedarf am Rad: 100Wh/tkm (Wattstunden pro Tonne und Kilometer)
Bildmaterial: contexo.net
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