Porsche beugt sich der Klimadiskussion
Unternehmen und Markt
Sonntag, den 18. März 2007 um 15:19 Uhr
Geschrieben von: Markus Pflegerl
Porsche-Entwicklungschef Wolfgang Dürheimer über umweltfreundlichere Fahrzeugantriebe. Porsche wird nur einzelne Fahrzeuge mit Hybridtechnik anbieten. Ebenfalls rückt Porsche ein Stück von seiner strikten Ablehnung der Dieseltechnik ab, die Unternehmenschef Wendelin Wiedeking noch auf dem Genfer Autosalon bekräftigt hat.
Die ersten konkreten Ideen für den Hybridantrieb des Geländewagen Cayenne wurden bei Porsche bereits im Herbst 2005 diskutiert. Jedoch wurden diese nur zögernd aufgegriffen, weil ein Hybridantrieb nur sehr schwer in ein vorhandenes Fahrzeug einzubauen ist. Anders schaut es bei der geplanten Sportlimousine Panamera aus, dort stand eine Hybridisierung schon im Lastenheft.
Eine Hybridvariante des künftigen Elfer und Boxster ist jedoch noch ungewiss, weil das Lastenheft für diese Sportwagen noch nicht geschrieben ist. Im Detail steht die Hybridtechnik des Panamera noch nicht fest, die Bandbreite reicht von einer Start-Stopp bis hin zum Vollhybrid. Tatsache ist jedoch, dass in allen Lastenheften für neue Modelle die Verbrauchs- und Emissionsreduzierung eine ganz wesentliche Rolle spielt.
Derzeit gibt es noch kein Projekt bei Porsche mit einem Dieselaggregat, wenn überhaupt, würde sich dies bei einem SUV wie dem Cayenne sicher am ehesten anbieten. Die Porsche-Flotte emittiert derzeit im Schnitt 289 Gramm CO2 pro Kilometer. Der Boxster wird das Einstiegsmodell bei Porsche bleiben, ein Kleinwagen kommt für Porsche nicht in Frage. Mit einer Kleinwagen-Produktion würde Porsche ein anderer Hersteller werden, erklärte Dürheimer. Deshalb setzen wir uns bei Porsche dafür ein, dass die EU-Kommission einerseits einen CO2-Grenzwert für die gesamte europäische Autoflotte festsetzt, und dass gleichzeitig für jedes Fahrzeugsegment Zielwerte vorgegeben werden, die ruhig ambitioniert sein können.
Fotoquelle: accipiter1 (flickr.com)
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