Nissan startet mit NEC Fertigung von Lithium-Ionen-Akkus

Unternehmen und Markt

nissan-logo_nceDas Batterie-Joint-Venture zwischen Nissan, dem Elektronikkonzern NEC und der NEC-Tochter NEC TOKIN zur Entwicklung und Produktion von Lithium-Ionen-Batterien für den Einsatz in Automobilen hat seine Arbeit aufgenommen. Vor rund einem Jahr hatten die beteiligten Partner die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Automotive Energy Supply Corporation (AESC) angekündigt.

AESC wird fortschrittliche Lithium-Ionen-Akkus für eine Vielzahl automobiler Anwendungen wie Hybridantriebe, Elektroantriebe und Brennstoffzellen-Fahrzeuge entwickeln und in Serie fertigen. NEC und NEC TOKIN werden dazu ihre Kompetenz in der Batterietechnologie und Elektrodenherstellung zur Verfügung stellen, während Nissan seine umfassende Erfahrung im Fahrzeugbau beisteuert.

 

Das Startkapital des Joint Ventures beträgt 1,5 Milliarden Yen (14,3 Millionen US-Dollar*, 9,3 Millionen Euro*), die Anteile zwischen Nissan, NEC und NEC TOKIN sind im Verhältnis 51 zu 42 zu 7 aufgeteilt. 

Das Gemeinschaftsunternehmen investiert über einen Zeitraum von drei Jahren 12,0 Milliarden Yen (114,6 Millionen US-Dollar, 74,1 Millionen Euro) in die Fertigungsanlage im Nissan-Werk Zama in der japanischen Präfektur Kanagawa. Die Produktionskapazität ist auf 65.000 Einheiten pro Jahr ausgelegt und beläuft sich zu Beginn auf 13.000 Einheiten pro Jahr. Zusätzlich wird NEC TOKIN in den nächsten drei Jahren an seinem Standort Sagamihara, der ebenfalls in der Präfektur Kanagawa liegt, 11,0 Milliarden Yen (105,1 Millionen US-Dollar, 67,9 Millionen Euro) in die Produktion von Lithium-Mangan-Elektroden investieren. 

Die Batterien sollen auch an andere potenzielle Kunden in der Automobilindustrie weltweit vermarktet werden. 

„Für Nissan sind Null-Emission-Fahrzeuge die ultimative Lösung für nachhaltige Mobilität. Elektrofahrzeuge decken sich dabei mit der strategischen Richtung, die unser neuer mittelfristiger Geschäftsplan Nissan GT 2012 vorgibt“, sagt Carlos Tavares, Executive Vice President von Nissan. 

„Die Kompetenz von NEC bei der Entwicklung sicherer und kostengünstiger Lithium-Mangan-Batterien und die Stärke von NEC TOKIN auf dem Gebiet der Elektroden-Technologie werden einen erheblichen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Joint Ventures leisten“, ergänzt Konosuke Kashima, Executive Vice President von NEC. 

Ihren Einstand werden die neuen Lithium-Ionen-Batterien von AESC im Jahr 2009 in Gabelstaplern für kleine Gewerbebetriebe feiern. Danach folgen ab 2010 das für die USA und Japan vorgesehene Nissan-Elektroauto sowie das erste Nissan-eigene Hybridfahrzeug. Für 2012 hat Nissan Pläne zur weltweiten Einführung von Elektrofahrzeugen angekündigt; dies wird die Nachfrage nach Batterien erheblich ankurbeln.  

AESC ist außerdem zum Lieferanten von Lithium-Ionen-Batterien für das Project Better Place ernannt worden. Das kalifornische Unternehmen will durch den Aufbau einer Verkehrsinfrastruktur für Elektrofahrzeuge die weltweite Abhängigkeit vom Öl verringern und Verbrauchern damit eine saubere und nachhaltige Mobilitätsalternative anbieten. Zusammen mit der Renault-Nissan-Allianz strebt das Project Better Place 2011 den ersten umfassenden Einsatz von Elektrofahrzeugen in Israel und Dänemark an.


(Quelle und Bildmaterial: Nissan)

 


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