Modec steht vor dem Aus

Unternehmen und Markt

Modec steht vor dem Aus Der britische Hersteller für Elektro-Lieferwagen hat die Insolvenz angemeldet und mit sofortiger Wirkung die Hälfte der Angestellten entlassen.

Was genau zu der Insolvenz von Modec mit Schulden in Höhe von 40 Mio. GBP (47 Mio Euro) von Modec führte ist nicht bekannt, jedoch soll es kurz vor dem Konkurs Übernahmegespräche mit Navistar gegeben haben, bei denen es aber offensichtlich zur keiner Einigung kam. Das Unternehmen Liberty Electric Cars aus Oxford hat in einer Pressemeldung bekannt gegeben, bei einer Rettung von Modec mitwirken zu wollen.

Die Financial Times berichtet, dass für viele Unternehmen der Anschaffungspreis des Elektro-Lieferwagens von 55.000 GBP (ca. 64.000 Euro) schlicht zu hoch war und bisher nur etwa 400 Fahrzeuge verkauft werden konnten. Modec hatte vor ursprünglich geplant 2.000 Einheiten pro Jahr zu produzieren.

„Modec hatte immer Schwierigkeiten damit die Kosten und somit den Preis seiner Fahrzeuge in den Griff zu bekommen – die Batterien waren schlichtweg zu teuer, so dass sich die Fahrzeuge aus ökonomischer Sicht nicht weiterentwickelt haben und das obwohl das Unternehmen von motivierten und erfahrenen Leuten geleitet wurde und der Markt bereit war“, kommentiert Jonathan Shine, Vizepräsident für Geschäftsentwicklung und Mitgründer bei EVida Power, einem Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien, den Konkurs von Modec.

Axeon, der bisherige Batterielieferant für Modec, war 2009 selbst kurzeitig in die Insolvenz geraten.

Das Unternehmen mit Sitz in Coventry hatte 2009 ein Joint Venture mit dem US-Unternehmen Navistar gegründet, das die Produktion und den Vertrieb von Elektro-Nutzfahrzeugen auf dem amerikanischen Kontinent zu Zielsetzung hatte. Navistar erhielt damals im Rahmen des Aufbauprogramms des U.S. Department of Energy (DOE) einen Förderkredit in Höhe von 39,2 Dollar.

Zu Modecs Kunden gehören Unternehmen wie FedEx oder die Supermarktkette Tesco. UPS betreibt eine Flotte von 20 Modec-Transportern in London und sechs Fahrzeuge in Deutschland.

(mk/wattgehtab.com)


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