Mercedes-Benz F-CELL World Drive erfolgreich beendet

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Mercedes-Benz F-CELL World Drive erfolgreich beendet Am Mittwoch ist in Stuttgart nach 70 Fahrtagen der „Mercedes-Benz F-CELL World Drive“, die erste Weltumrundung mit Brennstoffzellen-Fahrzeugen, zu Ende gegangen. Nach mehr als 30.000 Kilometern fuhren drei Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL mit lokal emissionsfreiem Antrieb vor dem Mercedes-Benz Museum in Stuttgart über die Ziellinie.

Die wasserstoffbetriebenen B-Klassen und ihre Begleitfahrzeuge waren Ende Januar anlässlich des offiziellen 125. Geburtstags des Automobils in Stuttgart gestartet und haben auf ihrer Reise 14 Länder auf vier Kontinenten durchquert.

Mercedes-Benz F-CELL World Drive erfolgreich beendet „Mit dem F-CELL World Drive haben wir gezeigt: Die Zeit ist reif für Elektro- Autos mit Brennstoffzelle. Jetzt muss das Thema Infrastruktur Fahrt aufnehmen“, so Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars. „Denn nur mit einer ausreichenden Zahl an Wasserstofftankstellen können Autofahrer von den Vorteilen der Technologie profitieren: große Reichweiten, kurze Tankzeiten, null Emissionen."

Mit dem F-CELL World Drive ging es Mercedes-Benz auch darum, für den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Wasserstofftankstellen zu werben. Bisher gibt es weltweit rund 200 Tankstellen, an denen Brennstoffzellenfahrzeuge betankt werden können.

Mercedes-Benz F-CELL World Drive erfolgreich beendet Partner für die Wasserstoff-Versorgung auf dem F-CELL World Drive war die Linde Group, die eine Versorgung mit Wasserstoff während der gesamten Weltumrundung gewährleistet hat. Eine gemeinsam entwickelte mobile Betankungseinheit auf Basis eines Mercedes-Benz Sprinters hat die Tour begleitet. Nur so ließ sich die Kraftstoffversorgung auch auf abgelegenen Streckenabschnitten ermöglichen. Die mobile Anlage der Linde AG kam rund 130 Mal zum Einsatz, um die B-Klassen aufzutanken. Entlang der Route konnte die B-Klasse F-CELL nur zwei Mal an Wasserstofftankstellen getankt werden.

In Deutschland ist nach Einschätzung von Experten ein Netz von etwa 1000 stationären Tankstellen für eine flächendeckende Basisversorgung erforderlich. In Zukunft, so ein zentrales Ziel von Mercedes-Benz, sollen Autofahrer überall auf der Welt Wasserstoff tanken können – so wie heute Benzin und Dieselkraftstoff. Zusammen mit Linde will Daimler in den nächsten drei Jahren 20 Wasserstofftankstellen in Deutschland errichten.

Die drei Brennstoffzellenfahrzeuge haben die Weltumrundung ohne technische Probleme bewältigt. Lediglich ein unverschuldeter Unfall in Kasachstan sorgte für einen Schaden an einer B-Klasse F-CELL. Auf der Strecke von Almaty nach Balkhash wurde die B-Klasse F-CELL mit der Startnummer drei am linken hinteren Kotflügel gerammt. Die Hinterachse sowie die Stoßdämpfer des Brennstoffzellen-Autos wurden beschädigt. In einer nahe gelegenen Werkstatt konnte der Wagen repariert werden und die Weltumrundung wieder aufnehmen. Lediglich ein kleiner Blechschaden zeugt noch von diesem einzigen Zwischenfall.

Mit der B-Klasse F-CELL produziert Mercedes-Benz seit Ende 2009 sein erstes Elektrofahrzeug mit Brennstoffzelle unter Serienbedingungen. Insgesamt werden 200 Kunden in Europa und den USA die Möglichkeit erhalten die B-Klasse im Alltagsbetrieb einzusetzen. Ab 2014 soll die Wasserstoff-B-Klasse in Serie gefertigt und zu Preisen vergleichbar mit Dieselhybrid-Fahrzeugen angeboten werden.

(mk/wattgehtab.com)

 


Kommentare 

 
+2 #1 2011-06-03 15:35
Steht man wieder an der Tankstelle und tankt diesmal Wasserstof. Die Petrochemieries en dieser Welt wird´s freuen.
Nicht vergessen: Elektrizität kommt nicht aus der Steckdose, aber auch Wasserstoff kommt nicht aus der Zapfsäule. Auch für Wasserstoff muss die "Well to Wheel" Diskussion geführt werden.
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