Johnson Controls: Hannover wieder Zentrum der Autobatterie

Unternehmen und Markt

johnson_controls_hannover (Quelle: ar/JC) Der amerikanische Mischkonzern und Automobilzulieferer Johnson Controls hat das alte Varta-Starterbatteriewerk in Hannover-Stöcken zum Zentrum seines europäischen Geschäfts mit Autobatterien ausgebaut. Hannover ist Sitz der neuen Holdung Johnson Controls Power Solutions Europe AG, die am 1. Oktober 2007 an die Stelle der VB Autobatterien AG trat. In Hannover wird nun über die eigene Forschung und Entwicklung hinaus die weltweite Batterieforschung des Unternehmens koordiniert. Insgesamt arbeiten im Werk Stöcken nun wieder rund 1000 Mitarbeiter.

Das Autobatteriegeschäft führte unter Johnson Controls in Umsatzhöhen, die die alte Varta Batterie AG mit allen Batteriegeschäften zusammen bis zum Verkauf 1996 nicht erreicht hatte. Rund 1,5 Mrd US-Dollar werden jetzt pro Jahr erwirtschaftet, nachdem die Zuwachsraten beim Umsatz in der vergangenen Jahren zweistellig ausfielen. Auch das Ergebnis passt. Vorstandsvorsitzender Walther Wever steuert mit dem Autobatteriegeschäft nun die Zwei-Milliarden-Marke an. Dabei kommt ihm nach eigenen Angaben die Entwicklung der Automobiltechnik entgegen: „Ohne Batterie geht’s nicht“, erklärt er mit Hinweis auf die Entwicklung der verschiedenen Systeme von Hybridantrieben in Kraftfahrzeugen.



Wever sieht seinen Unternehmensbereich gut aufgestellt mit einer entsprechenden Blei-Säure-Batterie (AGM-Technologie), Nickel-Metallhydrid-Batterien für heutige Hybrid-Antriebe und Lithium-Batterien für die nächste Generation dieser Fahrzeuge, die besonders im Innenstadtverkehr zur deutlichen Verbrauchssenkung beitragen.

Im gerade zum 1. Oktober begonnenen Geschäftjahr erwartet Wever einen Absatz von rund 700 000 AGM-Batterien, die sich besonders für Fahrzeuge mit Start-Stopp-Automatik eignen. Ab Januar 2008 sollen in Hannover Lithium-Zellen aus dem französischen Gemeinschaftswerk Nersac zu Fahrzeugbatterien zusammengeschaltet werden. Wever ist stolz auf die Ankündigung von Mercedes-Benz, ab 2008 die Hybridfahrzeuge der S-Klasse mit diesen Lithiumionen-Batterien auszustatten.

Neue Märkte und konsequentes Setzen auf Innovationen sieht Wever als den Weg in eine neue Ära seines Unternehmensbereiches. Er nutzte die Betriebsversammlung deswegen auch dazu, seine Mitarbeiter auf einen neuen Wertekanon und ein neues Logo von Johnson Controls einzuschwören und dabei den Hannoveranern mitzuteilen, dass Johnson Controls an diesem Standort nichts mehr mit der alten Varta zu tun hat und statt dessen zu den größten und am schnellsten wachsenden Arbeitgebern der Region zählt.


Bildmaterial: ar/Johnson Controls


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