Interessengemeinschaft Coaster

Unternehmen und Markt

station_b_smallDie IG-Coaster ist ein Schweizer Verein zur Förderung des neuen Transportsystems Coaster, über welches hier schon in einem früheren Kurzartikel berichtet wurde. Diese Schweizer Interessengemeinschaft wurde von den Gründern ins Leben gerufen, um die Förderung und Realisierung des Konzept Coaster in verschiedenen Regionen zu forcieren.

Der Coaster stellt eine zukunftsorientierte und attraktive Lösung dar, er verbindet die Vorteile des öffentlichen Verkehrs mit den Vorteilen des Individualverkehrs. Die wesentlichen Systemvorteile für den Betreiber liegen in der Flexibilität des Systems. Neben der bereits seit 2004 erfolgreich in Betrieb genommenen Teststrecke in Österreich/Vorarlberg am Bürserberg, wird im schweizerischen Arosa gerade die erste kommerzielle Anlage gebaut. Neben dem RailCab (früherer Beitrag) ein weiteres sehr vielversprechendes nachhaltiges Verkehrssystem. Man kann gespannt sein und WGA wird die weitere Entwicklung weiterverfolgen.

Systemvorteile für den Anwender:
- spontane Benutzung und Verfügbarkeit (ohne Planung und ohne Fahrplan Tag und Nacht verfügbar)
- schnell und direkt; kein Umsteigen, keine Staus
- subjektiv kontrollierbar (es fährt, wenn es gebraucht wird, auch in verkehrsarmen Nachtzeiten)
- keine Abstellprobleme bei Nichtgebrauch (parkieren)
- Fahrzeit kann anderweitig genutzt werden
- Kosten nur bei Benutzung (im Gegensatz zum Privat-Auto)

Systemvorteile für den Betreiber:
- Die Streckenführung kann durch die engen Radien und die hohe Steigfähigkeit optimal an die gegebenen Bedingungen angepasst werden.
- Die einfache Streckenkonstruktion (einfache Betonfundamente mit Stützen, Rohrkonstruktion als Schienen) hält die Streckenkosten sehr tief.
- Keine Leerlaufverluste: Energie braucht die Bahn nur, wenn sie auch fährt. Und fahren muss sie nur, wenn Gäste da sind.
- Ausbaubar: Es kann mit wenigen Fahrzeugen geplant werden. Um später die Kapazität zu erhöhen, ergänzt man einfach die Anzahl Fahrzeuge.
- Die Fahrzeugbatterien werden erst über Nacht vollgeladen. Dies ermöglicht einen hohen Anteil von günstigem Nachtstrom.

Eckdaten:
- Schiengebundenes Elektrofahrzeug mit 6-8 Plätzen und eigenem Antrieb
- Energiespeicherung an Bord (Energierückgewinnung)
- Modulare Schienensysteme und Fundamente
- Maximale Steigfähigkeit: 55%
- Engster Radius: 6 Meter
- Spurweite: 1 Meter
- Max. Fahrgeschwindigkeit: ca. 80 km/h
- Kapazität derzeit: 2880 Personen/Stunde/Richtung


Technik

Antrieb: Der von BRUSA entwickelte hochpolige Asynchronmotor erzeugt das notwendige Drehmoment für die hohe Steigfähigkeit des Coasters. Gleichzeitig erlaubt der Motor durch seinen grossen Dynamikbereich hohe Spitzengeschwindigkeiten.

Sicherheit: Der Antrieb wird auf dem Prüfstand zahlreichen Tests unterzogen. Dabei wird nicht nur der Motor elektrisch und mechanisch geprüft, sondern auch der Leistungselektronik Umrichter und die Funktionen der zugehörigen Software.
Die geringen EMV-Störungen durch den Einsatz der SoftSwing-Technik helfen dabei enorm.

Zahnradantrieb: Die Kraftübertragung erfolgt über ein Zahnrad. Damit wird erst die Steigfähigkeit möglich. Anderseits erlaubt die feste Verzahnung mit der Strecke eine zentimetergenaue Bestimmung der Fahrzeugposition.

Stromzufuhr: Die Hauptbatterie an Bord wird in kurzen und langen Pausen in den Stationen über eine Stromschiene automatisch aufgeladen. Die gesamte Ladetechnik wurde von BRUSA entwickelt.



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Quellen: IG-Coaster; Coaster GmbH; BRUSA Elektronik AG



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