HS Ravensburg: Studenten wollen bis Mitte 2010 ein Elektroauto präsentieren

Unternehmen und Markt

 Studenten der Dualen Hochschule Ravensburg, Campus Fallenbrunnen, haben ein ehrgeiziges Projekt vor. Bis Mitte 2010 soll dort ein Zweisitzer mit sportlichem Design und elektrischem Antrieb entstehen. Rund 100 Stundenkilometer soll der Flitzer schaffen und mit einer Batterieladung mindestens 70 Kilometer weit kommen.

Begonnen hat alles mit der grossen Frage nach der Zukunft des Automobils. Schnell kamen dabei die rund 35 Studierenden mit ihren Professoren auf das Elektroauto, das im Idealfall direkt aus der Kraft der Sonne „betankt“ wird. Das Konzept orientiert sich an dem Leitspruch: Wie wenig Auto braucht der Mensch?

Ein ehrgeiziges Projekt, denn die Studierenden müssen es in gut sechs Monaten quasi von Null auf Auto schaffen. Dafür ziehen die verschiedenen Studiengänge der DH wie Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen gemeinsam an einem Strang. Auch verschiedene Professoren sind unter der Leitung von Professor Stephan Engelking mit im Boot. Inzwischen haben Projektteams, etwa für Fahrwerk, Karosserie und Design, ihre Arbeit begonnen. Natürlich werden die jungen Tüftler auch auf fertige Teile zurückgreifen. Das meiste, angefangen vom Gitterrohrrahmen bis zum schlussendlichen Design, entsteht aber zunächst in den Köpfen der Studierenden und muss dann in viel Handarbeit umgesetzt werden. Von Null auf Auto eben.

Bis Mitte nächsten Jahres soll der Prototyp fahrbereit vor der Haustür, Fallenbrunnen 2, stehen. Bis dahin verfolgen die Studierenden nur ein Ziel: Das Auto muss fahrtüchtig sein. Auf Luxus wird kein Wert gelegt, elektrische Fensterheber wird es nicht geben. Was folgt sind Feinheiten, etwa den Wagen durch den TÜV zu bekommen, denn schon bald soll er auf den Strassen rund um Friedrichshafen gesichtet werden. Weiteren Studierendengenerationen soll der Prototyp als Forschungsplattform dienen. Dazu fehlt es nicht an Visionen: Zuwachs zum Beispiel, vielleicht könnte bald auch schon eine Elektroauto-Flotte „Made in Fallenbrunnen“ über die Strassen rollen. Nicht nur die Techniker sind da übrigens gefragt, über ein Nutzungskonzept könnten Fahrten der Studenten koordiniert werden und für weitere Daten und damit Erfahrungen sorgen.

Auch wenn der Startschuss erst gefallen ist, hat das „Kind“ doch schon einen Namen – EDI: Electric Drive Infrastructure. Gehegt und gepflegt wird es mit von einem Marketingteam. Das auch auf Sponsoren hofft, die Gefallen an der zukunftsträchtigen Idee finden.

Wer das Projekt unterstützen möchte, ob privat oder als Firma, ideell oder finanziell, kann sich an Professor Heinz-Leo Dudek, dudek(at)dhbw-ravensburg.de, wenden.

(mp/wattgehtab.com)

 


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