GM: Spritsäufer raus, Elektroauto rein
Unternehmen und Markt
Donnerstag, den 05. Juni 2008 um 15:19 Uhr
Geschrieben von: Markus Pflegerl
Angesichts der Absatzkrise und steigender Kraftstoffpreise richtet sich General Motors neu aus. Der Autohersteller plant verbrauchsgünstigere Modelle sowie bis 2010 die Schließung von vier Werken in Kanada, Mexiko und USA, in denen SUVs und Pick-ups hergestellt werden. Außerdem wird die Marke Hummer auf den Prüfstand gestellt.
Mitte 2010 will GM die Produktion eines neuen kompakten Chevrolet starten, der in Qualität und Sicherheitsausstattung neue Maßstäbe setzen soll. Als Antrieb soll ein 1,4-Liter-Turbo zum Einsatz kommen. Bereits beschlossen ist außerdem die Markteinführung des Elektroautos Chevrolet Volt Ende 2010. Alles Geld soll in diese zwei Fahrzeuge gesteckt werden, so GM-Chef Rick Wagoner.
Der Serienhybrid Volt soll bis zu 80 Kilometer im reinen Elektrobetrieb zurücklegen. Künftig will GM auch verstärkt auf den Bau von Kleinwagen setzen. Langfristiges Ziel ist es, mehr Autos mit einem Verbrauch unter 7,8 Litern auf 100 Kilometer anzubieten als die heimische Konkurrenz.
Für die Zukunft von Hummer hält sich General Motors alle Optionen offen. Sie reichen von einem komplett neuen Modellprogramm bis zum Verkauf der Marke.
Aufgrund des Käuferstreiks hat der GM-Verwaltungsrat die Notbremse gezogen und eine konsequente Neustrukturierung eingeläutet. Durch die Umstrukturierung werden ab 2010 Kosteneinsparungen im Nordamerika-Geschäft von etwa einer Milliarde Dollar pro Jahr erwartet. General Motors gehe davon aus, dass die gestiegene Nachfrage für spritsparende, umweltfreundliche Fahrzeuge keine vorübergehende, sondern eine strukturelle Entwicklung sei.
(Quelle und Bildmaterial: GM)
Kommentar schreiben