Fraunhofer kooperiert mit Audi bei "ePerformance"-Projekt

Unternehmen und Markt

fraunhofer-iese-kooperiert-mit-audi-17072009Geht es nach dem Willen der deutschen Bundesregierung, wird Deutschland schon bald im Bereich der Elektromobilität zur Weltspitze zählen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt diese Entwicklung mit insgesamt 700 Millionen Euro. In diesem Rahmen wird auch das von Audi initiierte Verbundprojekt „ePerfomance“ von der Regierung mit insgesamt 22 Millionen Euro gefördert.

Als Auftragnehmer der Audi Electronics in das Projekt eingebunden ist das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern, das im Verbund ein innovatives Sicherheitskonzept im Auto der Zukunft mitentwickelt.

Bis zum Jahre 2020 sollen in Deutschland mindestens eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straßen gebracht werden. Schon jetzt findet in diesem Bereich ein rasanter Imagewandel in der Gesellschaft statt: Vom Nischenprodukt für Technikbegeisterte und besonders Umweltbewusste hin zum attraktiven Auto mit herausragenden Fahreigenschaften. Dieser Imagewandel wurde vor allem durch Elektro-Sportwagen erreicht. Wenn nun neue Funktionen eines intelligenten Fahrzeugs hinzukommen, wird das Elektroauto, so die Überzeugung der Regierung, für viele Menschen noch interessanter.

Eine Herausforderung auch für Audi. Ziel des Forschungsprojektes "ePerformance" ist es, den elektrischen Antriebsstrang völlig neu zu konzipieren und alle elektrischen Komponenten im Fahrzeug systematisch zu optimieren und die Effizienz zu erhöhen. Das ambitionierte Projekt geht hier bewusst an die technologischen Grenzen und damit in hohe Leistungsklassen. 

In einem Elektrofahrzeug müssen viele unterschiedliche Komponenten optimal zusammenwirken und perfekt geregelt und abgestimmt sein. Das Fraunhofer IESE unterstützt dabei die Entwicklung des gesamten Sicherheitskonzepts des Fahrzeugs, von der Gefährdungs- und Risikoanalyse bis hin zur Sicherheitsarchitektur. Ziel sei es, so Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer, Referenzpflöcke für künftige E-Fahrzeug-Generationen zu setzen. Verantwortlich hierfür ist Dr. Mario Trapp; er betreut als Gesamtverantwortlicher und Hauptabteilungsleiter am Fraunhofer IESE das Projekt. Liggesmeyer weiter: „Sowohl was die konkreten Sicherheitskonzepte, als auch was die eingesetzte Methodik betrifft, können wir hier die Zukunft des Automobils aktiv mitgestalten.“ Der Anteil des Fraunhofer IESE wird mit 425.000 Euro, verteilt auf drei Jahre, beziffert.

Die Bundesregierung verfolgt in der Elektromobilität eine ganzheitliche Strategie. Mit dem „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“ werden erstmals alle Maßnahmen – von der Ausbildung und dem Kompetenzaufbau an Hochschulen über die Batterieentwicklung, die Netzintegration und das Energiemanagement bis hin zur Marktvorbereitung – untereinander abgestimmt und koordiniert umgesetzt. Neben Audi beteiligen sich auch die Robert Bosch GmbH und die RWTH Aachen an dem „ePerformance“-Projekt.

(mp/wattgehtab.com)

 


Kommentar schreiben

Wattgehtab ermuntert seine Leser ausdrücklich, Artikel zu kommentieren. Im Interesse aller User behalten wir uns vor, veröffentlichte Kommentare zu prüfen und gegebenenfalls zu editieren oder zu löschen. Besonderen Wert legen wir ferner auf einen sachlichen Stil der Kommentare und den Respekt vor anderen Meinungen. Danke für die Beachtung. Ihr Wattgehtab-Team


Sicherheitscode
Aktualisieren

Lesen Sie auch:

Neueste Kommentare