Forscher wollen Hybrid- und Elektroautos als Stromspeicher nutzen

Unternehmen und Markt

prius2_foto1_tdg_small(Quelle: FTD) Strom ist eine empfindliche Ware: Kaum eingespeist, muss er auch schon verbraucht werden, Zwischenspeicher sind im Netz nicht vorgesehen. Darum versuchen die Energieversorger, immer so viel Strom einzuspeisen, wie Industrie und Privathaushalte gerade abnehmen. Schon ein kleines Ungleichgewicht kann zu Zusammenbrüchen führen.

Das ganze Jahr über würde eine andere Idee funktionieren, die aus den USA stammt: Dort wollen Forscher das Stromnetz mithilfe der wachsenden Zahl an Hybridautos stabilisieren - genauer gesagt mit deren Bordakkus. Hybridautobesitzer sollen ihre Fahrzeuge am Abend ans Netz anschließen und so "den Akku dem Netzbetreiber zur Verfügung stellen", sagt Jim McDowall von der Electricity Storage Association (ESA).


Ist zu viel Strom da, lädt der Netzbetreiber die Batterien auf, ist kurzfristig zu wenig Strom vorhanden, greift er auf die gespeicherte Energie in den Akkus zurück. Schon einige Hundert Hybridautos würden genügen, um Netzzusammenbrüche zu verhindern, ist McDowall überzeugt.

Zum vollständigen Artikel: Financial Times Deutschland


Bildmaterial: Toyota Deutschland GmbH


Kommentare 

 
0 #6 2007-11-28 17:05
Sehr guter Einwand, ich bin auch nur am Staunen, wie man bei der wasserfreien und hochkomplexen organischen Elektrolytenver wendung für Li-Technologie ein kalendarisches Leben grösser 7 bis 10 Jahre hinbekommen will. Sei es drum, ich weiss von Anwendung im mobilen Bereich, wo jetzt schon 15 Ct gerechnet werden kann, diese Akkus laufen im E-Karting oder beim Bäcker (>3600 Voll-Zyklen oder 200.000 km mit Peugeot Partner), es sind halt noch die offenen NiCd von SAFT - denn aqua destillata mit 1 mol KOH kann sich nicht von selbst zersetzen.

Bin mal gespannt, wann denn der Wissenschaftler zu dieser Erkenntnis kommt.
Zitieren
 
 
0 #5 2007-06-29 18:36
...um durch Massenproduktio n und Weiterentwicklu ngen gesenkt zu werden! ;-)

Da mach Dir deswegen keine Sorgen, dass diese Kosten schnell geringer werden. Da ist noch sehr viel Spielraum drin. Irgendwo muss man eben anfangen.
Zitieren
 
 
0 #4 2007-06-28 23:48
mindestens- die Produktionskost en für den Strom natürlich noch obendrauf.
Das ist ein sehr günstiger Wert, wer besseres anbieten kann, möge sich bitte bei mir melden!
Das Konzept ist so lange völlig gaga wie die Akkuspeicherkos ten über den Stromproduktion skost en liegen!
Zitieren
 
 
0 #3 2007-06-28 12:23
Hallo Josef,
das mit der Wunschzeit wäre die perfekte Lösung! Die Steuerung dafür könnte über Internet laufen. Man hat einen Account beim Stromerzeuger, der dann wiederum über Internet dann entsprechend die Ladestation schalten darf. Der Tarif für diesen Strom könnte extra niedrig sein, schließlich nutzt der Stromerzeuger den gesteuerten Abruf.
Zitieren
 
 
0 #2 2007-06-28 00:36
Hallo Tachy
Das mit dem Entladen sehe ich auch nicht realistisch, denn das bräuchte auch noch ein bidirektionales Ladegerät, was auch wieder was kostet. Die Idee ist übrigens schon 20 Jahre alt, aber man kann den alten Most ja in neue Schläuche füllen, wenn man ein wenig "Forschung" dazu giesst ;-).

Im Ernst: Warum nicht am Abend einstecken und die Wunschzeit eingeben, wann die Batterie voll sein soll. Das Netzbetreiber kann es sich dann aussuchen, wann er laden will.

Das geht übrigens noch erheblich weiter. Der Netzbetreiber könnte auch die Wärme-Kraft-Koppelung zuschalten etc. Es gibt genügend Verbraucher und Stromerzeuger, die zu keinem bestimmten Zeitpunkt eingeschaltet sein müssen.

Das Ganze ergibt dann ein virtuelles Speicherkraftwe rk. Eine wichtiger Voraussetzung für die Neuen Erneuerbaren Energien.
Zitieren
 
 
0 #1 2007-06-28 00:13
Das würde nur dann realistisch, wenn die Batterien mehr Ladezyklen vertragen und von mehr Ladezyklen nicht schneller altern. Bei einer begrenzten Lebensdauer mit ein paar hundert Zyklen würde ich das Teil nicht ins Netz hängen, um vielleicht während der Ladezeit noch ein paarmal zwischendrin entladen zu werden.

Auch sonst: Ich will meinen Akku ja zu einer bestimmten Zeit voll haben und nicht nach meiner normalen Ladezeit irgendwann halbleer vorfinden, nur weil der Stromkonzern grad Strom rauszieht.. nene, das geht nu so nich ;-)
Zitieren
 

Kommentar schreiben

Wattgehtab ermuntert seine Leser ausdrücklich, Artikel zu kommentieren. Im Interesse aller User behalten wir uns vor, veröffentlichte Kommentare zu prüfen und gegebenenfalls zu editieren oder zu löschen. Besonderen Wert legen wir ferner auf einen sachlichen Stil der Kommentare und den Respekt vor anderen Meinungen. Danke für die Beachtung. Ihr Wattgehtab-Team


Sicherheitscode
Aktualisieren

Neueste Kommentare