Ford-Ingenieure haben als idealen Ort für den Ladestutzen beim kommenden Focus Electric und C-MAX Energie den vorderen Kotflügel auf der Fahrerseite identifiziert.
Es wurden alle möglichen Positionen für den Ladeanschluss untersucht und zudem mit Hilfe von Marktstudien die Erwartungshaltung zukünftiger Elektroautobesitzer und deren Aufladeverhalten berücksichtigt, berichtet Ford in einer Pressemeldung.
„Nachdem wir unterschiedlichste Fahrzeuge des Wettbewerbs miteinander verglichen hatten, viel uns auf, dass sich die Lage der Ladeanschlüsse stark unterscheidet und es keine einheitliche Umsetzung gibt“, sagt Susan Curry, Verantwortliche für Fords Electrified Vehicle Technology Integration. „Wir wollten eine Position finden, die dem Kunden logisch und genauso unkompliziert erscheint, wie das Auftanken an einer Tankstelle“.
Als einen Grund für die sorgfältige Untersuchung zur Bestimmung der idealen Position für den Ladestutzen, nennt Ford die hohe Anzahl von Ladevorgängen verglichen mit den eher seltenen Besuchen an der Zapfsäule. So geht Ford in seiner Beispielrechnung davon aus, dass Nutzer von Elektrofahrzeugen viermal am Tag den Ladestecker ein- oder ausstecken. Das wären pro Jahr etwa 1.500 Vorgänge und somit deutlich mehr als die geschätzten 52 wöchentlichen Besuche an der Tankstelle.
Die Ergebnisse der Marktstudie lassen erkennen, wie die zu erwartenden Ladegewohnheiten der zukünftigen Kunden aussehen. Demnach würden die meisten ihr Auto Zuhause laden wollen. Außerdem wünschten sich die Befragungen, dass die Ladevorrichtungen nicht an unfallgefährdeten Stellen untergebracht werden sollten, damit sie etwa bei einem Parkrempler nicht beschädigt werden. Dies waren für Ford auch die Hauptkriterien, die dazu führten, dass die Ladevorrichtung im Seitenbereich und nicht im Front- oder Heckbereich platziert wurde. Bei einem Einsatz im Frontbereich rechnet Ford außerdem mit Problemen z.B. durch Schnee oder Rückständen von Insekten und anderen Ablagerungen. Bei einer Anordnung im Heckbereich könnte es zudem auf Grund der Entfernung zu Schwierigkeiten beim Anschluss an der Ladestation kommen.
„Die Lage im linken Vorderkotflügel bietet den Vorteil, dass der Fahrer den Ladeanschluss jedes Mal im Blick hat, bevor er in das Auto ein- oder aussteigt und ihn daran erinnert den Stecker zu entfernen, bzw das Fahrzeug aufzuladen“, sagt Mary Smith, ebenfalls Verantwortliche bei Fords Electrified Vehicle Technology Integration. „Diese Anordnung ist nicht nur intuitiv für den Benutzer, sondern sieht auch ästhetisch aus“.
Die Testflotte des Ford Escape plug-in hybrid, die bisher mehr als 640.000 Kilometer abgespult haben soll, ist ebenfalls mit dem Ladeanschluss auf der Fahrerseite ausgestattet und die Rückmeldung bezüglich der Platzierung fielen bisher positiv aus, so Ford.
Ford plant in Europa bis 2013 fünf elektrifizierte Fahrzeuge anzubieten. Dazu gehören ab 2011 der Transit Connect Electric, gefolgt vom Focus Electric 2012. Im Jahr 2013 sollen dann die ersten Hybridmodelle in Gestalt des C-MAX Hybrid und des C-MAX Energi, einem Plug-in Hybrid, sowie einem noch nicht näher bestimmten Plug-in-Mittelklassehybrid auf den europäischen Markt kommen.
(mk/wattgehtab.com)