Evonik und Daimler vereinbaren Allianz zu Lithium-Ionen-Batterien

Unternehmen und Markt

evonik_daimler_allianz_li-ion-batt Nach der Meldung vom Sonntag, wo nach Informationen aus Unternehmenskreisen Evonik zusammen mit Daimler eine Serienproduktion von Li-Ion-Batterien für Elektroautos starten will, wurde dies nun gestern von Evonik offiziell bestätigt.

Auf Basis der Lithium-Ionen Technologie von Evonik und mit dem Know-how von Daimler werden beide Großkonzerne die Forschung, Entwicklung und Produktion von Batteriezellen und Batteriesystemen am Standort Deutschland vorantreiben.

Li-Tec Zellen werden kurzfristig in Elektrofahrzeugen von Mercedes-Benz Cars eingesetzt. Damit soll ein wichtiger Meilenstein für die Serienfertigung von Elektrofahrzeugen erreicht werden. Evonik hat in den vergangenen Jahren rund 80 Millionen Euro investiert. Das Ergebnis sind serienfähige Batteriezellen, die Konkurrenzprodukten in wesentlichen Punkten überlegen sein sollen.

„Evonik ist das einzige Unternehmen, das eine kommerzielle Serienfertigung für Batteriezellen dieser Art auf die Beine stellen kann“, so Werner Müller, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG. „Wir werden auch weiterhin konsequent in relevante Zukunftstechnologien investieren. Mehr als 600 Patente zu batteriegetriebenen Fahrzeugen haben Daimler-Ingenieure in den letzten 30 Jahren angemeldet – davon über 230 auf dem Gebiet der Lithium-Ionen-Technologie“, so Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars.

Einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die weitere Entwicklung stellt die zum Evonik-Konzern gehörende Li-Tec dar, zum 15. Dezember 2008 übernimmt Daimler 49,9 Prozent von Li-Tec. Evonik hält bereits 50,1 Prozent. Beide Partner streben die Beteiligung eines dritten Gesellschafters für Li-Tec an, der über Kompetenzen in der Systemintegration Elektrik/Elektronik verfügt. Darüber hinaus werden die Unternehmen zusammen ein Joint-Venture gründen, mit klarem Fokus auf der Entwicklung und Produktion von Batterien und Batteriesystemen für automobile Anwendungen. An diesem Joint-Venture werden Daimler 90 Prozent und Evonik 10 Prozent halten. 

Die vom Joint-Venture produzierten Lithium-Ionen Batterien werden sowohl im Pkw- als auch im Nutzfahrzeug-Bereich verbaut. Die verfügbaren Kapazitäten von Li-Tec und dem Joint-Venture sind zunächst auf den Bedarf von Daimler konzentriert. Darüber hinaus ist aber auch der Verkauf von Zellen und Batteriesystemen an Dritte vorgesehen.

„Mit uns gibt es den Elektroantrieb für alle - alltagstauglich, sicher, bezahlbar“, sagte Evonik-Chef Müller.

(mp/wattgehtab.com)

 


Kommentare 

 
0 #1 SteWi 2008-12-17 21:55
Wenn ich es richtig gelesen habe, hat das BMBF Li-Tec mit 60Mio gefördert. Wenn dann angeblich 80Mio in Li-Tec eingeflossen sind, macht das einen Eigenanteil von 20Mio.
Verkauft man dann knapp die Hälfte der Fa., sollte ungefähr die halbe Investitionssum me bei herauskommen, also ca. 40Mio. Das macht dann 20Mio auf der Habenseite. Das nenne ich eine gute Verzinsung ...
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