Evonik Industries: Chemie im Automobil-Leichtbau
Unternehmen und Markt
Dienstag, den 22. April 2008 um 00:24 Uhr
Geschrieben von: Markus Pflegerl
Experten gehen davon aus, dass bis zu 30 Prozent moderner Automobile aus den Entwicklungslabors der Chemie stammen. Wie das aussehen kann, zeigt Evonik auf der diesjährigen Hannover Messe am Beispiel eines handelsüblichen Golf V. Insgesamt schaffte es der Essener Chemiekonzern zusammen mit anderen, das ursprünglich 1360 Kilogramm schwere Auto um 371 Kilos zu erleichtern.
Der CO2-Ausstoß verminderte sich dadurch um 32 Prozent auf 103 g/km, der Spritverbrauch sank durch den Gewichtsverlust um rund ein Drittel von 5,7 Litern auf 3,9 Liter auf 100 Kilometer.
Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, um den Energieverbrauch eines Automobils zu vermindern: ein effizienterer Antrieb, ein reduzierter Roll- und Luftwiderstand und eine Reduzierung des Fahrzeuggewichts.
Beim Leichtbau setzt Evonik auf den sehr steifen, aber leichten Strukturschaum Rohacell. Aus ihm lassen sich Bauteile wie Motorhauben oder Spoiler in Sandwich-Composite Bauweise herstellen. Bei der Motorhaube eines BMW X5 purzeln dann schon einmal die Kilos von originalen 20,3 auf nur noch 5,9. Heckscheiben aus Plexiglas sorgen für zusätzliche Gewichtseinsparung – bis zu 70 Prozent sind dabei möglich. Moderner Leichtbau forciert auch zusehends den Einsatz von Hochleistungsklebstoffen. So bringt die Verwendung von einem Kilogramm Epoxydharz-Klebstoff eine Gewichtseinsparung von 25 Kilogramm am Fahrzeug - bei gleichzeitig höherer Steifigkeit der geklebten Karosserie.
(Quelle und Bildmaterial: Evonik Industries)
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