Energetique und Ergon wollen gemeinsam die Integration von Elektrofahrzeugen ins Stromnetz erproben

Unternehmen und Markt

ergon_energetique_291109Der australische Ausrüster von Elektrofahrzeugen Energetique hat mit dem in Queensland ansässigen Energieversorger Ergon und dessen Partnerunternehmen ein Abkommen geschlossen, das die Integration von Elektrofahrzeugen ins Stromnetz erproben soll.

Während Arbeitsgruppen des Branchenverbands Federal Chamber of Automotive Industries (FCAI) die möglichen Auswirkungen von Plug-In-Hybridautos und der ab 2012 erhältlichen in großen Zahlen verfügbaren Elektrofahrzeuge untersucht, ist der Neuling Energetique auf der Suche nach Partnerschaften, die die Anforderungen an die Ladeinfrastruktur untersuchen und die Vor- und Nachteile von Vehicle-To-Grid-Lösungen (V2G) zeigen sollen.

Energetique-Geschäftsführer Phil Coop sagte gegenüber GoAuto, dass es entscheidend für die Stromversorger sei, sich auf die Flut von Fahrzeugen vorzubereiten, für die sie zukünftig den Treibstoff zu Verfügung stellten. Eine durchdachte Integration von Elektrofahrzeugen in das Netz sei notwendig, um erhöhte Spitzenlasten zu vermeiden, die unvorhergesehen Investitionen in die Stromnetze zur Folge haben könnten, so Dr. Coop weiter. Das Zurückführen von Energie vom Elektroauto in das Stromnetz würde nicht nur die Last zu Spitzenzeiten senken und somit dem Stromversorger einen Vorteil bringen, sondern könnte auch die Betriebskosten für das Fahrzeug senken, was dem Autofahrer zugute käme.

Um dieses „intelligente Laden“ überhaupt erst zu ermöglichen, sei es notwendig, dass die Fahrzeuge mit einer Software ausgestattet werden, die die Kommunikation mit den intelligenten Stromnetzen (Smart Grids) ermögliche, sobald diese in Betrieb gehen. Dr. Coop hebt hervor, der evMe von Energetique habe die Technik bereits an Bord, und auch die Plug-In-Version des Toyota Prius sei bereits kompatibel mit den Smart Grids.

Beim evMe handelt es sich um ein vollwertiges Familienauto auf Basis des Mazda 2. Ausgestattet mit Lithium-Polymer-Batterie bestehend aus 96 Zellen und einem Hybridsynchronmotor der Firma Brusa, ist der evMe in der Lage etwa 250 Kilometer mit einer Batterieladung zurückzulegen. Der etwa 82 kW starke Antrieb beschleunigt den evMe unter 10 Sekunden auf 100 km/h und hätte eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h, die jedoch auf 130 km/h begrenzt wurde.

(mk/wattgehtab.com)


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