E-Auto-Sparte von Heuliez geht an deutsche Unternehmen

Unternehmen und Markt

Heuliez Mia auf dem Automobil-Salon in Genf 2010 Das angeschlagene französische Traditionsunternehmen Heuliez konnte jetzt dank neuer Investoren vor der Insolvenz bewahrt werden. Frankreich beteiligt sich mit mehr als zehn Millionen Euro an der Rettung.

Dazu wurde das Unternehmen in zwei Bereiche aufgeteilt. Der Karosseriebau und das Zulieferergeschäft gehen an Baelen Gaillard Industrie (BGI) aus Frankreich. Die neue Elektrofahrzeugsparte wird von zwei deutschen Unternehmen übernommen, die sich erfolgreich gegen Investoren aus USA und Asien durchsetzen konnten.

Zusammen mit der Kohl-Gruppe, die bisher im Gesundheitsbereich tätig war, will die Conenergy AG die Entwicklung des Elektrofahrzeugs Heuliez Mia weiter vorantreiben. Bereits im März hatte die Conenergy AG, die sich selbst als Dienstleister der Energiewirtschaft bezeichnet, angekündigt den Vertrieb des Mia in Deutschland und Österreich zu übernehmen. Erste Fahrzeuge sollen im zweiten Quartal 2011 erhältlich sein.

Der Mia ist als Dreisitzer oder Kleintransporter konzipiert und will vor allem durch seine Wirtschaftlichkeit punkten: Laut Heuliez liegt der Mia in einer Gesamtkostenbetrachtung auf dem Niveau herkömmlicher Kleinwagen. Das Stadtauto soll unter 18.000 Euro kosten. In dem Preis enthalten ist der kleinste der drei verfügbaren Akkusätze mit einer Reichweite von 80-100 Kilometern. Die Energiekosten sollen bei ca. 1,40 Euro pro 100 Kilometer liegen, die Ladezeit an einer Haushaltssteckdose beträgt ca. zwei Stunden.

Heuliez ist bereits seit Längerem mit der Entwicklung von Elektroautos beschäftigt und zeigte bereits 2008 auf dem Pariser Autosalon seine Studie „Will“. Damals entstand Will in einem Gemeinschaftsprojekt von Michelin mit Heuliez und Telekommunikationsunternehmen Orange und war mit Active Wheel-Radnabenmotoren von Michelin ausgestattet.

(mk/wattgehtab.com)


Kommentare 

 
-2 #4 2012-07-15 21:10
Die sind doch nur handlanger, welche das elektroauto für den 150 jahre alten Hubkolbenmotore n/getriebeschott verhindern sollen.
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+1 #3 2010-10-02 13:30
Mehr Infos über die mia sind nun auf der neuen Website zu finden:

www.mia-electric.com
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0 #2 2010-07-06 15:56
Und wie immer in deutschen Artikeln ist von einem Active Wheel "Radnaben"-Motor die Rede. Der Witz an Active Wheel ist doch gerade, dass man *keinen* Radnabenantrieb nimmt, dadurch kann der Motor viel kleiner ausgelegt werden und zudem ist noch Platz für Federung und Bremse.

In ausländischen Berichten über Active Wheel wird dies auch korrekt dargestellt. Nur deutsche Journalisten - naja eben deutsche Journalisten.
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+1 #1 2010-07-01 16:19
Das ist eine gute Nachricht: Zwei mittelständisch e nicht-VDA Unternehmen beteiligen sich an einem intelligenten E-Fahrzeugkonzept aus Frankreich. Dem Mia kann man gute bis sehr gute Chancen im Car Sharing Einsatz voraussagen. Bleibt noch zu hoffen, dass das die neuen Eigentümer erkennen und das Konzept entsprechend vorantreiben. Dabei auf Unterstützung aus Berlin zu hoffen ist allerdings zu hoch gepokert. Da ist die Kooperation mit dem VKU aussichtsreiche r. Deutschlandweit warten die Stadtwerke auf Fahrzeuge wie den Mia. Drücken wir die Daumen, dass die Mittel für die Produktion reichen und auch geliefert werden kann.
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