Deutsche Industrie treibt Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien für Automobile voran

Unternehmen und Markt

vw-logo_ar(Quelle: VW/BMBF) - Die deutsche Industrie bündelt ihre Kräfte zur Entwicklung von Hochleistungsbatterien für den stationären und mobilen Betrieb. Der Autohersteller Volkswagen gehört zu den Initiatoren dieser Allianz. Das Projekt wurde heute im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierten Innovationskongress zum Thema „Ein Jahr Hightechstrategie – Neue Perspektiven für Deutschland“ in Berlin vorgestellt.

Die Innovationsallianz der Unternehmen BASF, Bosch, Evonik Degussa, Li-Tec, STEAG Saar Energie und Volkswagen hat der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, dabei den gemeinsamen Start einer Lithium-Ionen-Initiative vorgeschlagen. Ziel ist es, die Energie- und Leistungsdichte der Batterien deutlich zu erhöhen und einen möglichen Serieneinsatz zu beschleunigen.



Dazu Dr. Jürgen Leohold, Leiter der Konzernforschung der Volkswagen AG: „In Zukunft wird es den parallelen Einsatz von verschiedenen Fahrzeugantrieben bis hin zum reinen Elektroantrieb geben. Eine hochleistungsfähige Lithium-Ionen-Batterie als Energiespeicher ist dabei eine Schlüsseltechnologie. Deshalb ist es sinnvoll und notwendig, dass die Potentiale zur Erforschung und Entwicklung dieser Batterie in einer Innovationsallianz gebündelt werden. So werden Synergien genutzt und die Entwicklung in der Tat beschleunigt. Für Volkswagen ist diese Initiative ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum emissionsfreien Betrieb von Fahrzeugen."

Die Umsetzung der Hightech-Strategie zielt darauf ab, die Kräfte von Wissenschaft und Wirtschaft auf wichtigen Zukunftsfeldern zu bündeln und mit öffentlichen Mitteln ein Vielfaches an privaten Investitionen in Forschung und Entwicklung zu mobilisieren. Von besonderer Bedeutung sind für die Bundesregierung Technologien zur Erreichung der Klimaschutzziele. Die effiziente Speicherung von elektrischer Energie ist ein dabei wesentlicher Schlüssel für klimaverträgliche Energienutzung.

Mit stationären Speichern lassen sich großer Energiemengen speichern, was bei der Abfederung von Spitzenlasten, insbesondere aber bei der Nutzung regenerativer Energien wie etwa Windkrafträdern wichtig ist. Wenn bis 2050 etwa die Hälfte des gesamten Energiebedarfs in Deutschland aus erneuerbaren Energien gedeckt werden soll, müssen für die Zwischenspeicherung der erzeugten Energie effiziente Technologien entwickelt werden. Nur so läßt sich in Zukunft vermeiden, dass Energie ungenutzt verloren geht - so konnte in 2006 ca. 15 % des durch Windkraftwerke erzeugten Stroms nicht eingespeist werden und ging damit für den Verbrauch verloren.

Mobile Energiespeicher bilden die Grundlage für zukunftsweisende Antriebssysteme bei Fahrzeugen mit Hybridantrieb, bei vollständig elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, aber auch für die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Für Hybrid- und Elektrofahrzeuge und deren serienmäßige und kostengünstige Herstellung müssen möglichst bald Energiespeichermedien entwickelt werden, die effizient, leicht, sicher und preiswert sind, und die dem PKW-Besitzer eine akzeptable Reichweite (200 - 300 km) für sein Fahrzeug ohne "Auftanken" garantieren.

Erforderlich ist eine Steigerung der Energie- und Leistungsdichte der Energiespeicher um den Faktor 5 - 10. Als Technologie steht dafür heute die Lithium-Ionen-Technologie zur Verfügung. Damit sind effiziente Energiespeicher möglich, die aber derzeit nur in kleinen Dimensionen realisierbar sind. Mit den heute genutzten Materialien können große Batterien durch Überladen bzw. durch einen Unfall zur Explosion kommen. Notwendig ist daher die Erforschung und Entwicklung neuer Technologien auf der Basis neuer Material-, Fertigungs- und Systemintegrationskonzepte, um den höheren Anforderungen hinsichtlich Energie- und Leistungsdichte, Lebensdauer, Sicherheit und Optimierung der Kosten gerecht werden zu können.

LIB 2015
In der am 5. November 2007 geschlossenen Innovationsallianz "Lithium Ionen Batterie LIB 2015" haben sich die teilnehmenden Unternehmen verpflichtet, in den nächsten Jahren 360 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung an der Lithium Ionen Batterie zu investieren. Dies wird ergänzt und komplementiert durch die Fördermittel des BMBF in Höhe von 60 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren für diesen Bereich. Der Start der Innovationsallianz LIB 2015 ist eine offene Bekanntmachung des BMBF am 6. November 2007. Dabei können sich auch andere Konsortien bilden und um Fördermittel bewerben.


Bildmaterial: ar/Volkswagen


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