Conti-Studie: Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf dem Vormarsch

Unternehmen und Markt

conti-techvorstand_karl-thomas_neumann Der Autozulieferer Continental hat die Ergebnisse einer repräsentativen Studie bei 8000 Autofahrern in acht bedeutenden Märkten vorgestellt. Etwa die Hälfte der Autofahrer wünscht sich angesichts der steigenden Kraftstoffpreise ein emissionsfreies und batteriebetriebenes Auto für den Stadtverkehr. In dem Zusammenhang steigt auch international die Kaufbereitschaft von Hybridfahrzeugen. 

Insgesamt wären 36 Prozent der Befragten bereit, ein Auto mit Hybridantrieb zu kaufen, sogar 45,8 Prozent zeigen sich offen für den Erwerb eines Elektroautos.

 

Durch steigende Kraftstoffpreise sehen sich in Summe 45 Prozent aller Autofahrer gezwungen, das eigene Fahrverhalten umzustellen und somit Kraftstoff einzusparen. Mit 62,6 Prozent verändern die Japaner ihr Fahrverhalten am stärksten, sobald die Preise für Diesel und Benzin ansteigen, gefolgt von den Deutschen mit 55,2 Prozent.

Bei den US-Amerikanern sind es 42,8 Prozent. 60 Prozent der Briten und 48,9 Prozent der Chinesen ändern ihr Fahrverhalten auch bei steigenden Kraftstoffkosten überhaupt nicht. 

Bei Alternativen Antrieben denkt rund jeder Fünfte sofort an Hybridantriebe, die Benzin- und Elektromotor miteinander verbinden. Mit 46,9 Prozent ist die Antriebsform bei den Japanern am bekanntesten. Die Briten kennen sich mit 3,9 Prozent in diesem Gebiet im internationalen Vergleich am wenigsten aus. Auch lediglich 6,6 Prozent der US-amerikanischen Autofahrer kennen den Hybridantrieb.

Der reine Elektroantrieb steht mit durchschnittlich 16,8 Prozent an zweiter Stelle in Sachen Bekanntheit. Die Österreicher mit 33,3 Prozent und die Franzosen mit 31,7 Prozent nennen diese Variante sogar häufiger als den Hybridantrieb. Als Kraftstoff sparende Antriebssysteme gelten ferner Diesel sowie mit Erdgas betriebene Automobile. 81,7 Prozent der Chinesen können keine Aussagen zu Sprit sparenden Antrieben geben. 

Mehr als die Hälfte der chinesischen Autofahrer (53,8 Prozent) können sich trotzdem vorstellen, künftig ein Hybridfahrzeug zu kaufen – nachdem sie über die Technologie aufgeklärt worden sind. Mit 27,4 Prozent können sich hingegen weniger als ein Drittel der Deutschen zu einer derartigen Kaufentscheidung durchringen. Mehr als die Hälfte der Befragten (64,2 Prozent) zöge bei staatlicher Förderung den Kauf eines Hybridautos in Erwägung. Für Deutsche (66,6 Prozent), Österreicher (67,6 Prozent) und Briten (69,6 Prozent) ist diese Art von Förderung sogar noch Ausschlag gebender.

Mehr als die Hälfte der internationalen Autofahrer (58,1 Prozent) geht davon aus, dass umweltfreundlichere Hybridantriebe Mehrkosten gegenüber dem Kauf eines herkömmlichen Autos verursachen. Durchschnittlich 50,8 Prozent der Autofahrer wären nicht bereit, mehr für ein Hybridfahrzeug auszugeben. Die andere Hälfte könnte sich vorstellen, bis zu 2781 Euro mehr für umweltfreundlichere Fahrzeuge zu investieren.

Die Studie verdeutlicht, dass attraktive Anschaffungskosten für 63,5 Prozent das stärkste Argument sind, um ein Hybridfahrzeug zu kaufen. Acht von zehn japanischen Autofahrern sehen dies sogar als das wichtigste Kaufkriterium an.

Für die meisten Europäer steht an zweiter Stelle der Faktor Umwelt. Asiaten, US-Amerikaner und Briten hingegen vernachlässigen dieses Thema bis auf eine Minderheit. 

Jeweils 37,9 Prozent würden sich für ein Hybrid mit geringerem Verbrauch und gleicher bzw. besserer Beschleunigen als bei einem herkömmlichen Motor entscheiden. 

Mit der Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Batterietechnologie rücken zunehmend Elektroautos ins Blickfeld. Ein ausschließlich für den Stadtverkehr konzipiertes und völlig emissionsfreies Auto mit Batterien als Energiequelle können sich knapp die Hälfte aller Autofahrer (45,8 Prozent) „ganz bestimmt“, „sehr wahrscheinlich“ oder „eher wahrscheinlich“ vorstellen. Die Schweizer, Österreicher und Deutschen liegen dabei im Durchschnitt. Erstaunlich hingegen ist die positive Einstellung der chinesischen Autofahrer. Mit 73,4 Prozent sehen gut drei Viertel diese Form des alternativen Antriebs sehr positiv – vermutlich auch als ein Mittel gegen die zunehmende Luftverschmutzung in ihren Städten. 

 

(Quelle und Bildmaterial: ar/Continental)

  


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