Bosch plant milliardenschwere Übernahme der Solarfirma Ersol

Unternehmen und Markt

bosch-logo_arMit der milliardenschweren Übernahme von Ersol durch den Autozulieferer Robert Bosch dürfte der seit langem erwartete Startschuss für die Konsolidierung der Solarbranche gefallen sein.

Bosch hat mit dem Finanzinvestor Ventizz Verträge zum Erwerb von 50,45 Prozent der Anteile an der ersol Solar Energy AG, Erfurt, unterzeichnet. Der Kaufpreis für diese Anteile beträgt 546,4 Millionen Euro und entspricht einem Preis pro ersol-Aktie von 101,00 Euro. Der Erwerb der Anteile steht unter dem Vorbehalt kartellbehördlicher Genehmigungen.


Als Folge der Verträge mit Ventizz beabsichtigt Bosch, allen ausstehenden ersol-Aktionären ein öffentliches Übernahmeangebot zu unterbreiten, in dem Bosch jedem ersol-Aktionär ebenfalls 101,00 Euro pro Aktie in bar bietet. Zusätzlich zu Ventizz haben sich bereits weitere ersol-Aktionäre, die insgesamt 3,3 Prozent der Anteile halten, verpflichtet, das Angebot anzunehmen.

Die ersol Solar Energy AG entwickelt, fertigt und vertreibt waferbasierte Siliziumsolarzellen und hat mit dem Aufbau einer Dünnschichtmodul-Produktion begonnen. Das Photovoltaik-Unternehmen erwirtschaftete 2007 weltweit einen Umsatz von 160 Millionen Euro. Für 2008 erwartet ersol einen Umsatz von mehr als 300 Millionen Euro. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 1 000 Mitarbeiter an drei Standorten.

Experten halten weitere Zusammenschlüsse angesichts der sinkenden staatlichen Förderung von Solarenergie für wahrscheinlich. Um keinen Einbruch bei der Nachfrage zu erleben, sind die Solarfirmen gezwungen ihre Preise zu senken. Gleichzeitig müssen sie wegen des Booms hunderte Millionen in den Kapazitätsausbau investieren.


(Quelle: Bosch/Reuters, Bildmaterial: Bosch)



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