Bosch: Erster Serienauftrag für Hybridantrieb

Unternehmen und Markt

bosch_hybridtechnik_small(Quelle: Dow Jones Newswires) Stuttgart - Der weltweit größte Automobilzulieferer Bosch hat den ersten Serienauftrag für eine Fahrzeugplattform mit einem Benzin-Hybridantrieb erhalten. Der Serienstart soll für Ende 2008 geplant sein, um welchen Auftraggeber es sich dabei handelt wurde noch nicht verraten. Es wird jedoch vermutet, dass es sich um die SUV-Plattform für den VW Touareg, Porsche Cayenne und den Audi Q7 handeln wird.

Diese Information wurde auf der Bilanz-Pressekonferenz des Konzerns am Mittwoch von Bernd Bohr bekannt gegeben. Es handelt sich dabei um einen Voll-Hybrid-Antrieb, welcher im Gegensatz zum Mild-Hybrid auch über kurze Strecken ein rein elektrisches Fahren ermöglicht. Bis auf die Batterie kommen somit schon die wesentlichsten Komponenten des Hybridantriebs von Bosch selbst.


Der jährliche Absatz wird mit zirka 100.000 Einheiten angenommen, jedoch wird in den ersten Jahren lediglich mit 30.000 bis 40.000 Einheiten aufgrund mangelnder Nachfrage in Europa gerechnet. Bei Hybridfahrzeugen wird der Verbrennungsmotor durch den Elektroantrieb unterstützt, was insbesondere im Stadtverkehr für eine Reduzierung des Verbrauchs und eine Verringerung der CO2-Emissionen bewirkt. Die entstehende Bremsenergie wird dabei zum Aufladen der Batterie genutzt.

Man darf gespannt sein, bis wann nähere Details zum Elektroantrieb und zur eingesetzten Batterietechnik im schlussendlichen Kundenfahrzeug veröffentlicht werden. Es wird aber frühestens im Jahr 2009 mit dem ersten deutschen Hybridfahrzeug am Markt zu rechnen sein, in Anbetracht des Vorsprungs von Toyota in der Hybridtechnik stellt dies aber eine kleine Ewigkeit dar. Zu diesem Zeitpunkt wird Toyota schon mit ihrer dritten Hybrid-Generation am Markt vertreten sein, welche mit Plug-in Technik und einer Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet sein wird.


Fotoquelle: bosch-presse.de

Kommentare 

 
0 #2 2007-05-02 17:03
...wenn rein elektrisch so 50-70 km drin sind, wär das evt. keine so schlechte Lösung. Für diese Preisklasse aber wirklich ziemlich überflüssig.

Denn in der Preisklasse sind reine Batteriefahrzeu ge mit Lithium Nano-Titanat Batterien, Reichweiten von 400 km und 10 Minuten Ladezeit kein Problem mehr.

Die besten SUTs und SUVs baut sowieso http://www.phoenixmotorcars.com

Plug-In Hybrids sind eher was für Einsteiger-Fahfrzeuge, so um die €10.000,- wo durch die preisliche Beschränkung auf Blei-Gel oder Blei-Silikon nicht mehr als 100-130 km pro Ladung möglich ist. Für solche Fahrzeuge sind Aggregate als Range-Extender, bzw. gleich so starke, um unendlich weit zu fahren gerade richtig, und zwar nur optional! Die Basic-Version soll natürlich rein elektrisch sein. Was dann eben Elektro oder Plug-In Hybrid ist, bzw. sind die Elektros dann auch auf Plug-In Hybrid aufrüstbar. Ich werde meinen Elektro Ligier Ambra, den ich im Juni bekomme, vermutlich auch irgendwann mal mit Aggregat als Range-Extender aufrüsten. ;-)
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0 #1 2007-04-25 22:23
So etwas dummes sieht man selten. Jetzt werden ausgerechnet die (S)imply (U)seless (V)ehicles mit überteuertem Hybridantrieb ausgerüstet, um statt 14 Litern künftig vielleicht 11 zu verbrauchen. Ganz toll, welch Fortschritt.

Warum ist die deutsche Automobilindust rie nur so rückständig und vor allem so bescheuert? Sie wird es in ein paar Jahren teuer bezahlen, wenn sie durch Elektroautohers teller gnadenlos überholt wird.
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