Bosch: Die Elektro-Euphorie schadet dem Markt

Unternehmen und Markt

bosch-logo_arAutomobilzulieferer Bosch kritisiert die aktuelle Diskussion über Elektrofahrzeuge als schädlich für den Markt. „Wir dürfen dem Verbraucher nicht den Eindruck vermitteln, dass es 2010 ein Elektroauto gibt, das bezahlbar wäre und den heutigen Fahranforderungen entspricht“, sagte Bosch-Kraftfahrzeug-Chef Bernd Bohr dem Magazin „Auto Motor und Sport“.

„Kleinserien von Elektrofahrzeugen erwarten wir zwar schon vor 2015. Aber die werden alle subventioniert sein – entweder vom Staat über Steuern oder von der Industrie, die unter Kosten liefern wird, um in einem prestigeträchtigen Segment mitzumischen“, so Bohr.

Zuerst werde der „Hybridantrieb seine Rolle als Brückentechnologie einnehmen. Der traditionelle Verbrennungsmotor werde aber noch Jahrzehnte der beherrschende Antrieb bleiben.

(Quelle: ar/Bosch)

 


Kommentare 

 
0 #11 Christian Müller 2009-01-08 13:44
Wenn ich bedenke, dass ein Golf TDI auch mal schnell 25.000€ kostet fände ich 30.000€ für nen E-Golf schon garnicht so abschreckend (wenn die Daten stimmen)- es entfallen dafür ja diverse Wartungs- und Betriebskosten.

Mein Corsa Diesel hatte auch 2004 einen Listenpreis von 17.500€. Eine E-Version für 20.000€ würde sich da sicher bei Vielfahrern rechnen.
Vor der Wahl stehend 190km/Tag pendeln oder Fernbeziehung wäre es für mich auf jeden Fall eine interessante Option (vorausgesetzt RangeExtender ist an Bord) und die Reichweite liegt um 200km (oder die Firma spendiert mir eine Steckdose auf dem Parkplatz - dann tun es auch 100km).

Strom wird nicht unbedingt aus Gas und Öl erzeugt sondern eher aus Kohle und Kernkraft. Das ist ökologisch sicher auch nicht besser als Öl - aber es gibt zumindest mehr Reserven.

Da ich lieber 1-3 jährige Fahrzeuge kaufe die schon 40% ihres Wertes aber erst 5% ihrer Substanz verloren haben vermute ich, dass mein erstes E-Auto um 2015 vor der Tür stehen könnte. Das wäre dann Modelljahr 2013 und hätte hoffentlich nicht mehr die Kinderkrankheit en der ersten Fahrzeuge von 2012.

Ist ja nett, dass ein paar US-Freaks fleißig basteln. Wie viele Fahrzeuge sind das denn in der Woche so in den gesamten USA? 1 oder sogar 2?
Und in der Zeit laufen bei VW 10.000 Golf vom Band.
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0 #10 2009-01-08 10:05
Es hat nie jemand behauptet, dass die Elektroautos nicht kommen werden. Es geht lediglich darum, dass ständig der Eindruck erweckt wird, ich brauch nur noch ein paar Tage zu warten und schon hat der Händler um die Ecke welche zu kaufen.
Und die Selbstumbauten in Amerika sind ja gut und recht. Aber wer haftet, wenn nach fünf Jahren das Auto nur noch Schrott ist? Oder wenn ein Unfall passiert, weil die Elektronik versagt hat?
Und steht dabei wieviel das kostet? Und damit meine ich nicht nur das Material sondern auch wieviele Arbeitsstunden? Natürlich gibt es Leute, die für einen Elektro-Corsa 30.000 Euro ausgeben würden. Allerdings werden das nicht sehr viele sein.

Und Energiemix wäre super. Allerdings schaffen wir es ja jetzt schon nicht, den Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Viel Strom wird auch aus Gas oder Öl erzeugt. Und dass wird sich die nächsten Jahre leider auch nicht großartig ändern lassen.

Ich will nochmal betonen, es geht nicht darum was in 10 Jahren ist. In dem Artikel geht es darum, was in 1-3 Jahren ist (Zumindest habe ich dass so verstanden). Und bis dahin wird es noch nicht allzuviele E-Fahrzeuge geben. Und ich bin nicht glücklich darüber, da mich der TÜV am Ende des Jahres von meinem Auto scheiden wird und ich ein neues brauche. Aber ich bezweifle, dass ich bis dahin ein bezahlbares Elektrofahrzeug bekommen werde, mit dem ich einigermaßen vernünftig meine Fahrstrecken bewältigen kann.

Roland
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0 #9 2009-01-08 00:09
Das E-Auto wird kommen...das wird der Käufer entscheiden und nicht mehr die Industrie....auch ohne Bosch...
Ich habe in den 90er die Einwicklung von GM Impact beobachtet und freute mich schon über dieses Fahrzeug.
Auch BMW hatte ein Concept Car von 1993. Der E1 ca. 170km Reichweite bei 80kmh / 265km bei 50kmh
Schaut mal bei Youtube wieviele in USA ihr Fahrzeuge umbauen auf E-Antrieb. Da kriegst mal alles ausser bei OBi.

Kennt jemand den Film Killing Cars von 1986. Ein Erfinder wird von der Öl Industie gejagt. Sein E-Fahzeug mit Superzellen soll vernichtet werden.. Das kennen wir doch von irgendwoher ? GM und der EV-1 (Impact)

Ich wünsche mir das mein Nächstes Auto ein E-Auto wird ...und mir reichen 150km Reichweite aus.

mfg THX-1138
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0 #8 Christian Müller 2009-01-07 20:06
Hier geht keiner davon aus, dass man ein E-Fahrzeug zwischen Obi-Regalen komplettieren könnte.

Es gibt noch nicht wirklich einen Großserienakku der als Fahrakku taugen würde - stimmt. Aber die Technik dringt auf en Markt und diverse namenhafte Hersteller wollen so etwas küntig anbieten.

Warum keiner E-Fahrzeuge kauft? Weil es keine zu kaufen gibt, mal abgesehen von vereinzelten Rollern die es auch erst seit wenigen Monaten auf dem Markt gibt.

Allein durch E-Fahrzeuge werden nicht alle Energieprobleme gelöst - aber es wird auf einmal möglich, die Energie auf sehr vielfältige Art und weise herzustellen und E-Fahrzeuge bieten die Möglichkeit, Produktionsschw ankungen (Winfenergie)zu mindest zum Teil auszugleichen.

Noch Fragen?
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0 #7 2009-01-07 13:33
Es ist immer wieder interessant zu lesen, wieviele schlaue Leute es zu Hybrid- und Elektrofahrzeug en gibt. Jeder glaubt, dass man nur mal eben schnell in einen Baumarkt geht und schon kann man ein Elektrofahrzeug zusammenbasteln . Dummerweise vergessen diese Leute ständig, dass es erstens bis heute keine Batterie gibt, mit der man längere Strecken fahren kann (damit meine ich Strecken über 200km) und vor allem, die man bezahlen kann und die nicht waschmaschineng röße haben.

Natürlich kann man sofort irgendein Elektrofahrzeug zusammenbasteln und schon morgen damit losfahren. Aber was macht dieses Fahrzeug in zehn Jahren? ? Allein um das zu testen braucht man mindestens ein halbes Jahr. Und wenn etwas nicht funktioniert muß man wieder von Vorne anfangen.

Es gibt natürlich einen Tesla auf dem Markt. Aber den wird sich der Durchschnittsde utsche wohl kaum leisten können. Ich jedenfalls sicher nicht. Und wenn man schon von einem Elektrofahrzeug überzeugt ist, wieso kauft sich dann keiner eines?

Und schließlich frage ich mich, wieso ein Hybrid- oder Elektrofahrzeug sofort alle Energieprobleme löst? Ach ja, der Strom kommt ja aus der Steckdose...

Gruß von Einem, der auch gern rein elektrisch fahren würde
Roland
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0 #6 2009-01-01 05:06
wenn man überleben will, muß man sich anpassen!
Sonst stirbt man aus. Das schon Charles Darwin erkannt.
Da hilft nur eins:
Yes we can.
Das sollten sich Herr Bohr und Kollegen rechtzeitig und ernsthaft überlegen.
Grüße Theo
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0 #5 Christian Müller 2008-12-31 14:54
...zumindest für Zulieferer von Teilen die man zukünftig weniger und irgendwann garnicht mehr brauchen wird.
Ein serieller Hybrid hat z.B. keine Kupplung - und ein auf Kupplungen spezialisierter Zulieferer kann sich nicht mal eben auf Akkus umstellen.
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0 #4 2008-12-31 08:42
"Aber die werden alle subventioniert sein – entweder vom Staat über Steuern oder von der Industrie"

Vom Staat... bedeutet von den Bürgern, wenn die Bürger so viel erwarten können sie es ja auch bezahlen! Was stört das den Urheber der Meldung!?

Von der Industrie... das war immer schon so, dass Branchen bei einem Technologiewech sel zuerst investieren müssen und subventionieren und erst später Gewinne mit der Technologie einfahren!
In der Computer-Branche ist dies Gang und Gebe! Wieso sollte nicht die Autoindustrie nach fast 100 Jahren gleicher Technologien einmal zum umdenken und aufrüsten gezwungen werden?
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0 #3 Thomas Rossen 2008-12-29 01:56
Versteh nicht so ganz wie Bosch sich so zum rumjammern hinreißen lassen kann... Solche Diskussionen sind doch positiv, kurbeln sie doch die technische Entwicklung an.

Wenn man natürlich nicht mithalten kann, dann bleibt nur jammern.

Und mit den Jahrzehnten hoffe ich mal einfach, das Bosch sich da irrt und wir 2015 schon zumindest im Kleinwagensegme nt eine solide Grundauswahl an Elektrofahrzeug en haben, sowie eine hohe Rate an Hybridfahrzeuge n.

Das der entgültige Abschied vom Verbrennungsmot or noch Jahrzehnte dauert ist klar aber ich hoffe doch das er seine Dominanz bis dahin zumindest arg eingebüßt hat.

elektrisierte Grüße,
Thomas.
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0 #2 2008-12-28 22:20
Statt Zitat:
aktuelle Diskussionen
zu kritisieren, sollten die lieber aufpassen, daß sie rechtzeitig die Kurve kriegen.
Aber was will man denn von einem oder besser DEM DOMINIERENDEN Lieferanten von elektronischen Technologien rund um das deutsche Verbrennungsfah rzeug auch anderes erwarten?
Wer kritisiert, steht mit dem Rücken zur Wand. Sonst würde er diese "unliebsamen" Diskussionen völlig gelassen sehen.
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