BMW legt Wasserstoffantrieb auf Eis

Unternehmen und Markt

 Der Premiumhersteller BMW zeigt Zweifel am Wasserstoffantrieb und wird deshalb seine aktuellen Feldversuche mit Wasserstoff-Limousinen nicht weiterführen. Dem Handelsblatt sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger: „Es wird vorerst keine neue Wasserstoff-Testflotte geben. Wir arbeiten aber weiter an der Option.“

Während sich auch Volkswagen gegen die Wasserstoffverbrennung und die Brennstoffzellentechnik entschieden hat, weil diese Technologie für den Grossserieneinsatz ungeeignet sei, hält Daimler weiter an dieser Technologie fest. Eine Kleinserie von B-Klasse-Fahrzeugen ist geplant und spätestens 2015 soll eine Grossserie auf den Markt gebracht werden.

(mp/wattgehtab.com)

 


Kommentare 

 
0 #12 2009-12-31 10:09
Auch die heutigen Zellen werden sich weiterhin verbessern lassen, dies auch kurzfristig. Panasonic hat eben neue Zellen für die Produktion über die nächsten paar Jahre vorgestellt: http://is.gd/5HtTg
Ein mit diesen Zellen ausgestatteter Tesla Roadster würde damit seine EPA Reichweite auf über 700 km steigern und das nicht in irgendwelcher ferner Zukunft.
Die Pressenotiz enthält übrigens den Hinweis, dass diese Zellen auch für den Einsatz in Elektroautos gedacht sind.
- Alfred
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0 #11 2009-12-28 16:34
Stimmt, es muss nicht unbedingt die heutige Technik sein. Der Lithium-Luft-Akku würde die 10 fache Reichweite bieten - und dann ist eigentlich bei den meisten Autos auch kein RangeExtender mehr nötig, was wiederum die Kosten reduziert. Ladestationen braucht man auch nicht mehr viele, zuhause laden reicht.
Es gibt da noch andere Konzepte, die nicht unbedingt auf Lithium angewiesen sind. Aber die sind alle noch im Laborstadium.
Insbesondere Lithium-Eisen-Phosphat (LiFePO4) hat heute aber schon einen ganz guten Entwicklungssta nd was hochstromfähigk eit und Zyklenzahl angeht.
Die Technik ist zumindest reif für Plug-In-Hybride, die im Alltag bei den meisten Menschen auf >90% ihrer Kilometer ohne Verbrennungsmot or auskommen. Das wäre schon ein gewaltiger Fortschritt der mit heutiger Technik machbar ist.
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0 #10 2009-12-28 14:09
Wer sagt denn, dass es für Akkus nur die derzeit effizientesten Lithium-Ionen Akkus geben wird? Es wird auch da intensiv nach besseren Technologien geforscht, beispielsweise Lithium-Luft Akkus, die die 10fache Energiedichte haben sollen. Damit würde man für die selbe Reichweite 10 Autos ausstatten können. Ich bin sicher, dass noch weitere Rohstoffe gefunden werden, deren Vorkommen deutlich größer sind und ebenso die Energiedichte der Technologie...
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0 #9 2009-12-17 13:23
Ja, da gab es mal so Artikel über fehlendes Lithium. Es gab aber auch vor 20 Jahren Artikel, dass in 20 Jahren das Öl alle sein wird. Wie kann das sein?
Die Menge des wirtschaftlich förderbaren Öls hängt auch kräftig vom Ölpreis ab - das gleiche ist es mit Lithium. Und der Lithiumpreis beeinflusst die Akkukosten heute nur in verschwindend geringem Maße. Wenn Lithium um den Faktor 3, 5 oder 10 teurer wird ist das nicht das Problem. Konzepte zum Recycling gibt es auch schon.

Wenn Elektroautos eine Zwischenlösung sind - was ist denn dann das Ziel der Entwicklung??

Das Doppelkupplungs triebe kann unter Last schalten, richtig. Das heißt aber nicht unbedingt, dass der Zug konstant bleibt sondern lediglich, dass er nicht auf Null zurückgeht.
Bei höheren Leistungen (Sportmodus) spürt man das dann auch. Ich glaube nicht, dass der dadurch größere Ruck Absicht ist.
Gäbe es den perfekten Akku würde kein Mensch über einen Verbrennungsmot or nachdenken, der Elektromotor kann einfach alles besser.
Nun gibt es den perfekten Akku leider nicht, aber es wird besser.
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0 #8 2009-12-15 18:22
da es aber nicht annähernd genug (förderbares) Lithium auf der Welt gibt, ist es unmöglich, den Großteil der weltweiten Fahrzeuge mit Akkus auszustatten. Daher sind Elektroautos (mit Akku) nach wie vor eine Zwischenlösung, und momentan halt gut fürs grüne Image...
zum Schaltrucken: Es ist die Kerneigenschaft eines Doppelkupplungs getriebes, dass es ohne Zugkraftverlust und ohne Rucken schalten kann. Das ist auch bei BMW so. Wählt man aber den Modus "Sport", so wird weiter ausgedreht, und der Schaltvorgang wird spürbar gemacht...
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0 #7 2009-12-15 17:29
Na klar, it's not a bug, it's a Feature! Würd ich auch behaupten ;-)
Ob Freude am Fahren mit dem arg gedrosselten Wasserstoffmoto r aufkommt mag ich bezweifeln.
Energetisch ist es absoluter Schwachsinn. Selbst wenn wir saubere Energie im Überfluss hätten um Wasserstoff zu euzeugen - damit ist in den nächsten 100 Jahren wohl kaum zu rechnen - wäre die Brennstoffzelle die bessere Lösung. Elektromotoren können die Leistung wesentlich besser auf die Strasse bringen. Alles mit reibenden Kupplungen oder Föttinger-Wandler ist doch ein Krampf. Ein schlechtes Prinzip perfektioniert bis es unsere Anforderungen erfüllt - aber das ändert nichts daran, dass es ein schlechtes Prinzip ist.
Und das ist aus heutiger Sicht auch Wasserstoff überhaupt. Verlustreiche Wandlungsschrit te, aufwändige Speicherungstec hnik, hohe Kosten und geringe Reichweite.
Akkus eignen sich als Energiespeicher wesentlich besser.
Im Lthiumakku gehen unter 10% verloren. Selbst der Pfad über Brennstoffzelle hat da schon deutlich über 50% Verluste, vom Verbrennungsmot or braucht man da garnicht anfangen.
Wenn wir Energie im Überfluss hätten ... ja WENN... haben wir aber nicht und werden wir auch nie haben.
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0 #6 2009-12-15 16:16
BMW hat seine Gründe für eine Wasserstoffverb rennung anstatt Brennstoffzelle :
z. B. die vereinfachte Übergangszeit mit Motoren, die sowohl Benzin als auch Wasserstoff verbrennen können.
Und vermutlich das Hauptargument: Die "Freude am Fahren." ... ;-) (da wird ja sogar bei einem Doppelkupplungs getriebe künstlich ein Schaltrucken erzeugt, damit es sportlicher wirkt... ;-D )
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0 #5 2009-12-15 15:56
Es gibt mehrere unterschiedlich e Herangehensweis en an Wasserstoff. Die Verbrennung von Wasserstoff in herkömmlichen Ottomotoren ist zwar ein bequemer Weg für die Automobilherste ller, aber derzeit völlig ineffizient. Insofern ist die Entscheidung durchaus sinnvoll.
Sollten wir irgendwann einmal an einen Punkt kommen, an dem der Überschussstrom aus Windkraft (z. B. nachts bei Windstärke 10) per Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt wird und ins Gasnetz eingespeist wird, könnte das aber was werden. Da das dann aber im Gasnetz eine Mischung aus Wasserstoff und Erdgas sein wird, sind Brennstoffzelle n zu dem Zeitpunkt noch nicht sinnvoll. Erst wenn dann zusätzlich der Erdgaspreis so dermaßen hoch sein wird, dass Wasserstoff billiger ist und nur noch reiner Wasserstoff durch die Gasleitungen strömt, werden sich Brennstoffzelle n lohnen.
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0 #4 2009-12-15 15:39
Der Ist bei Wasserstoff im Verbrennungsmot or nicht so toll... man könnte auch sagen HUNDSMISERABEL.
Wenn schon Wasserstoff im Auto und die ganze aufwändige Speichertechnol ogie dann wenigstens nicht ganz so ineffizient in der Brennstoffzelle verwerten - wie Daimler es tut.

Wenn der Wasserstoff aus Strom erzeugt wird kann man dem gleichen Strom im Elektroauto auch einfach ein vielfaches weiter fahren.
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0 #3 2009-12-15 14:13
Das ist nicht ganz einfach zu sagen, da Wasserstoff noch nicht in großen Mengen hergestellt wird.
Klar ist aber, dass Wasserstoff (im Gegensatz zu Öl, Lithium und anderen Rohstoffen) endlos verfügbar ist.
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