BMW lastet rückläufigen Absatz der Klimadiskussion an

Unternehmen und Markt

bmw_zentrale_muenchen_160_120(Quelle: Spiegel Online) Nach dem Höhenflug am Ende letzten Jahres - kurz vor der Mehrwertsteuer-Erhöhung - ist der Automarkt jetzt stark rückläufig. Schuld daran könne auch die aktuelle Klima-Diskussion haben, meint BMW-Vertriebsvorstand Michael Ganal. Die Verbraucher seien so leicht zu verunsichern.

Die Verbraucher werden von BMW durch diese Aussage quasi als dumme Marionette ohne eigene Meinung hingestellt. Natürlich ist es einfach, die Fehler überall anders zu suchen, nur nicht in den eigenen Reihen. Wenn BMW und die anderen deutschen Autobauer nicht auf die Kundenwünsche eingehen und beobachten was der Markt verlangt, dann muss man über kurz oder lang mit gravierenden Absatzeinbußen rechnen. Der Trend geht ganz klar hin zu umweltfreundlicheren Autos mit einem sauberen Umweltimage.

Die Autohersteller die dies verschlafen, müssen damit rechnen, dass ihre Kunden zu anderen Anbietern abwandern werden. Die arrogante Weise der deutschen Autohersteller gegenüber der Hybridtechnik von den Japanern ist ja nur ein Armutszeugnis, dass sie ihre Hausaufgaben nicht rechtzeitig gemacht haben und die Dinge nun schlecht reden wollen. Man kann natürlich alles schlecht reden, denn wo Licht ist, ist auch Schatten.

Hätten die deutschen Hersteller beispielsweise schon vor Jahren die Dieseltechnik mit Partikelfilter und Diesel-Katalysator zu einem sauberen Image verholfen, könnte die Rollenverteilung heute vielleicht zwischen Diesel- und Hybridtechnik anders aussehen. Aber man hat ja vor Jahren genau dieselben Diskussionen und Abwehrhaltung beim Thema Partikelfilter praktiziert, als die französischen Autohersteller dies serienmäßig bei ihren Fahrzeugen eingeführt haben. Schade eigentlich, die Ingenieurleistungen der deutschen Autobauer bewegen sich auf höchstem Niveau, nur der Vertrieb und das Marketing scheinen die letzten Jahre den Anschluss verpasst zu haben.

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Lesen Sie den ganzen Bericht auf Spiegel Online.


Fotoquelle: dustpuppy (flickr.com)







Kommentare 

 
0 #1 2009-02-22 21:47
Mit dieser Verlautbarung gibt BMW ja offen zu, daß, wenn sie nicht "gepennt" hätten, sie jetzt besser da stehen würden.....
Hätten die Manager rechtzeitig gehandelt und zukunftsorienti ert RICHTIG entschieden (in den fetten Jahren war das ja problemlos finanzierbar...) , hätten sie ja schon vor Jahren in Zero emission Entwicklung investiert. Dann hätten wir heute schon serienreife E- und Hybrid Modelle mit entsprechender Serienproduktio n.
Der E-Mini kommt mindestens 3 Jahre zu spät. Statt in Wasserstoff und Verbrenner hätte man in Akku und E-Antriebe investieren müssen. Rechtzeitig die Kernkompetenzen umstellen.

OK: ...
... wenn, wäre, hätte, alles Geschichte! Kann man nicht mehr ändern.

Und noch eine Botschaft steckt in dieser Verlautbarung drin: Jetzt ist es zu spät, nun haben wir kein Geld mehr!. Und Schuld ist nur der böse und dumme Verbraucher, der sich durch die lächerlichen Klimadiskussion en davon abhalten läßt, einen "Schadstoffarmen " 318er für 20.000 Euronen zu kaufen.

Und nun brauchen die Autohersteller auch noch den unbescholtenen Steuerzahler, der die durch Managementfehle r entstandene Zeche zahlen darf...

Aber eins ist doch wohl klar: wer um jeden Preis am Alten festhalten will, geht unweigerlich unter...
Und sowas noch mit Steuergeldern zu finanzieren, ist m.E. falsch.
Grüße Theo
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