Berliner Verkehrsbetriebe: 14 Wasserstoffbusse im Test, Kauf von 50 geplant

Unternehmen und Markt

bvg_wasserstoffbusDie Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) testet insgesamt 14 mit Wasserstoff betriebene Omnibusse im Linienverkehr, um neue Wege in der Antriebstechnologie zu erproben.

Täglich sind immerhin rund 1200 große und kleine "Gelbe" in der Stadt unterwegs, nimmt man alle gefahrenen Buskilometer zusammen, umrunden sie pro Tag achtmal die Erde. Bei der Entwicklung der Abgasgrenzwerte konnte bei den Bussen mit der Einführung der EURO 5–Motoren bereits ein entscheidender Schritt vollzogen werden.



Ab dem Jahr 2012 mit der voraussichtlichen Einführung der EURO 6-Norm sind die Abgaswerte nochmals deutlich zu reduzieren. Bis dahin sind noch viele Anstrengungen im Bereich der Forschung und Entwicklung notwendig. Deshalb testet die BVG zurzeit 14 mit Wasserstoff betriebene Omnibusse im Linienverkehr.

Die Busse sind in Spandau und Charlottenburg im Einsatz, auf den Linien X49, 130 und 131 und erkennbar an dem "Höcker" auf dem Dach, unter dem die Wasserstofftanks sitzen. Bedenken, mit einem Wasserstoffbus zu fahren, muss laut BVG niemand haben, das System sei so sicher wie bei einem Dieselbus.

Zusammen mit der BVG erproben deutsche und internationale Fahrzeughersteller, Mineralöl- und Energiekonzerne sowie Technologieentwickler im Rahmen des Projekts "Clean Energy Partnership" (CEP) den PKW-, Bus- und Tankstellenbetrieb in Berlin.

Auch auf europäischer Ebene mischt die BVG mit: Im Rahmen des EU-geförderten Projekts HyFLEET:CUTE erproben die Berliner Verkehrsbetriebe derzeit Wasserstoff mit sehr guten Resultaten.

Laut einem Bericht der „Welt“ wollen die Berliner Verkehrsbetriebe ab 2009 50 Wasserstoffbusse kaufen. Eine Entscheidung über den Millionen-Auftrag soll noch in diesem Jahr getroffen werden, bestätigte BVG-Sprecher Klaus Wazlak.

Die ersten Wasserstoffbusse könnten bereits nächstes Jahr geliefert werden. Verhandlungen mit möglichen Herstellern laufen schon, darunter der Lastwagen- und Bushersteller MAN. Alle 50 neuen Busse sollen dann bis spätestens 2016 in Betrieb genommen werden.

Entscheidend für eine positive Kaufentscheidung sei, ob Anschaffung und Betrieb der Wasserstoffbusse finanziell unterstützt würden. "Es gibt Mehrkosten, die wir aus eigenen Kraft nicht übernehmen können", sagte Wazlak. Entsprechende Förderprogramme habe das Bundesverkehrsministerium aufgelegt.


(Quelle und Bildmaterial: BVG)



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