BASF investiert bis 2016 dreistelligen Millionenbetrag in Batterie-Entwicklung

Unternehmen und Markt

BASF will bis 2016 dreistelligen Millionenbetrag in die Entwicklung von Batterien investieren (Bildmaterial: BASF)In den kommenden fünf Jahren will die BASF einen dreistelligen Millionenbetrag in die Forschung und Entwicklung (F&E) von Batterien investieren. Darunter fallen die eigenen F&E-Aktivitäten des Unternehmens zur Optimierung der Lithium-Ionen-Technologie und zur Entwicklung völlig neuer Batteriekonzepte sowie Kooperationen mit Partnern, beispielsweise im Forschungsnetzwerk Elektrochemie und Batterien.

Teil dieser Aufwendungen ist auch die in Elyria im US-Bundesstaat Ohio im Bau befindliche Produktionsanlage für fortschrittliche Kathodenmaterialien. Die neue Anlage mit einem Investitionsvolumen von mehr als 50 Millionen US$ soll ab Mitte 2012 den Markt mit Kathodenmaterialien zur Herstellung leistungsstarker Lithium-Ionen-Batterien versorgen. Ihr Bau wird durch das US-Department of Energy gefördert.

Gründung des Gemeinschaftslabors „Batteries and Electrochemistry Laboratory“ (BELLA) (Bildmaterial: BASF)Mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat die BASF im Januar ein Gemeinschaftslabor zur Entwicklung von innovativen Batteriematerialien gegründet. Dieses „Batteries and Electrochemistry Laboratory“ (BELLA) in Karlsruhe verknüpft das elektrochemische Know-how der BASF in der industriellen Anwendung mit den Ergebnissen der Grundlagenforschung des KIT. Ziel der Kooperation ist die schnellere Umsetzung der Forschungsergebnisse in Produkte für Hochenergiebatteriesysteme.

Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen die Steigerung der Lebensdauer von Batterien, der Einsatz von Materialien mit hoher Speicherkapazität sowie die Sicherheit der Batteriesysteme. Die Partner werden dazu in den nächsten fünf Jahren gemeinsam etwa 12 Millionen € investieren. In ersten Projekten entwickeln die Wissenschaftler beispielsweise keramische Ionenleiter, die als Schutzschichten in zukünftige Batteriegenerationen eingesetzt werden können.

Im Jahr 2010 hat BASF einen neuen Spitzenwert bei den Aufwendungen für F&E erreicht, die auf fast 1,5 Milliarden € gestiegen sind (Vorjahr 2009: 1,40 Milliarden €). Die BASF setze bei F&E auf Kontinuität und habe auch in schwierigen Zeiten ihr Engagement weiter erhöht, sagt Dr. Andreas Kreimeyer, Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung, auf der Forschungspressekonferenz des Unternehmens am 4. Februar 2011 in Ludwigshafen. „Forschung und Entwicklung sind die Grundlagen unserer Zukunftssicherung. Deshalb wird die BASF auch im neuen Jahr 2011, dem internationalen Jahr der Chemie, ihre F&E-Aufwendungen erneut steigern “, betont Kreimeyer.

(mk/wattgehtab.com)


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