Automobilclub von Deutschland gegen Tempo 130

Unternehmen und Markt

avd_tempolimit_130(Quelle: AvD) Die vom SPD-Parteitag beschlossene Forderung nach einem generellen Tempolimit von 130 km/h auf den Autobahnen bringt nach Feststellungen des Automobilclub von Deutschland (AvD) nicht die versprochenen Vorteile für die Umwelt.

Laut AvD ist zwar die Behauptung richtig, eine Begrenzung des Tempos auf 130 km/h könne die CO2-Emissionen eines Fahrzeuges senken, doch beziehe sich dies eben nur auf das einzelne Fahrzeug und nicht auf die Gesamtheit des Verkehrs.


Der größte Teil der deutschen Autobahnen unterliegt bereits einer Geschwindigkeitsbeschränkung, die Durchschnittsgeschwindigkeit aller PKW liegt im gesamten Autobahnnetz bei unter 117 km/h und die Mehrheit aller Unfälle geschieht bei Geschwindigkeiten von unter 100 km/h. Die von der SPD erhofften positiven Auswirkungen werden deshalb schlichtweg nicht eintreten. Im Gegenteil: Die angesichts des starken LKW-Verkehrs notwendige Entflechtung des Verkehrs durch streckenweise freie Fahrt würde durch Verlagerung und Verlangsamung des Verkehrs auf den linken Autobahnspuren zu mehr Staus und mehr Auffahr-Unfällen führen, die auch negative Auswirkungen auf die Abgasbilanz haben und sich damit nachteilig auf die Umweltbilanz auswirken.

Unverständlich sei, warum die SPD gegen die ausdrückliche Empfehlung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Antragskommission - und damit gegen die Empfehlung der Experten aus den eigenen Reihen - diesen Antrag mehrheitlich verabschiedet hat und damit ein klares Signal gegen eine sinnvolle und durchdachte Umweltpolitik setzt.

Die Antragsbehauptung "Ein schneller und unbürokratischer Weg zum Klimaschutz ist die Einführung einer allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h." ist schlichtweg falsch. Klimaschutz lässt sich so nicht betreiben. Diese Argumentation ist höchstens geeignet, das umweltpolitische Gewissen zu beruhigen und sich zu sagen, dass man es doch wenigstens versucht hätte.

Der AvD fordert die SPD auf, ihre populistischen Vorschläge wissenschaftlich neutral untermauert zu begründen.


Bildmaterial: AvD


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