Alternative Antriebe und Kraftstoffe im ADAC-Dauertest

Unternehmen und Markt

adac_co2-marathon Die derzeit serienmäßig angebotenen alternativen Antriebe haben durch die Bank noch ihre Tücken. Dies ist das Ergebnis eines sechsmonatigen ADAC-Dauertests. Fazit: Wer beim Autofahren ausschließlich auf den CO2-Ausstoß schaut, kommt derzeit am Vollhybridantrieb nicht vorbei.

Unter Kostenaspekten ist Erdgas am günstigsten. Generell müssen je nach Konzept aber auch beträchtliche Einschränkungen in Komfort, Leistung und Reichweite in Kauf genommen werden.


Bei dem Test hat der Club die alternativen Kraftstoffe Erdgas, Autogas und Ethanol sowie die Antriebskonzepte Mild- und Vollhybrid auf Alltagstauglichkeit, Umweltverhalten und Kosten untersucht. Als Referenzmodell für konventionelle Autotechnik ging ein Diesel an den Start.

Mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,8 Litern Superbenzin auf 100 Kilometer und 119 g/km Kohlendioxid-Emission war der Toyota Prius in der CO2-Effizienz bestes Auto im Test. Dass auch ein konventionelles Auto wenig Schadstoffe produzieren kann, beweise der Skoda Oktavia mit Diesel-Motor. Er erreichte den zweiten Platz vor dem Honda Civic Hybrid und dem Volkswagen Touran mit Erdgasantrieb.

Beim direkt gemessenen CO2-Ausstoß bringen weder der Subaru Outback mit Flüssiggasantrieb noch der Ethanol-getriebene Ford Focus nach ADAC-Angaben eine Verbesserung. Theoretisch bieten diese Kraftstoffe zwar einen CO2-Vorteil, der in der Praxis durch den Mehrverbrauch aber wieder egalisiert werde.

In der Kostenbilanz setzte sich der VW Touran EcoFuel an die Spitze. Er profitiert von seinem moderaten Verbrauch und dem günstigen Erdgas-Preis. Der CO2-Primus Prius kommt aufgrund seiner Gesamtbetriebskosten in dieser Wertung nur auf den dritten Platz und muss sich damit trotz eines geringeren Verbrauchs dem Honda Civic Hybrid geschlagen geben. Im Ethanolbetrieb reicht es für den Ford Focus zu Platz 4. Damit ist er günstiger als der Skoda Octavia, dem seine hohen Gesamtbetriebskosten eine bessere Platzierung vereiteln. Das Schlusslicht bildet wie bei den CO2-Werten der Subaru.

Das Urteil des ADAC: Alle alternativen Systeme haben auch Nachteile. So sei das Tankstellennetz für Ethanol noch sehr dünn. Auch die Versorgung mit Erdgas weise noch Lücken auf. Der Hybridantrieb könne seine Vorteile nur in der Stadt ausspielen. Bei Überland- und Autobahnfahrt hingegen gehe sein Verbrauch in die Höhe.


(Quelle und Bildmaterial: ar/ADAC)



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