ADL-Fallstudie: Erfüllung der CO2-Anforderungen durch die Automobilindustrie

Unternehmen und Markt

adl_co2-scenario_impact_on_oems In der ersten einer Reihe von Veröffentlichungen mit dem Titel „CO2-Einblicke“ empfiehlt die Management-Beratungsfirma Arthur D. Little (ADL) eine proaktive Strategie für Originalausstatter (OEMs), um die potentiell negativen Auswirkungen der CO2-Diskussion zu begrenzen. Die Studie soll den Herstellern den Einblick verschaffen, den sie für die Entwicklung eines strategischen Rahmens zur Bewältigung der CO2-Herausforderung benötigen.

In einer Zeit, in der die Umweltauswirkungen von CO2-Emissionen, steigende Kraftstoffkosten und zunehmend „grüne“ Verhaltensmuster der Verbraucher die Nachhaltigkeit des traditionellen Automobilherstellungsmarktes in Frage stellen, wirft ADL einen Blick zurück in die weltweite Ölkrise des Jahres 1979, um Automobilherstellern strategische Beratung zur Bewältigung der vorliegenden Reihe von Herausforderungen bieten zu können.

 

In dieser neuen Fallstudie entwirft ADL ein realistisches Szenario der Automobilindustrie im Jahre 2012 und beruft sich dabei auf Industriefaktoren der Vergangenheit sowie auf eingehendes Know-how bei der Entwicklung von nachhaltigen Geschäftsmodellen. Die Autohersteller haben sehr viel Lehrgeld bezahlt für die Erkenntnis, dass der Versuch, die Reaktion der Verbraucher auf neue Fahrzeuge oder Technologien vorherzusagen, häufig dem Blick in eine Kristallkugel gleicht. Bei ADL geht man davon aus, dass die gesammelten Erfahrungswerte der Vergangenheit mit einigen Hinweisen aufwarten können, in welche Richtung sich die Verbrauchertrends entwickeln.

„Unsere Untersuchung zeigte, dass Änderungen im Verbraucherverhalten eine direkte Auswirkung auf die Dynamik der Automobilindustrie haben,“ so David Lyon, Senior Manager des Bereichs Nachhaltigkeit und Risikopraxis von ADL. „Unternehmen mit einem Portfolio, das sich aus schwergewichtigen Fahrzeugen mit niedriger Kraftstoffeffizienz und einer nachteiligen CO2-Bilanz zusammensetzt, gehen das gesteigerte Risiko empfindlicher Umsatzverluste ein. Auch globale Massenmarkthersteller wie Toyota und Volkswagen, deren Modellpalette mit effizienten Kleinwagen bestückt ist, könnten zehn bis fünfzehn Prozent ihres Absatzerlöses einbüßen, wenn sie nicht wichtige Anforderungen an die CO2-Emission sowohl auf technischer als auch auf geschäftlicher Ebene aktiv angehen.

Zudem empfiehlt ADL, anstatt sich einzig auf technologische Lösungen als Antwort auf die Herausforderungen in Verbindung mit der CO2-Emission zu konzentrieren, die OEMs vielmehr einen breiteren Ansatz für die Erfüllung der CO2-Anforderungen schaffen müssten.

Entscheidend sei, dass der OEM-Sektor folgende Lektionen lernt: 
Aufrechterhaltung des Gleichgewichts von Performance (z.B. CO2-arme Technologien) und Wahrnehmung (z.B. Green-Branding) – und Sicherstellung, dass sie zusammenpassen 
Prüfen, inwieweit CO2 und andere Fragen der nachhaltigen Entwicklung Einfluss auf verschiedene Produkte in Ihrem Portfolio haben 
Die „lokalen“ Fahrer für neue CO2-arme Produkte/Dienstleistungen nicht übersehen (z.B. Regulierungen in Städten – wie die Londoner Niedrigemissionszone)

Die Fallstudie steht in Englisch zum Download (Registrierung erforderlich) zur Verfügung.

 

(Quelle und Bildmaterial: BusinessWire/Arthur D. Little)

 


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