Renault Kangoo be bop Z.E.: Seriennahe Elektrofahrzeug-Studie

Transporter und Lkws

renault-kangoo-be-bop-ze-concept-may2009 Renault zeigt mit der weiterentwickelten Studie Kangoo be bop Z.E. (Zero Emission) einen Ausblick auf die ab 2011 geplante Einführung von Serienfahrzeugen mit Elektroantrieb. Der Elektromotor des Elektro-Kangoo leistet 44 kW/60 PS bei 12.000 1/min. und lässt das knapp 1600 kg schwere Fahrzeug 130 km/h fahren.

Die Lithium-Ionen-Batterie verfügt über eine Kapazität von 15 kWh und wird zum Marktstart eine Reichweite von 160 Kilometer ermöglichen. Die Batterie soll laut Hersteller im Schnellladeverfahren innerhalb von 30 Minuten bis zu 80 Prozent wieder aufgeladen werden können.

Der Elektromotor des Kangoo ist mit einer konstanten Untersetzung verbunden, auf das herkömmliche Getriebe kann bauartbedingt verzichtet werden. Die Lithium-Ionen-Batterie wird von dem Nissan Partner AESC (Automotive Electric Supply Corporation) entwickelt und produziert. Renault gibt bei der verwendeten Batterie über den gesamten geplanten Lebenszyklus von sechs Jahren eine Ladekapazität von 80 bis 100 Prozent an. Die Batterie besteht aus insgesamt 48 Modulen und ist unter dem Fahrzeugboden installiert. Neben dem tiefen Schwerpunkt und den unveränderten Platzverhältnissen ist zudem die Unterflurposition der Batterie optimal bei einem Unfall. Bei einem Frontal- und Heckaufprall wird die Batterie gut geschützt.

Der Kangoo verfügt über eine Marechal-Steckerverbindung für den Ladebetrieb und der Kabelanschluss liegt unter dem rechten Scheinwerfer. Prinzipiell sind zwei Lademodi möglich. Die Batterie kann über einen Hausstromanschluss von 10 A 220 Volt oder 16 A 220V geladen werden. Der Ladevorgang dauert in diesem Fall rund sechs bis acht Stunden. Beispielsweise kann so über Nacht oder während der Bürozeiten die Batterie bequem aufgeladen werden. Darüber hinaus gibt es eine Schnellladeoption. Mittels eines 32 A 400 Volt Dreiphasen-Anschlusses kann die Batterie innerhalb von 30 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen werden.

Renault entwickelt zurzeit zusammen mit rund 20 Automobilherstellern und der deutschen RWE-Gruppe einen neuen, universellen Ladestecker. Der neue Stecker - höchstwahrscheinlich vom Hersteller Mennekes - wurde im April 2009 erstmals auf der Hannover Messe vorgestellt und soll zukünftig bei allen Elektroautos von Renault zum Einsatz kommen. In der endgültigen Ausbaustufe wird die Steckerverbindung den Ladevorgang in 20 Minuten ermöglichen.

Die Renault Nissan Allianz hat bereits mit 24 Regierungen, Städten, Energieunternehmen und anderen Organisationen Partnerschaften abgeschlossen, um die Entwicklung und die weltweite Vermarktung von Elektrofahrzeugen voranzutreiben. 

Gleichzeitig beschleunigt Renault gemeinsam mit dem Allianzpartner Nissan in vielen Ländern weltweit den Ausbau der erforderlichen Infrastruktur – eine Grundvoraussetzung für den Serieneinsatz von Elektroautos. Nissan wird bereits 2010 in den USA und in Japan das erste Serienmodell mit reinem Elektroantrieb einführen. Die weltweite Vermarktung erfolgt ab 2012. Renault startet 2011 mit dem Serieneinsatz: In Israel wird das Unternehmen ein Stufenheckmodell mit reinem Elektroantrieb anbieten, in Europa werden parallel der Kangoo Rapid sowie ab 2012 zwei völlig neue Modelle in die Verkaufsräume kommen.

(mp/wattgehtab.com)

 


Kommentar schreiben

Wattgehtab ermuntert seine Leser ausdrücklich, Artikel zu kommentieren. Im Interesse aller User behalten wir uns vor, veröffentlichte Kommentare zu prüfen und gegebenenfalls zu editieren oder zu löschen. Besonderen Wert legen wir ferner auf einen sachlichen Stil der Kommentare und den Respekt vor anderen Meinungen. Danke für die Beachtung. Ihr Wattgehtab-Team


Sicherheitscode
Aktualisieren

Lesen Sie auch:

Neueste Kommentare